Erik Nilsson
The Imperfect Tense

Erik Nilsson lebt und arbeitet im Venedig des Nordens, Stockholm. Als Teenager stand er auf Grunge und gründete gleich eine eigene Band. Damit war es vorbei, als er einige Jahre später Björk hörte, von deren Art der Produktion er sofort fasziniert war. Sogleich machte er sich mit seiner digitalen Workstation an die Arbeit und sampelte, schnitt, layerte, was das Zeug hielt.

Nun, nach Jahren der Reife und Entwicklung hat er seinen Sound gefunden, der sich aus Elementen von Folk, Jazz, klassischer und zeitgenössischer experimenteller Musik zusammensetzt. Allerdings, was Erik Nilsson hier treibt, ist schon ungewöhnlich. Sicher haben zum Beispiel Brian Eno oder Daniel Lanois ähnliche Musik gemacht wie er, doch trägt Nilssons neues Album “The Imperfect Tense” eine schon sehr persönliche Note.

Einerseits ist seine Musik minimalistisch, andererseits tut sich dennoch einiges darin. Sie wirkt durchsichtig, ist aber aus mehreren Schichten zusammengesetzt und enthält viel Bewegung. Das eingesetzte akustische Instrumentarium, wie Klavier oder Gitarre, verschmilzt mit elektronischen Klängen, dennoch bleibt ein analoger Eindruck erhalten. Die Töne fließen dahin und gleichzeitig pulsiert die Musik fast durchgängig.

Wir sind tatsächlich erstaunt von Erik Nilsson und seiner Musik. Sie fasziniert und man möchte sie unbedingt bis zum Ende hören, weil man wissen will, wie sie weitergeht. Es verwundert in keiner Weise, dass Erik Nilsson ein gefragter Filmkomponist ist. Sein feines Gespür für das richtige Maß und seine klangmalerischen Fähigkeiten lassen seine Musik, und das ist sie trotz aller Reduzierung und Klangmalerei, erhaben klingen.

Stets hängt eine gewisse Melancholie in der Luft. Sie bedrückt aber nicht, sie beruhigt vielmehr. Was Erik Nilsson hier mit Gitarren- und Piano-Loops, Samples, Effekten und Synthies anstellt, was er aus den wenigen, aber überlegt gewählten Zutaten macht, ist einfach gut. Hier ist ein kreativer Geist am Werk, der trotz intensiven Computereinsatzes nicht zum Programmierer geworden ist, sondern weiterhin Musiker bleiben möchte. Dies zeigt er zum Beispiel dadurch, dass er das abschließende Stück “Once, I Held You in My Arms Forever” als Indie-Rock ausklingen lässt.



Orientierungshilfe

The Imperfect Tense

Erik Nilsson lebt und arbeitet im Venedig des Nordens, Stockholm. Als Teenager stand er auf Grunge und gründete gleich eine eigene Band. Damit war es vorbei, als er einige Jahre später Björk hörte, von deren Art der Produktion er sofort fasziniert war. Sogleich machte er sich mit seiner digitalen Workstation an die Arbeit und sampelte, schnitt, layerte, was das Zeug hielt.

Nun, nach Jahren der Reife und Entwicklung hat er seinen Sound gefunden, der sich aus Elementen von Folk, Jazz, klassischer und zeitgenössischer experimenteller Musik zusammensetzt. Allerdings, was Erik Nilsson hier treibt, ist schon ungewöhnlich. Sicher haben zum Beispiel Brian Eno oder Daniel Lanois ähnliche Musik gemacht wie er, doch trägt Nilssons neues Album “The Imperfect Tense” eine schon sehr persönliche Note.

Einerseits ist seine Musik minimalistisch, andererseits tut sich dennoch einiges darin. Sie wirkt durchsichtig, ist aber aus mehreren Schichten zusammengesetzt und enthält viel Bewegung. Das eingesetzte akustische Instrumentarium, wie Klavier oder Gitarre, verschmilzt mit elektronischen Klängen, dennoch bleibt ein analoger Eindruck erhalten. Die Töne fließen dahin und gleichzeitig pulsiert die Musik fast durchgängig.

Wir sind tatsächlich erstaunt von Erik Nilsson und seiner Musik. Sie fasziniert und man möchte sie unbedingt bis zum Ende hören, weil man wissen will, wie sie weitergeht. Es verwundert in keiner Weise, dass Erik Nilsson ein gefragter Filmkomponist ist. Sein feines Gespür für das richtige Maß und seine klangmalerischen Fähigkeiten lassen seine Musik, und das ist sie trotz aller Reduzierung und Klangmalerei, erhaben klingen.

Stets hängt eine gewisse Melancholie in der Luft. Sie bedrückt aber nicht, sie beruhigt vielmehr. Was Erik Nilsson hier mit Gitarren- und Piano-Loops, Samples, Effekten und Synthies anstellt, was er aus den wenigen, aber überlegt gewählten Zutaten macht, ist einfach gut. Hier ist ein kreativer Geist am Werk, der trotz intensiven Computereinsatzes nicht zum Programmierer geworden ist, sondern weiterhin Musiker bleiben möchte. Dies zeigt er zum Beispiel dadurch, dass er das abschließende Stück “Once, I Held You in My Arms Forever” als Indie-Rock ausklingen lässt.



Text date: 2018-04-12  
Text: © Global Music Magazine  
Photo credits: © Hidden Shoal, Johan Bencker
Label: Hidden Shoal
Barcode: 840092365539
Duration: 00:51:16
Tracks: 7
Ident-Code: 13359/516/1



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