Whalesharkattacks
Whalesharkattacks

Es hat nicht lange gedauert bis wir wussten, diese Frau ist uns sympathisch. Wer sich Modeströmungen widersetzt, heimst schon gleich einen Bonuspunkt bei uns ein.

Mit ihrem 808 goth dark RnB MIDI punk, wie die Norwegerin Viviana Vega ihren Stil beschreibt, hat sie uns auf Anhieb entzückt. Sie unternimmt bei ihrem Soloprojekt Whalesharkattacks große Anstrengungen, nicht in die Mainstream-Falle zu tappen. Auch wenn die Musik an sich nicht schräg ist, lässt Vega sie nach Underground klingen.

Ihre Vorgehensweise bei der Produktion ihrer Musik ist eigentlich relativ simpel, aber das Einfache ist in der Regel nun mal sehr schwer zu erreichen. Sie schreibt Stücke, die vom kompositorischen Aufbau und von den Melodien her nicht besonders “undergroundig” sind. Aber sie erstellt dafür Sounds, die teilweise recht extrem und ungewöhnlich sind. Es sind meist kühle, spitze und kristallklare Klänge. Hat man die skandinavische Herkunft der Musik im Hintergrund, denkt man unweigerlich an Eis bzw. Eiszappen.

Zu den Sounds werden vielschichtige Rhythmen bzw. Loops aufgebaut. Diese Rhythmen werden nicht ausschließlich aus (elektronischen) Trommeln und Perkussioninstrumenten erstellt. Der insgesamt entstehende Sound ist dicht, aber nicht überladen. Zwischendurch, z.B. beim Titel “The Lake”, wird Viviana Vega richtig experimentell. Beim erwähnten Stück schiebt sie ein Solo mit einer gesampelten E-Gitarre ein. Durch vielfältige Effekte allerdings extrem entstellt. Das ist nur ein Beispiel von vielen.

Dennoch – trotz aller Experimentierlust, trotz aller Widerspenstigkeit, wird der musikalische Ansatz von Whalesharkattacks nicht zum Selbstzweck. Ihre Musik kommt rüber, sie gefällt. Sie ist phasenweise sogar tanzbar.

Die Musik und die Texte sind komplett von Viviana Vega geschrieben. Alle Sounds und Loops stammen von ihr. Sie spielte alle Instrumente ein und sogar das Mixen der Aufnahmen hat sie übernommen. Nur ein paar zusätzliche Gesangspassagen stammen von Emile The Duke. Den abschließenden Endmix und das Mastern übergab sie an Christian Obermayer bei Strype Audio.

Nebenbei erwähnt, hat Viviana Vega Musik zum letzten Film von Joachim Trier, “Thelma”, beigesteuert. Ein Film, der 2018 für den Norwegischen Oscar nominiert ist.

Das nach dem Projektnamen Whalesharkattacks bezeichnete Album erscheint beim Osloer Undergroundlabel Metronomicon Audio.



Orientierungshilfe

Whalesharkattacks

Es hat nicht lange gedauert bis wir wussten, diese Frau ist uns sympathisch. Wer sich Modeströmungen widersetzt, heimst schon gleich einen Bonuspunkt bei uns ein.

Mit ihrem 808 goth dark RnB MIDI punk, wie die Norwegerin Viviana Vega ihren Stil beschreibt, hat sie uns auf Anhieb entzückt. Sie unternimmt bei ihrem Soloprojekt Whalesharkattacks große Anstrengungen, nicht in die Mainstream-Falle zu tappen. Auch wenn die Musik an sich nicht schräg ist, lässt Vega sie nach Underground klingen.

Ihre Vorgehensweise bei der Produktion ihrer Musik ist eigentlich relativ simpel, aber das Einfache ist in der Regel nun mal sehr schwer zu erreichen. Sie schreibt Stücke, die vom kompositorischen Aufbau und von den Melodien her nicht besonders “undergroundig” sind. Aber sie erstellt dafür Sounds, die teilweise recht extrem und ungewöhnlich sind. Es sind meist kühle, spitze und kristallklare Klänge. Hat man die skandinavische Herkunft der Musik im Hintergrund, denkt man unweigerlich an Eis bzw. Eiszappen.

Zu den Sounds werden vielschichtige Rhythmen bzw. Loops aufgebaut. Diese Rhythmen werden nicht ausschließlich aus (elektronischen) Trommeln und Perkussioninstrumenten erstellt. Der insgesamt entstehende Sound ist dicht, aber nicht überladen. Zwischendurch, z.B. beim Titel “The Lake”, wird Viviana Vega richtig experimentell. Beim erwähnten Stück schiebt sie ein Solo mit einer gesampelten E-Gitarre ein. Durch vielfältige Effekte allerdings extrem entstellt. Das ist nur ein Beispiel von vielen.

Dennoch – trotz aller Experimentierlust, trotz aller Widerspenstigkeit, wird der musikalische Ansatz von Whalesharkattacks nicht zum Selbstzweck. Ihre Musik kommt rüber, sie gefällt. Sie ist phasenweise sogar tanzbar.

Die Musik und die Texte sind komplett von Viviana Vega geschrieben. Alle Sounds und Loops stammen von ihr. Sie spielte alle Instrumente ein und sogar das Mixen der Aufnahmen hat sie übernommen. Nur ein paar zusätzliche Gesangspassagen stammen von Emile The Duke. Den abschließenden Endmix und das Mastern übergab sie an Christian Obermayer bei Strype Audio.

Nebenbei erwähnt, hat Viviana Vega Musik zum letzten Film von Joachim Trier, “Thelma”, beigesteuert. Ein Film, der 2018 für den Norwegischen Oscar nominiert ist.

Das nach dem Projektnamen Whalesharkattacks bezeichnete Album erscheint beim Osloer Undergroundlabel Metronomicon Audio.



Text date: 2018-02-09  
Text: © Global Music Magazine  
Photo credits: © Metronomicon Audio, Viviana Vega
Label: Metronomicon Audio
Producer: Viviana Vega
Duration: 00:40:43
Tracks: 11
Ident-Code: 12878/960/1


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