The Reverend Shawn Amos
Breaks it down

Das Album beginnt wie ein typisches Bluesalbum, doch bald macht The Reverend Shawn Amos klar, dass er kein x-beliebiger Blueser ist. Was er macht, ist ein tiefschwarzer aber hochaktueller Soul-Gospel-Blues-Rock-Sound, teils mit Bezug zu unerfreulichen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen.

Schon mit seinem letzten Album “The Reverend Shawn Amos Loves You” (2016) erfreute uns der US-Amerikaner über alle Maßen. Auf gleich hohem Niveau setzt er nun seine musikalische Reise mit dem neuen Album “The Reverend Shawn Amos Breaks it down” fort.

Der Opener “Moved” besitzt nur Stimme, Gitarre und Harp. Doch das genügt Shawn Amos, um die Hörer in seinen Bann zu ziehen. Danach kommen mehr und mehr Instrumente dazu, sogar Streicher kommen zum Einsatz.

Der in Los Angeles lebende Amos entdeckte den Blues durch die dreiteilige Buchreihe “Feel Like Going Home” von Peter Guralnick. Er war damals an der New York Filmakademie und reiste einen ganzen Sommer lang im Süden der USA umher, um die Originalschauplätze aus der Entstehungszeit des Blues’ aufzusuchen. Dabei infizierte er sich mit dem 12-Bar-Virus. Ein Übel, das er bis heute nicht wieder los wurde. Zuerst verfiel er der Musik von Howlin’ Wolf , später folgten Willie Dixon , Junior Wells und Muddy Waters .

Trotz dieser schwerwiegenden Infektion wurde The Reverend Shawn Amos nicht zum Kopisten. Was er zum Besten gibt, ist seine Interpretation und Weiterentwicklung der Musik des schwarzen Amerikas. Mehr und mehr entwickelte er eine eigene Art zu komponieren, indem er sein Stilgebräu aus Soul, Gospel, Blues und Funk immer weiter verfeinerte und ausschmückte, bis er letztendlich zu einem sehr persönlichen Sound gefunden hat.

So verwundert es denn auch nicht, dass sich auf “Breaks it down” mit “The Jean Genie” sogar ein Stück von David Bowie findet, denn es könnte genauso gut aus der Feder von Shawn Amos stammen. Auch bei dieser Coverversion geht Shawn Amos einerseits mit Fingerspitzengefühl, aber auch so radikal vor, dass er der Glamrock-Nummer des Briten eine gewaltige Brise Blues einhaucht.

Nach “The Reverend Shawn Amos Loves You” gelingt dem Referend mit “Breaks it down” wieder ein vorzügliches und höchst unterhaltsames Album mit viel schwarzer Musik in einer sehr persönlichen Variante. Der Großteil der Titel ist von Shawn Amos geschrieben. Fehlt eigentlich nur noch, dass er bald mal good old Germany besucht.





Orientierungshilfe

Breaks it down

Das Album beginnt wie ein typisches Bluesalbum, doch bald macht The Reverend Shawn Amos klar, dass er kein x-beliebiger Blueser ist. Was er macht, ist ein tiefschwarzer aber hochaktueller Soul-Gospel-Blues-Rock-Sound, teils mit Bezug zu unerfreulichen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen.

Schon mit seinem letzten Album “The Reverend Shawn Amos Loves You” (2016) erfreute uns der US-Amerikaner über alle Maßen. Auf gleich hohem Niveau setzt er nun seine musikalische Reise mit dem neuen Album “The Reverend Shawn Amos Breaks it down” fort.

Der Opener “Moved” besitzt nur Stimme, Gitarre und Harp. Doch das genügt Shawn Amos, um die Hörer in seinen Bann zu ziehen. Danach kommen mehr und mehr Instrumente dazu, sogar Streicher kommen zum Einsatz.

Der in Los Angeles lebende Amos entdeckte den Blues durch die dreiteilige Buchreihe “Feel Like Going Home” von Peter Guralnick. Er war damals an der New York Filmakademie und reiste einen ganzen Sommer lang im Süden der USA umher, um die Originalschauplätze aus der Entstehungszeit des Blues’ aufzusuchen. Dabei infizierte er sich mit dem 12-Bar-Virus. Ein Übel, das er bis heute nicht wieder los wurde. Zuerst verfiel er der Musik von Howlin’ Wolf , später folgten Willie Dixon , Junior Wells und Muddy Waters .

Trotz dieser schwerwiegenden Infektion wurde The Reverend Shawn Amos nicht zum Kopisten. Was er zum Besten gibt, ist seine Interpretation und Weiterentwicklung der Musik des schwarzen Amerikas. Mehr und mehr entwickelte er eine eigene Art zu komponieren, indem er sein Stilgebräu aus Soul, Gospel, Blues und Funk immer weiter verfeinerte und ausschmückte, bis er letztendlich zu einem sehr persönlichen Sound gefunden hat.

So verwundert es denn auch nicht, dass sich auf “Breaks it down” mit “The Jean Genie” sogar ein Stück von David Bowie findet, denn es könnte genauso gut aus der Feder von Shawn Amos stammen. Auch bei dieser Coverversion geht Shawn Amos einerseits mit Fingerspitzengefühl, aber auch so radikal vor, dass er der Glamrock-Nummer des Briten eine gewaltige Brise Blues einhaucht.

Nach “The Reverend Shawn Amos Loves You” gelingt dem Referend mit “Breaks it down” wieder ein vorzügliches und höchst unterhaltsames Album mit viel schwarzer Musik in einer sehr persönlichen Variante. Der Großteil der Titel ist von Shawn Amos geschrieben. Fehlt eigentlich nur noch, dass er bald mal good old Germany besucht.





Text date: 2018-02-22  
Text: © Global Music Magazine  
Photo credits: © Put Together Music, Beth Herzhaft
Distributor: Awal
Barcode: 5054526737327
Duration: 00:29:10
Tracks: 9
Ident-Code: 12934/350/1



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