Fara
Times from times fall

Musik von den Orkney-Inseln hört man nicht alle Tage. Um so schöner, wenn sich der Name dieser zu Schottland gehörenden Inselgruppe nun schon wieder mit Klassemusik verbinden lässt. Das rein weibliche Quartett Fara hatte bereits vor zwei Jahren mit dem selbstbetitelten Debütalbum ein musikalisches Ausrufezeichen gesetzt. Ohren auf, für das Folgealbum!

Anders als es die Herkunft von den nicht gerade sonnenverwöhnten Inseln erwarten lässt, versprüht die Musik von Jennifer Austin (Piano), Kristan Harvey (Fiedel und Vocals), Jeana Leslie (Fiedel, Lead Vocals) und Catriona Price (Fiedel, Vocals) weder Trübsinn noch schlechte Laune. Nein, aus der Musik spricht eine einnehmende Lebensfreude. Ach, ja, den Namen des neuen Albums sind wir noch schuldig. Fara tauften es “Times from times fall”, eine Zeile aus einem Gedicht von Edwin Muir .

Fara zeigen sich auf dem Neuling ebenso vielseitig, wie auf dem presigekrönten, dabei via Crowdfunding finanzierten Debütalbum, sehr vielseitig was die Stimmungen angeht. Neben purer Lebensfreude, können die vier jungen Frauen auch nachdenklich klingen und dabei ganz zart und vorsichtig agieren. Niemals aber sind negative Stimmungen spürbar. Von beschwingt und temperamentvoll bis leise und romantisch (nicht kitschig!!!) reicht das Spektrum ihres Ausdrucks.

Während sich auf dem Debüt etliche Folksongs von den Orkney-Inseln und schottische Traditionals fanden, überrascht das neue Album mit ausschließlich selbst komponierten Stücken. Wobei Fara allerdings die grundsätzliche Ausrichtung als Folkquartett mit dem typischen Klang ihrer Heimat treu bleiben. Nur, dass sie die Freiheit, die ihnen die eigenen Kreationen bieten, überzeugend und sehr selbstbewusst zu nutzen wissen. Es bleibt also Folkmusik, selbst wenn es nicht tradierte Musik ist. Die Folkmusikszene Schottlands zeigt sich einmal mehr quicklebendig.

Damit fehlt nur noch der Hinweis, dass CPL-Music dieser Veröffentlichung ein ansprechend gestaltetes Heft spendiert hat, das neben Hinweisen zur Urheberschaft und inhaltlicher Infos auch Texte (zumindest Auszüge) der einzelnen Stücke enthält. Sparen Sie sich die teure Reise mit einem Ozeanriesen, die ohnehin nur das Klima zusätzlich schädigen würde, und lassen sie sich musikalisch auf die Orkney-Inseln entführen. Wir wünschen viel Vergnügen und eine gute Zeit!




Orientierungshilfe

Times from times fall

Musik von den Orkney-Inseln hört man nicht alle Tage. Um so schöner, wenn sich der Name dieser zu Schottland gehörenden Inselgruppe nun schon wieder mit Klassemusik verbinden lässt. Das rein weibliche Quartett Fara hatte bereits vor zwei Jahren mit dem selbstbetitelten Debütalbum ein musikalisches Ausrufezeichen gesetzt. Ohren auf, für das Folgealbum!

Anders als es die Herkunft von den nicht gerade sonnenverwöhnten Inseln erwarten lässt, versprüht die Musik von Jennifer Austin (Piano), Kristan Harvey (Fiedel und Vocals), Jeana Leslie (Fiedel, Lead Vocals) und Catriona Price (Fiedel, Vocals) weder Trübsinn noch schlechte Laune. Nein, aus der Musik spricht eine einnehmende Lebensfreude. Ach, ja, den Namen des neuen Albums sind wir noch schuldig. Fara tauften es “Times from times fall”, eine Zeile aus einem Gedicht von Edwin Muir .

Fara zeigen sich auf dem Neuling ebenso vielseitig, wie auf dem presigekrönten, dabei via Crowdfunding finanzierten Debütalbum, sehr vielseitig was die Stimmungen angeht. Neben purer Lebensfreude, können die vier jungen Frauen auch nachdenklich klingen und dabei ganz zart und vorsichtig agieren. Niemals aber sind negative Stimmungen spürbar. Von beschwingt und temperamentvoll bis leise und romantisch (nicht kitschig!!!) reicht das Spektrum ihres Ausdrucks.

Während sich auf dem Debüt etliche Folksongs von den Orkney-Inseln und schottische Traditionals fanden, überrascht das neue Album mit ausschließlich selbst komponierten Stücken. Wobei Fara allerdings die grundsätzliche Ausrichtung als Folkquartett mit dem typischen Klang ihrer Heimat treu bleiben. Nur, dass sie die Freiheit, die ihnen die eigenen Kreationen bieten, überzeugend und sehr selbstbewusst zu nutzen wissen. Es bleibt also Folkmusik, selbst wenn es nicht tradierte Musik ist. Die Folkmusikszene Schottlands zeigt sich einmal mehr quicklebendig.

Damit fehlt nur noch der Hinweis, dass CPL-Music dieser Veröffentlichung ein ansprechend gestaltetes Heft spendiert hat, das neben Hinweisen zur Urheberschaft und inhaltlicher Infos auch Texte (zumindest Auszüge) der einzelnen Stücke enthält. Sparen Sie sich die teure Reise mit einem Ozeanriesen, die ohnehin nur das Klima zusätzlich schädigen würde, und lassen sie sich musikalisch auf die Orkney-Inseln entführen. Wir wünschen viel Vergnügen und eine gute Zeit!




Text date: 2018-11-02  
Text: © Global Music Magazine  
Photo credits: © Mike Guest, CPL-Music
Label: CPL-Music
Label code: LC 23533
Distributor: Brokensilence
Barcode: 4251329500115
Duration: 00:48:47
Tracks: 12
Format: CD
Catalogue No: CPL027
Ident-Code: 14059/409/1



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