Wingfield Reuter Sirkis
Lighthouse

Ein umtoster Leuchtturm ziert das Cover des Albums. Wie ein wildes Tosen klingt zumeist auch die Musik. Wingfield Reuter Sirkis bieten auf ihrem soeben beim New Yorker Label MoonJune erschienenen Album “Lighthouse” genial abgefahrenen Instrumental-Progressive-Jazz-Rock.

In der Besetzung mit Touch Guitar , E-Gitarre und Schlagzeug bringt das Trio einen Sound zustande, der an ein ganzes Orchester erinnert. Eine riesige Klangwand bauen sie auf. Der Brite Mark Wingfield (Gitarre), der US-Amerikaner Markus Reuter (Touch Guitar) und der Israeli Asaf Sirkis (Schlagzeug) sind allesamt alte Hasen im Musikgeschäft. Wingfield bewegte sich im Umfeld von Peter Gabriel , Tricky , Todd Rundgren und Dave Stewart. Reuter hatte mit Tony Levin und Pat Mastelotto zu tun. Und Sirkis arbeitete bereits mit The Orient House Ensemble , Jacob Collier , Natacha Atlas, Nicolas Meier, Phil Robson , Dwiki Dharmawan und Glauco Vernier.

Nun, “Lighthouse” ist keine Musik für Einsteiger. Die teilweise brutal anmutenden Soundungetüme brechen über den Hörer mit roher Gewalt herein und können ihn durchaus von den Füßen reißen. Die beiden Gitarristen holen aus ihren Instrumenten heraus, was möglich ist. Sirkis liefert mit seinem kreativen Schlagzeugspiel den Kitt, der alles zusammenhält.

Electronic-Gitarren-Klänge dominieren das Geschehen. Es mutet teilweise an, als höre man Klänge aus fremden Welten. Wäre da nicht das Schlagzeug, das als Erdung fungiert und uns erinnert, dass wir uns immer noch auf unserem altbekannten Planeten befinden. Der Sound ist in manchen Passagen so dicht und gewaltig, dass man nicht glauben mag, dass er von einem Trio erzeugt wird, auch wenn kräftig elektronische Hilfsmittel eingesetzt werden.

Wingfield Reuter Sirkis zelebrieren eine neuzeitliche Mixtur aus Jazz- und Progressive-Rock. Die Musik ist teilweise extrem und disharmonisch, aber der Verlauf der einzelnen Titel ist wohldurchdacht, auch wenn sie im Studio teils bei Improvisationen entstanden sind.

Wingfield Reuter Sirkis bieten keine Musik für einen gemütlichen Abend bei Kerzenschein, eher für eine nächtliche Autofahrt, bei der man auf keinen Fall einschlafen darf. “Lighthouse” macht süchtig und ist einfach nur Klasse!




Orientierungshilfe

Lighthouse

Ein umtoster Leuchtturm ziert das Cover des Albums. Wie ein wildes Tosen klingt zumeist auch die Musik. Wingfield Reuter Sirkis bieten auf ihrem soeben beim New Yorker Label MoonJune erschienenen Album “Lighthouse” genial abgefahrenen Instrumental-Progressive-Jazz-Rock.

In der Besetzung mit Touch Guitar , E-Gitarre und Schlagzeug bringt das Trio einen Sound zustande, der an ein ganzes Orchester erinnert. Eine riesige Klangwand bauen sie auf. Der Brite Mark Wingfield (Gitarre), der US-Amerikaner Markus Reuter (Touch Guitar) und der Israeli Asaf Sirkis (Schlagzeug) sind allesamt alte Hasen im Musikgeschäft. Wingfield bewegte sich im Umfeld von Peter Gabriel , Tricky , Todd Rundgren und Dave Stewart. Reuter hatte mit Tony Levin und Pat Mastelotto zu tun. Und Sirkis arbeitete bereits mit The Orient House Ensemble , Jacob Collier , Natacha Atlas, Nicolas Meier, Phil Robson , Dwiki Dharmawan und Glauco Vernier.

Nun, “Lighthouse” ist keine Musik für Einsteiger. Die teilweise brutal anmutenden Soundungetüme brechen über den Hörer mit roher Gewalt herein und können ihn durchaus von den Füßen reißen. Die beiden Gitarristen holen aus ihren Instrumenten heraus, was möglich ist. Sirkis liefert mit seinem kreativen Schlagzeugspiel den Kitt, der alles zusammenhält.

Electronic-Gitarren-Klänge dominieren das Geschehen. Es mutet teilweise an, als höre man Klänge aus fremden Welten. Wäre da nicht das Schlagzeug, das als Erdung fungiert und uns erinnert, dass wir uns immer noch auf unserem altbekannten Planeten befinden. Der Sound ist in manchen Passagen so dicht und gewaltig, dass man nicht glauben mag, dass er von einem Trio erzeugt wird, auch wenn kräftig elektronische Hilfsmittel eingesetzt werden.

Wingfield Reuter Sirkis zelebrieren eine neuzeitliche Mixtur aus Jazz- und Progressive-Rock. Die Musik ist teilweise extrem und disharmonisch, aber der Verlauf der einzelnen Titel ist wohldurchdacht, auch wenn sie im Studio teils bei Improvisationen entstanden sind.

Wingfield Reuter Sirkis bieten keine Musik für einen gemütlichen Abend bei Kerzenschein, eher für eine nächtliche Autofahrt, bei der man auf keinen Fall einschlafen darf. “Lighthouse” macht süchtig und ist einfach nur Klasse!




Text date: 2017-11-23  
Text: © Global Music Magazine  
Photo credits: © MoonJune
Label: MoonJune
Producer: Leonoardo Pavkovic, Wingfield Reuter Sirkis
Duration: 00:56:39
Tracks: 7
Format: CD, Vinyl, Digital
Ident-Code: 12420/736/1


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