Puuluup
Süüta Mu Lumi

Ganz frisch aus dem Presswerk kommt “Süüta Mu Lumi”, das Debütalbum des estnischen Duos Puuluup mit erfrischenden, aber gänzlich ungewöhnlichen Klängen.

Ramo Teder und Marko Veisson sind die beiden Musiker, die das Kunststück zustandebringen, eine Musik zu kreieren, in der Alt und Neu förmlich zusammenkleben. Sie selber verwenden in diesem Zusammenhang den Vergleich mit Graupel und Wasser.

Die Grundlage ihrer Musik sind pulsierende Rhythmen, die mit Hilfe von Jouhikko (ein altes, für die Volksmusik Estlands und Finnlands typisches Instrument), Elektronik, Loops und teilweise mit Stimmen erzeugt werden. Darüber wird gesungen.

Doch auch wenn es sich beim Hauptinstrument um ein in der Volksmusik gebräuchliches handelt, ist das Ergebnis eines, das man nur mit großen Einschränkungen als Folk bezeichnen kann. Der rhythmische Gesang, der teilweise gesprochen wird (und somit auch an Rap erinnert), wirkt sehr rustikal. Die tiefen, oft auch verstellten Stimmen geben den Kompositionen eine urige Note. Insgesamt ist der Gesang ganz und gar hervorragend. Zugleich ist die Musik überaus eingängig und schwungvoll. Auf der Bühne dürfte das Ganze enorm abgehen!

Ramo Teder ist uns schon unter dem Namen Pastacas als Solokünstler bekannt. “Pohlad” heißt seine letzte Veröffentlichung als Pastacas und ist ebenfalls sehr hörenswert. Von Marko Veisson kennen wir bislang keine weiteren Alben – unseres Wissens nach, ist er hauptsächlich wissenschaftlich im Kulturbereich tätig.

Die Musik auf “Süüta Mu Lumi” ist das Gemeinschaftswerk der beiden Puuluup-Männer. Bei der Komposition der Musik lassen sie sich vielfältig inspirieren. Sie nehmen in ihre Musik auf, was passend erscheint, egal woher es stammt. So ist das Album auch entsprechend abwechslungsreich. Die Texte stammen zumeist von Ramo Teder, einzelne sind traditionell, bzw. von Villu Tamme und Tõnu Trubetsky und Merca Jääger geschrieben.

Puuluup ist auch eine Band, die wir gerne beim diesjährigen Rudolstadt Festival hören würden (Estland ist heuer der dortige Länderschwerpunkt). Puuluups Album bietet nicht nur völlig einzigartige Musik, sondern auch absolut gut gemachte. Die Stücke sind geschmeidig, logisch aufgebaut und vollends überzeugend.

“Süüta Mu Lumi” ist beim kleinen, 2003 gegründeten und in Tallinn ansässigen Indielabel Õunaviks erschienen, bei dem u.a. auch Mari Kalkun und Liis Ring ( Circl) am Start sind.





Orientierungshilfe

Süüta Mu Lumi

Ganz frisch aus dem Presswerk kommt “Süüta Mu Lumi”, das Debütalbum des estnischen Duos Puuluup mit erfrischenden, aber gänzlich ungewöhnlichen Klängen.

Ramo Teder und Marko Veisson sind die beiden Musiker, die das Kunststück zustandebringen, eine Musik zu kreieren, in der Alt und Neu förmlich zusammenkleben. Sie selber verwenden in diesem Zusammenhang den Vergleich mit Graupel und Wasser.

Die Grundlage ihrer Musik sind pulsierende Rhythmen, die mit Hilfe von Jouhikko (ein altes, für die Volksmusik Estlands und Finnlands typisches Instrument), Elektronik, Loops und teilweise mit Stimmen erzeugt werden. Darüber wird gesungen.

Doch auch wenn es sich beim Hauptinstrument um ein in der Volksmusik gebräuchliches handelt, ist das Ergebnis eines, das man nur mit großen Einschränkungen als Folk bezeichnen kann. Der rhythmische Gesang, der teilweise gesprochen wird (und somit auch an Rap erinnert), wirkt sehr rustikal. Die tiefen, oft auch verstellten Stimmen geben den Kompositionen eine urige Note. Insgesamt ist der Gesang ganz und gar hervorragend. Zugleich ist die Musik überaus eingängig und schwungvoll. Auf der Bühne dürfte das Ganze enorm abgehen!

Ramo Teder ist uns schon unter dem Namen Pastacas als Solokünstler bekannt. “Pohlad” heißt seine letzte Veröffentlichung als Pastacas und ist ebenfalls sehr hörenswert. Von Marko Veisson kennen wir bislang keine weiteren Alben – unseres Wissens nach, ist er hauptsächlich wissenschaftlich im Kulturbereich tätig.

Die Musik auf “Süüta Mu Lumi” ist das Gemeinschaftswerk der beiden Puuluup-Männer. Bei der Komposition der Musik lassen sie sich vielfältig inspirieren. Sie nehmen in ihre Musik auf, was passend erscheint, egal woher es stammt. So ist das Album auch entsprechend abwechslungsreich. Die Texte stammen zumeist von Ramo Teder, einzelne sind traditionell, bzw. von Villu Tamme und Tõnu Trubetsky und Merca Jääger geschrieben.

Puuluup ist auch eine Band, die wir gerne beim diesjährigen Rudolstadt Festival hören würden (Estland ist heuer der dortige Länderschwerpunkt). Puuluups Album bietet nicht nur völlig einzigartige Musik, sondern auch absolut gut gemachte. Die Stücke sind geschmeidig, logisch aufgebaut und vollends überzeugend.

“Süüta Mu Lumi” ist beim kleinen, 2003 gegründeten und in Tallinn ansässigen Indielabel Õunaviks erschienen, bei dem u.a. auch Mari Kalkun und Liis Ring ( Circl) am Start sind.





Text date: 2018-05-10  
Text: © Global Music Magazine  
Photo credits: © Taavi Arus, Ramo Teder/Valter Jakovski
Label: Õunaviks
Barcode: 888295744911
Duration: 00:49:06
Tracks: 12
Format: CD, Vinyl, Digital
Ident-Code: 13526/1492/1



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