Chöying Drolma & Steve Tibbetts
Selwa

Ein Paar, wie es auf den ersten Blick ungleicher kaum sein könnte: Sie – eine tibetische Anhängerin des Vajrayaa-Buddhismus, die als herausragende Sängerin der Chö-Hymnen und hinduistischen Mantras in den Klöstern ihrer Heimat wirk t und zugleich weltweit auftritt. Es gelang ihr, ein weibliches Bewusstsein in den Buddhismus einzuführen: Mit der Nuns Welfare Foundation hat sie eine NGO auf die Beine gestellt, die sich um die religiöse und weltliche Erziehung junger Nonnen kümmert – und sie glaubt an die heilende Kraft der Stimme. Er – ein eigenwilliger Jazzgitarrist aus Minnesota, der seit Ende der 1970er seine experimentellen Saiteneskapaden mit verschrobenen Soundeffekten sowie Feldaufnahmen und perkussiven Sounds aus Afrika und Asien anreichert. Sieben davon hat er auf dem Münchner Label ECM veröffentlicht – seine Klanggemälde wurden in vielen Elogen von Magazinen wie Downbeat und Rolling Stone als „Dream music”, „multi-track sorcery” oder „cryptic beauty” betitelt.

1997 trafen sie erstmals in der Heimat Chöying Drolmas aufeinander und kreierten eine Symbiose zwischen der vokalen Spiritualität und mobiler Studiotechnik mit dem Album Chö . Sieben Jahre später ist die tibetische Himmalaya-Enklave Boudhanath in Nepal wiederum Schauplatz eines Treffens. Tibbetts bannte zunächst die Gesänge der Nonne, der er die Kapazität von «vier Lungen» bescheinigt, auf Computer. Zurück in Minnesota baute er mithilfe seines langjährigen Schlagwerkers Marc Anderson und des Produzenten Lee Townsend Architekturen voller Ambient-Gitarren, mächtiger Beats und tribaler Percussion um die Vokalspuren. Das Ergebnis trifft den Hörer wie ein leuchtender Pfeil: Mit stolzem, kristallklar v ibrierendem und weittragendem Stimmvolumen intoniert Chöying Drolma Anrufungen an Gottheiten und Gurus, Mandalas von machtvoller Würde und meditativer Innerlichkeit zugleich, umkleidet von Keyboards- und Gitarrenschichtungen wie Bergwänden. Weit dahinschweifendes, dann wieder intim sprechendes Saitenspiel, tribal pulsende Rhythmen bis asketisch eingebrachtes Schlaginstrumentarium – dies sind eher hilflose Worte für die Klänge, die da vom Dach der Welt ausgesandt wurden. Wer diese CD aufmerksam hört, fühlt sich in der Tat so, wie das Wort Selwa es verheißt: «wach», «rein» und «mit Licht erfüllt».

Tracks
1. Padmakara 1:19
2. Palden Rangjung 2:55
3. Vakritunda 4:14
4. Kyamdro Semkye 1:49
5. Gayatri 4:10
6. Song Of Realization 8:56
7. Yumchen Tukar 5:39
8. Mandala Offering 6:24
9. Chenrezi 3:24
10. Chendren 5:29
11. Je Lama 2:10

Orientierungshilfe

Selwa

Ein Paar, wie es auf den ersten Blick ungleicher kaum sein könnte: Sie – eine tibetische Anhängerin des Vajrayaa-Buddhismus, die als herausragende Sängerin der Chö-Hymnen und hinduistischen Mantras in den Klöstern ihrer Heimat wirk t und zugleich weltweit auftritt. Es gelang ihr, ein weibliches Bewusstsein in den Buddhismus einzuführen: Mit der Nuns Welfare Foundation hat sie eine NGO auf die Beine gestellt, die sich um die religiöse und weltliche Erziehung junger Nonnen kümmert – und sie glaubt an die heilende Kraft der Stimme. Er – ein eigenwilliger Jazzgitarrist aus Minnesota, der seit Ende der 1970er seine experimentellen Saiteneskapaden mit verschrobenen Soundeffekten sowie Feldaufnahmen und perkussiven Sounds aus Afrika und Asien anreichert. Sieben davon hat er auf dem Münchner Label ECM veröffentlicht – seine Klanggemälde wurden in vielen Elogen von Magazinen wie Downbeat und Rolling Stone als „Dream music”, „multi-track sorcery” oder „cryptic beauty” betitelt.

1997 trafen sie erstmals in der Heimat Chöying Drolmas aufeinander und kreierten eine Symbiose zwischen der vokalen Spiritualität und mobiler Studiotechnik mit dem Album Chö . Sieben Jahre später ist die tibetische Himmalaya-Enklave Boudhanath in Nepal wiederum Schauplatz eines Treffens. Tibbetts bannte zunächst die Gesänge der Nonne, der er die Kapazität von «vier Lungen» bescheinigt, auf Computer. Zurück in Minnesota baute er mithilfe seines langjährigen Schlagwerkers Marc Anderson und des Produzenten Lee Townsend Architekturen voller Ambient-Gitarren, mächtiger Beats und tribaler Percussion um die Vokalspuren. Das Ergebnis trifft den Hörer wie ein leuchtender Pfeil: Mit stolzem, kristallklar v ibrierendem und weittragendem Stimmvolumen intoniert Chöying Drolma Anrufungen an Gottheiten und Gurus, Mandalas von machtvoller Würde und meditativer Innerlichkeit zugleich, umkleidet von Keyboards- und Gitarrenschichtungen wie Bergwänden. Weit dahinschweifendes, dann wieder intim sprechendes Saitenspiel, tribal pulsende Rhythmen bis asketisch eingebrachtes Schlaginstrumentarium – dies sind eher hilflose Worte für die Klänge, die da vom Dach der Welt ausgesandt wurden. Wer diese CD aufmerksam hört, fühlt sich in der Tat so, wie das Wort Selwa es verheißt: «wach», «rein» und «mit Licht erfüllt».

Tracks
1. Padmakara 1:19
2. Palden Rangjung 2:55
3. Vakritunda 4:14
4. Kyamdro Semkye 1:49
5. Gayatri 4:10
6. Song Of Realization 8:56
7. Yumchen Tukar 5:39
8. Mandala Offering 6:24
9. Chenrezi 3:24
10. Chendren 5:29
11. Je Lama 2:10

Text date: 2006-01-06  
Text: © Exil/Six Degrees  
Distributor: Indigo Musikproduktion + Vertrieb GmbH
Ident-Code: 600/1089/1


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