Maimu Jõgeda
Pühendus

Mit Maimu Jõgeda haben wir ein vielversprechendes junges Talent aus der reichen Musikszene Estlands entdeckt. Die junge Frau hat kürzlich ihr Solodebüt mit Unterstützung von Crowdfunding veröffentlicht.

“Pühendus” ist der Titel des Albums, was auf Deutsch “Hingabe” bedeutet. Ein Titel, der sehr gut zu ihrer Art des Musizierens passt, denn “hingebungsvoll” war eines der ersten Adjektive, die uns beim Hören einfielen.

Maimu Jõgeda hat sich schon als Kind für das Akkordeon entschieden. Das Instrument hatte sie auf dem Dachboden ihres Elternhauses entdeckt. So erwachte in ihr bereits in jungen Jahren die Begeisterung für Tasteninstrumente.

Folgerichtig besuchte sie daraufhin die Võru Musikschule und die Heino Eller Musikschule. Mittlerweile studiert sie an der Estnischen Musik- und Theaterakademie im Bereich Volksmusik.

Sie betätigt sich sowohl als Instrumentalistin wie auch als Komponistin. Dabei ist sie nicht nur solo, sondern auch in unterschiedlichen Ensembles engagiert, z.B. in einem Duo mit Kaari Uus (Nickelharpa), in einem jazz-lastigen Trio zusammen mit Lauri Kadalipp (Saxophon) und Martin-Eero Kõressaar (Bass) und im ebenfalls jazz-gefärbten Quartett Maimztet.

Auf “Pühendus” hören wir die in Tartu lebende Maimu Jõgeda alleine – nur Akkordeon pur (abgesehen von kurzzeitigen und sehr dezenten Perkussion-Begleitungen). Was vielen KollegInnen nicht so ohne weiteres gelingt, schafft Maimu Jõgeda scheinbar ohne große Mühe. Nämlich, den Spannungsbogen über das gesamte Album hinweg aufrecht zu erhalten. Zwar ist das Album nur etwas über 30 Minuten lang, dennoch gehört eine Riesenportion Musikalität dazu.

Die Musik auf “Pühendus” ist eine Mischung aus estnischer Folklore und Eigenkompositionen. Ihre Musik ist eine behutsame Weiterentwicklung der Tradition, wie wir finden. Die harmonischen Bewegungen sind wunderschön. Das Spiel Maimu Jõgedas ist außerordentlich ausgewogen, der Klang warm und sehnsuchtsvoll. Hier erfreut insbesondere, dass die Aufnahmen sehr sauber und unverfälscht sind.

Wir sind gespannt, ob die Macher des Rudolstadt Festivals auch dieses Talent einladen werden, nachdem Maimu Jõgeda u.a. schon zweimal auf dem Viljandi Folk Music Festival begeistert hat, und Estland 2018 der Länderschwerpunkt in Rudolstadt ist. Wenn, dann wäre Maimu Jõgeda schon alleine Grund genug, nach Rudolstadt zu pilgern.

Maimu Jõgeda ermöglicht auf “Pühendus” eine musikalische Reise durch die schönen Landschaften Estlands. Sie ist eine großartige Künstlerin, deren Entwicklung wir im Auge behalten werden.



Orientierungshilfe

Pühendus

Mit Maimu Jõgeda haben wir ein vielversprechendes junges Talent aus der reichen Musikszene Estlands entdeckt. Die junge Frau hat kürzlich ihr Solodebüt mit Unterstützung von Crowdfunding veröffentlicht.

“Pühendus” ist der Titel des Albums, was auf Deutsch “Hingabe” bedeutet. Ein Titel, der sehr gut zu ihrer Art des Musizierens passt, denn “hingebungsvoll” war eines der ersten Adjektive, die uns beim Hören einfielen.

Maimu Jõgeda hat sich schon als Kind für das Akkordeon entschieden. Das Instrument hatte sie auf dem Dachboden ihres Elternhauses entdeckt. So erwachte in ihr bereits in jungen Jahren die Begeisterung für Tasteninstrumente.

Folgerichtig besuchte sie daraufhin die Võru Musikschule und die Heino Eller Musikschule. Mittlerweile studiert sie an der Estnischen Musik- und Theaterakademie im Bereich Volksmusik.

Sie betätigt sich sowohl als Instrumentalistin wie auch als Komponistin. Dabei ist sie nicht nur solo, sondern auch in unterschiedlichen Ensembles engagiert, z.B. in einem Duo mit Kaari Uus (Nickelharpa), in einem jazz-lastigen Trio zusammen mit Lauri Kadalipp (Saxophon) und Martin-Eero Kõressaar (Bass) und im ebenfalls jazz-gefärbten Quartett Maimztet.

Auf “Pühendus” hören wir die in Tartu lebende Maimu Jõgeda alleine – nur Akkordeon pur (abgesehen von kurzzeitigen und sehr dezenten Perkussion-Begleitungen). Was vielen KollegInnen nicht so ohne weiteres gelingt, schafft Maimu Jõgeda scheinbar ohne große Mühe. Nämlich, den Spannungsbogen über das gesamte Album hinweg aufrecht zu erhalten. Zwar ist das Album nur etwas über 30 Minuten lang, dennoch gehört eine Riesenportion Musikalität dazu.

Die Musik auf “Pühendus” ist eine Mischung aus estnischer Folklore und Eigenkompositionen. Ihre Musik ist eine behutsame Weiterentwicklung der Tradition, wie wir finden. Die harmonischen Bewegungen sind wunderschön. Das Spiel Maimu Jõgedas ist außerordentlich ausgewogen, der Klang warm und sehnsuchtsvoll. Hier erfreut insbesondere, dass die Aufnahmen sehr sauber und unverfälscht sind.

Wir sind gespannt, ob die Macher des Rudolstadt Festivals auch dieses Talent einladen werden, nachdem Maimu Jõgeda u.a. schon zweimal auf dem Viljandi Folk Music Festival begeistert hat, und Estland 2018 der Länderschwerpunkt in Rudolstadt ist. Wenn, dann wäre Maimu Jõgeda schon alleine Grund genug, nach Rudolstadt zu pilgern.

Maimu Jõgeda ermöglicht auf “Pühendus” eine musikalische Reise durch die schönen Landschaften Estlands. Sie ist eine großartige Künstlerin, deren Entwicklung wir im Auge behalten werden.



Text date: 2017-12-13  
Text: © Global Music Magazine  
Photo credits: © Kadri Kadalipp, Maimu Jõgeda
Barcode: 7071245428617
Duration: 00:33:37
Tracks: 12
Ident-Code: 12511/848/1



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