Duo Emilia Lajunen & Suvi Oskala
Piilokisa

Das ist schon echt verrückt, was die beiden Damen Emilia Lajunen und Suvi Oskala mit ihren Geigen anstellen. Sollte jemand ihr Debüt “Tyttörinki” von 2012 kennen, dann weiß er, wo die Klangreise hingeht. Aber das neue Album “Piilokisa” klingt noch eine Spur verwegener und kraftvoller als das Debüt.

Ganz kurz ein paar Erläuterungen zu Emilia Lajunen & Suvi Oskala. Beide gehören zur ersten Garde der finnischen Fiddlerinnen und sind für Kreativität und ungewönhliche Projekte bekannt. Emilia Lajunen ist zudem begeisterte Radfahrerin, die schon quer durch Europa geradelt ist oder 2015 eine CO2-freie Tournee durch Finnland mit Geige und Fahrrad durchgeführt hat. Emilia ist neben diesem Duo in weiteren Formationen tätig (oder tätig gewesen), wie Suo, Spontaani Vire und Juuri & Juuri. Suvi Oskala zeigt sich als umtriebige Musikerin, die in vielen Projekten beteiligt war und ist: Polka Chicks (mit Kukka Lehto und Teija Niku), Auvo Quartet, Unikko (mit Aili Ikonen, Milla Viljamaa und Juulia Salonen), Piia Kleemola & Co, Pelios sowie SO III. Dabei handelt es sich jeweils um “moderne” Folk-Bands, um Bands also, deren Absicht es ist, ihre heimatliche Musik fortzuentwickeln. Dass beide Künstlerinnen an ihren Instrumenten bestens ausgebildet sind, versteht sich in Finnland fast von selbst.

Die Stücke, die Emilia Lajunen & Suvi Oskala hier präsentieren, sind nicht ausschließlich traditionell, sondern wurden von Mikael Marin (von der schwedischen Folkband Väsen), Piia Kleemola und von Johanna Juhola geschrieben. Die Traditionals werden sehr eigen interpretiert.

“Als wir dieses Album aufgenommen haben, wollten wir einfach unsere Freude am Musikmachen vermitteln. Es geht um das Leben im Moment, was die Arbeit als Duo so lohnend macht und was uns viel Kraft verleiht.”

Diese Kraft meint man zu hören, denn wenngleich Duo Emilia Lajunen & Suvi Oskala auch fragil zu Werke gehen können, ist auf “Piilokisa” durchgängig eine Menge Energie und Leidenschaft zu spüren. Was daneben noch überrascht ist, dass dieses so “dünn” besetzte Instrumentalalbum zu keinem Moment langweilig wird. Ob es an der Virtuosität der beiden Musikerinnen liegt oder an den Kompositionen? Vermutlich an beidem.

Diese moderne, beschwingte und gehaltvolle Folkmusik wurde entsprechend natürlich aufgenommen, das heißt, ohne technische Spielereien. Diese “Unterstützung” haben Emilia Lajunen und Suvi Oskala auch gar nicht nötig. “Piilokisa” (dt. “versteckter Scherz”) gibt den Blick frei auf eine wunderbare, reduzierte Musik, die unverständlicherweise viel zu wenig Gehör findet.

Anhand der finnisch- und englischsprachigen Erläuterungen im Album-Cover erfährt man Hintergründiges zu den einzelnen Stücken.





Orientierungshilfe

Piilokisa

Das ist schon echt verrückt, was die beiden Damen Emilia Lajunen und Suvi Oskala mit ihren Geigen anstellen. Sollte jemand ihr Debüt “Tyttörinki” von 2012 kennen, dann weiß er, wo die Klangreise hingeht. Aber das neue Album “Piilokisa” klingt noch eine Spur verwegener und kraftvoller als das Debüt.

Ganz kurz ein paar Erläuterungen zu Emilia Lajunen & Suvi Oskala. Beide gehören zur ersten Garde der finnischen Fiddlerinnen und sind für Kreativität und ungewönhliche Projekte bekannt. Emilia Lajunen ist zudem begeisterte Radfahrerin, die schon quer durch Europa geradelt ist oder 2015 eine CO2-freie Tournee durch Finnland mit Geige und Fahrrad durchgeführt hat. Emilia ist neben diesem Duo in weiteren Formationen tätig (oder tätig gewesen), wie Suo, Spontaani Vire und Juuri & Juuri. Suvi Oskala zeigt sich als umtriebige Musikerin, die in vielen Projekten beteiligt war und ist: Polka Chicks (mit Kukka Lehto und Teija Niku), Auvo Quartet, Unikko (mit Aili Ikonen, Milla Viljamaa und Juulia Salonen), Piia Kleemola & Co, Pelios sowie SO III. Dabei handelt es sich jeweils um “moderne” Folk-Bands, um Bands also, deren Absicht es ist, ihre heimatliche Musik fortzuentwickeln. Dass beide Künstlerinnen an ihren Instrumenten bestens ausgebildet sind, versteht sich in Finnland fast von selbst.

Die Stücke, die Emilia Lajunen & Suvi Oskala hier präsentieren, sind nicht ausschließlich traditionell, sondern wurden von Mikael Marin (von der schwedischen Folkband Väsen), Piia Kleemola und von Johanna Juhola geschrieben. Die Traditionals werden sehr eigen interpretiert.

“Als wir dieses Album aufgenommen haben, wollten wir einfach unsere Freude am Musikmachen vermitteln. Es geht um das Leben im Moment, was die Arbeit als Duo so lohnend macht und was uns viel Kraft verleiht.”

Diese Kraft meint man zu hören, denn wenngleich Duo Emilia Lajunen & Suvi Oskala auch fragil zu Werke gehen können, ist auf “Piilokisa” durchgängig eine Menge Energie und Leidenschaft zu spüren. Was daneben noch überrascht ist, dass dieses so “dünn” besetzte Instrumentalalbum zu keinem Moment langweilig wird. Ob es an der Virtuosität der beiden Musikerinnen liegt oder an den Kompositionen? Vermutlich an beidem.

Diese moderne, beschwingte und gehaltvolle Folkmusik wurde entsprechend natürlich aufgenommen, das heißt, ohne technische Spielereien. Diese “Unterstützung” haben Emilia Lajunen und Suvi Oskala auch gar nicht nötig. “Piilokisa” (dt. “versteckter Scherz”) gibt den Blick frei auf eine wunderbare, reduzierte Musik, die unverständlicherweise viel zu wenig Gehör findet.

Anhand der finnisch- und englischsprachigen Erläuterungen im Album-Cover erfährt man Hintergründiges zu den einzelnen Stücken.





Text date: 2018-03-16  
Text: © Global Music Magazine  
Photo credits: © Nordic Notes, Jani Kivelä
Label: Nordic Notes
Label code: LC 14502
Distributor: Broken Silence
Barcode: 4251329501273
Catalogue No: NN106
Ident-Code: 13091/570/1



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