Imarhan
Temet

Ihr Debüt “Imarhan” von vor zwei Jahren war nicht übel, für uns aber auch nicht sonderlich aufsehenerregend, da es zu sehr an die Veröffentlichungen von einigen Bands gleicher oder ähnlicher Provenienz erinnerte. Das hat sich nun mit “Temet” geändert.

Das algerische Quintett Imarhan hat mit seinem neuen Album einen großen Schritt vorwärts getan, einen großen Schritt in Richtung Emanzipation. Jetzt klingen die fünf jungen Männer plötzlich sehr farben- und einfallsreich. Natürlich besitzt ihre Musik weiterhin die hypnotisierende Grundstimmung, wie sie Desert-Blues bzw. -Rock häufig besitzt. Aber Imarhan verlassen sich nicht mehr nur auf diese Wirkung, sondern nehmen neuerdings allerlei weitere regionale und überregionale Stilelemente auf.

Dabei gehen sie allerdings sehr radikal vor und vermengen alles in ihrem großen musikalischen Kochtopf. So kommt am Ende ein sehr spezieller, irgendwie internationaler, Tuareg-Ensembleklang dabei heraus. “Temet” wurde in Paris aufgenommen und von der Band selbst und mit Hilfe von Patrick Votan und Eyadou Ag Leche ( Tinariwen) produziert.

Imarhan stammen aus Tamanrasset, der größten Oase im Süden Algeriens mit insgesamt knapp 100.000 Einwohnern. Das Thema Gemeinschaft, und zwar die Gemeinschaft aller Menschen im großen wie im kleinen Mikrokosmos von Tamanrasset, zieht sich wie ein roter Faden durch das Album.

Im Januar 2017 fuhr der internationale Regisseur Vincent Moon (Arcade Fire, REM, Mogwai) für mehrere Wochen nach Tamanrasset, um die Band beim Entstehungsprozess für das Album zu begleiten. Entstanden ist dabei eine faszinierende Dokumentation, die im Februar auf dem Clermont-Ferrand Filmfestival Premiere feierte.

Imarhans “Temet” ist ein vorzügliches, in die Zukunft weisendes Tuareg-Rockalbum. Extrem abwechslungsreich und trotz großer Exotik, überraschend eingängig. Vor allem der Wechsel zwischen Solo- und weiblich verstärktem Gruppengesang, sowie die einfallsreichen Gitarrenriffs gefallen uns. Mit einem Wort: Faszinierend!





Orientierungshilfe

Temet

Ihr Debüt “Imarhan” von vor zwei Jahren war nicht übel, für uns aber auch nicht sonderlich aufsehenerregend, da es zu sehr an die Veröffentlichungen von einigen Bands gleicher oder ähnlicher Provenienz erinnerte. Das hat sich nun mit “Temet” geändert.

Das algerische Quintett Imarhan hat mit seinem neuen Album einen großen Schritt vorwärts getan, einen großen Schritt in Richtung Emanzipation. Jetzt klingen die fünf jungen Männer plötzlich sehr farben- und einfallsreich. Natürlich besitzt ihre Musik weiterhin die hypnotisierende Grundstimmung, wie sie Desert-Blues bzw. -Rock häufig besitzt. Aber Imarhan verlassen sich nicht mehr nur auf diese Wirkung, sondern nehmen neuerdings allerlei weitere regionale und überregionale Stilelemente auf.

Dabei gehen sie allerdings sehr radikal vor und vermengen alles in ihrem großen musikalischen Kochtopf. So kommt am Ende ein sehr spezieller, irgendwie internationaler, Tuareg-Ensembleklang dabei heraus. “Temet” wurde in Paris aufgenommen und von der Band selbst und mit Hilfe von Patrick Votan und Eyadou Ag Leche ( Tinariwen) produziert.

Imarhan stammen aus Tamanrasset, der größten Oase im Süden Algeriens mit insgesamt knapp 100.000 Einwohnern. Das Thema Gemeinschaft, und zwar die Gemeinschaft aller Menschen im großen wie im kleinen Mikrokosmos von Tamanrasset, zieht sich wie ein roter Faden durch das Album.

Im Januar 2017 fuhr der internationale Regisseur Vincent Moon (Arcade Fire, REM, Mogwai) für mehrere Wochen nach Tamanrasset, um die Band beim Entstehungsprozess für das Album zu begleiten. Entstanden ist dabei eine faszinierende Dokumentation, die im Februar auf dem Clermont-Ferrand Filmfestival Premiere feierte.

Imarhans “Temet” ist ein vorzügliches, in die Zukunft weisendes Tuareg-Rockalbum. Extrem abwechslungsreich und trotz großer Exotik, überraschend eingängig. Vor allem der Wechsel zwischen Solo- und weiblich verstärktem Gruppengesang, sowie die einfallsreichen Gitarrenriffs gefallen uns. Mit einem Wort: Faszinierend!





Text date: 2018-02-28  
Text: © Global Music Magazine  
Photo credits: © Julien Bourgeois, City Slang
Label: City Slang
Label code: LC 06853
Producer: Imarhan, Patrick Votan, Eyadou Ag Leche
Barcode: 4250506827960
Duration: 00:41:23
Tracks: 10
Ident-Code: 12962/606/1


Orientierungshilfe

Translation

INTO ENGLISH (using Google translator)

Artikelnavigation

Bitte beachten Sie die folgenden Hinweise zum Urheberrecht

Alle Artikel unserer Webseiten sind durch das Urheberrecht geschützt. Das Kopieren und Verbreiten unserer Artikel bedarf in jedem Fall unsere ausdrückliche Zustimmung. Bei fremden Artikeln bedarf es in jedem Fall der Zustimmung des jeweiligen Rechteinhabers.

Ist als Textquelle nicht "Global Music Magazine" angegeben, handelt es sich um einen externen Artikel. Für den Inhalt dieser auf diese Weise gekennzeichneten Artikel sind die jeweils genannten Autoren bzw. Quellen verantwortlich. Die Inhalte der Artikel spiegeln nicht zwangsläufig die Meinung der Redaktion wieder. Achten Sie also unbedingt auf die angebene Textquelle.

Das Vorgenannte gilt entsprechend auch für Abbildungen und Fotos.

Weitere Hinweise zu diesen Themen finden Sie in unserem Impressum.