Ayreon
Ayreon Universe – Best of Ayreon live

Man kann es sich eigentlich nur als schrecklich vorstellen, wenn ein Musiker unter krankhaftem Lampenfieber und daraus resultierenden Panikattacken leidet. Der Niederländer Arjen Anthony Lucassen versucht seiner grauenvollen Angst vor Konzerten dadurch zu entgehen, dass er sie meidet. Was zur Folge hat, dass Konzerte von ihm eine absolute Rarität sind.

Wohl aus diesem Grund hat sich Arjen Anthony Lucassen, der seine Musik unter dem Pseudonym Ayreon unter die Leute bringt, dazu entschlossen, nun einen Mitschnitt mit den Highlights der Konzerte, die er mit schlotternden Knien im September letzten Jahres an drei aufeinander folgenden Abenden in Tilburg gab, zu veröffentlichen. Quasi als Wiedergutmachung für seine Bühnenabstinenz.

Wenn schon, denn schon, war dabei wohl die Devise. Denn bei den “Ayreon Universe – Best of Ayreon live”-Konzerten wurde an nichts gespart. 30 Kameras liefen allabendlich im 013 Poppodium, als Arjen Lucassen gemeinsam mit zwei Dutzend prominenten Gastmusikern zur Sache kam. Als Sängerinnen und Sänger waren mit von der Partie: Floor Jansen und Marco Hietala (Nightwish), Damian Wilson (Threshold), Hansi Kürsch (Blind Guardian), Tommy Karevik (Kamelot), Anneke van Giersbergen (The Gentle Storm), Jonas Renkse (Katatonia), Mike Mills (Toehider), Marcela Bovio (Stream of Passion), Irene Jansen und Jay van Feggelen (Ayreon), Robert Soeterboek (Star One), John Jaycee Cuijpers (Praying Mantis), Edward Reekers (Kayak), Maggy Luyten (Nightmare) und Lisette van den Berg (Scarlet Stories). Die Band setzte sich neben Lucassen selbst aus Ed Warby (Drums), Johan van Stratum (Bass), Marcel Coenen (Leadgitarre), Ferry Duijsens (Gitarre) und Joost van den Broek (Keyboards) zusammen, hinzu kamen noch Ben Mathot (Geige), Jeroen Goossens (Flöte, Holzbläser) sowie Maaike Peterse (Cello).

Die Konzerte dauerten jeweils mehr als zwei Stunden, zum Besten gegeben wurden währenddessen Stücke aus sämtlichen Ayreon-Alben, vom aktuellen “The Source”, über “The Theory of Everything” (2013), “01011001” (2008), “The Human Equation” (2004), “Universal Migrator Part 1” und “…Part 2” (2000), “Into the Electric Castle” (1998) und “Actual Fantasy” (1996), bis zurück zum 1995er-Debüt “The Final Experiment”. Projektionen auf einen riesigen HD-Bildschirm, der im Hintergrund die gesamte Bühnenbreite einnahm, untermalten das Ganze sehr effektvoll. Zwei Jahre hatten die Vorbereitungen für die hier festgehaltenen Konzerte gedauert.

Wer nicht dabei war, kann sich den Mitschnitt der Tilburg-Konzerte als Dreifach-LP (mit beigelegtem Download-Code), als Doppel-CD und Doppel-DVD sowie als Blue-ray und als Fünf-CD-Earbook nun nach Hause holen. Mehr als zwei Stunden Material werden hier geboten, die trotz dieser Überlänge nicht langweilig werden. An den obligatorischen Schnulzen gibt es nur wenige. Auch der symphonische Bombast hält sich in angenehmen Grenzen, sodass hier tatsächlich harter Rock bzw. Metal geboten wird, wenn auch reich an Melodien, Ideen und Stimmungen.

Trotz der vielen Gäste und trotz der großen Zeitspanne, während der die dargebotenen Nummern entstanden sind, zerfällt das Konzert nicht in Einzelstücke. Die kompositorische Handschrift von Lucassen ist dafür zu klar. So entwickelt sich “Ayreon Universe – Best of Ayreon live” zu einem Fest für Freunde von Progressive Rock und Progressive Metal.





Orientierungshilfe

Ayreon Universe – Best of Ayreon live

Man kann es sich eigentlich nur als schrecklich vorstellen, wenn ein Musiker unter krankhaftem Lampenfieber und daraus resultierenden Panikattacken leidet. Der Niederländer Arjen Anthony Lucassen versucht seiner grauenvollen Angst vor Konzerten dadurch zu entgehen, dass er sie meidet. Was zur Folge hat, dass Konzerte von ihm eine absolute Rarität sind.

Wohl aus diesem Grund hat sich Arjen Anthony Lucassen, der seine Musik unter dem Pseudonym Ayreon unter die Leute bringt, dazu entschlossen, nun einen Mitschnitt mit den Highlights der Konzerte, die er mit schlotternden Knien im September letzten Jahres an drei aufeinander folgenden Abenden in Tilburg gab, zu veröffentlichen. Quasi als Wiedergutmachung für seine Bühnenabstinenz.

Wenn schon, denn schon, war dabei wohl die Devise. Denn bei den “Ayreon Universe – Best of Ayreon live”-Konzerten wurde an nichts gespart. 30 Kameras liefen allabendlich im 013 Poppodium, als Arjen Lucassen gemeinsam mit zwei Dutzend prominenten Gastmusikern zur Sache kam. Als Sängerinnen und Sänger waren mit von der Partie: Floor Jansen und Marco Hietala (Nightwish), Damian Wilson (Threshold), Hansi Kürsch (Blind Guardian), Tommy Karevik (Kamelot), Anneke van Giersbergen (The Gentle Storm), Jonas Renkse (Katatonia), Mike Mills (Toehider), Marcela Bovio (Stream of Passion), Irene Jansen und Jay van Feggelen (Ayreon), Robert Soeterboek (Star One), John Jaycee Cuijpers (Praying Mantis), Edward Reekers (Kayak), Maggy Luyten (Nightmare) und Lisette van den Berg (Scarlet Stories). Die Band setzte sich neben Lucassen selbst aus Ed Warby (Drums), Johan van Stratum (Bass), Marcel Coenen (Leadgitarre), Ferry Duijsens (Gitarre) und Joost van den Broek (Keyboards) zusammen, hinzu kamen noch Ben Mathot (Geige), Jeroen Goossens (Flöte, Holzbläser) sowie Maaike Peterse (Cello).

Die Konzerte dauerten jeweils mehr als zwei Stunden, zum Besten gegeben wurden währenddessen Stücke aus sämtlichen Ayreon-Alben, vom aktuellen “The Source”, über “The Theory of Everything” (2013), “01011001” (2008), “The Human Equation” (2004), “Universal Migrator Part 1” und “…Part 2” (2000), “Into the Electric Castle” (1998) und “Actual Fantasy” (1996), bis zurück zum 1995er-Debüt “The Final Experiment”. Projektionen auf einen riesigen HD-Bildschirm, der im Hintergrund die gesamte Bühnenbreite einnahm, untermalten das Ganze sehr effektvoll. Zwei Jahre hatten die Vorbereitungen für die hier festgehaltenen Konzerte gedauert.

Wer nicht dabei war, kann sich den Mitschnitt der Tilburg-Konzerte als Dreifach-LP (mit beigelegtem Download-Code), als Doppel-CD und Doppel-DVD sowie als Blue-ray und als Fünf-CD-Earbook nun nach Hause holen. Mehr als zwei Stunden Material werden hier geboten, die trotz dieser Überlänge nicht langweilig werden. An den obligatorischen Schnulzen gibt es nur wenige. Auch der symphonische Bombast hält sich in angenehmen Grenzen, sodass hier tatsächlich harter Rock bzw. Metal geboten wird, wenn auch reich an Melodien, Ideen und Stimmungen.

Trotz der vielen Gäste und trotz der großen Zeitspanne, während der die dargebotenen Nummern entstanden sind, zerfällt das Konzert nicht in Einzelstücke. Die kompositorische Handschrift von Lucassen ist dafür zu klar. So entwickelt sich “Ayreon Universe – Best of Ayreon live” zu einem Fest für Freunde von Progressive Rock und Progressive Metal.





Text date: 2018-03-26  
Text: © Global Music Magazine  
Photo credits: © Mascot Label Group
Label: Mascot Label Group
Label code: LC 03090
Duration: 02:02:55
Tracks: 28
Format: 3xVinyl, 2xCD, 2xDVD, BluRay, Fünf-CD-Earbook
Ident-Code: 13195/480/1



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