Ash Gray
Chickenwire

Mit Künstlern wie Ash Gray fällt es einem leicht, sich als Country-Fan zu outen. Ansonsten wird man oft mitleidig belächelt, da sich vieles, was als Country bezeichnet wird, auf dem gleichen Niveau wie unser heimischer Schlager bewegt.

Nun beweisen wir mit dem neuen Album “Chickenwire” des Texaners Ash Gray, welch wunderbare und moderne Musik Country sein kann. Es ist sein zweites Soloalbum. Sein erstes hieß “Once I Got Burned” und erschien 2013. Dabei lebt Ash Gray nicht im Country-Mutterland USA, sondern im englischen Sheffield. Naja, vielleicht ist sein Country ja genau aus diesem Grund so anders.

Gray wurde in Pittsburgh geboren, wuchs jedoch in Austin auf, einer Stadt mit großartiger Musiktradition und einer lebendigen Musikszene. Dort gründete er verschiedene Bands, u.a. die Self-Rightous-Brothers, mit denen er nach London kam und in der dortigen Alternative-Country-Szene Fuß fasste. Nach vielen Reisen zwischen den USA und England, entschied er sich, zu seinen familiären Wurzeln zurückzukehren und ließ sich in Sheffield nieder. Dort gründet er seine Band, The Burners.

Für “Chickenwire” holte Gray alte Kumpane aus Austin dazu, um der Musik mehr Americana einzuhauchen. Offensichtlich befand er sie als zu englisch geprägt. Wir kennen nur das Endergebnis und das ist eine Musik, die mit Country unzureichend beschrieben ist. Es ist vielmehr Grays eigene musikalische Sprache, in der sich zwar Country-Elemente finden und dadurch mehr oder weniger stark danach klingen. Doch Gray war offenbar so vielen verschiedenen Einflüssen ausgesetzt, dass manche Titel nur durch die Instrumentierung Country- oder Bluegrass-Flair vermitteln. Kompositorisch jedoch, treibt es ihn in viele Richtungen.

Ash Gray gehört eindeutig in die Alternative-Country-Ecke. Wie viele andere, die sich hier tummeln, scheut er nicht davor zurück, auch mal “klassisch” zu klingen, doch meist zeigt er sich respektlos den Traditionen gegenüber. Dabei ist er zwar nicht so rebellisch, wie etwa der große Steve Earle, dennoch, er gehört wie gesagt in diese Ecke. Die frühen Earle-Alben vor “Copperhead Road” könnte man als Vergleich heranziehen.

“Chickenwire” sammelt Pluspunkte vor allem beim Songwriting, bei der interessanten, meist akustisch geprägten Instrumentierung und bei der Stimme. Minuspunkte heimst Ash Gray bei uns keine ein.



Orientierungshilfe

Chickenwire

Mit Künstlern wie Ash Gray fällt es einem leicht, sich als Country-Fan zu outen. Ansonsten wird man oft mitleidig belächelt, da sich vieles, was als Country bezeichnet wird, auf dem gleichen Niveau wie unser heimischer Schlager bewegt.

Nun beweisen wir mit dem neuen Album “Chickenwire” des Texaners Ash Gray, welch wunderbare und moderne Musik Country sein kann. Es ist sein zweites Soloalbum. Sein erstes hieß “Once I Got Burned” und erschien 2013. Dabei lebt Ash Gray nicht im Country-Mutterland USA, sondern im englischen Sheffield. Naja, vielleicht ist sein Country ja genau aus diesem Grund so anders.

Gray wurde in Pittsburgh geboren, wuchs jedoch in Austin auf, einer Stadt mit großartiger Musiktradition und einer lebendigen Musikszene. Dort gründete er verschiedene Bands, u.a. die Self-Rightous-Brothers, mit denen er nach London kam und in der dortigen Alternative-Country-Szene Fuß fasste. Nach vielen Reisen zwischen den USA und England, entschied er sich, zu seinen familiären Wurzeln zurückzukehren und ließ sich in Sheffield nieder. Dort gründet er seine Band, The Burners.

Für “Chickenwire” holte Gray alte Kumpane aus Austin dazu, um der Musik mehr Americana einzuhauchen. Offensichtlich befand er sie als zu englisch geprägt. Wir kennen nur das Endergebnis und das ist eine Musik, die mit Country unzureichend beschrieben ist. Es ist vielmehr Grays eigene musikalische Sprache, in der sich zwar Country-Elemente finden und dadurch mehr oder weniger stark danach klingen. Doch Gray war offenbar so vielen verschiedenen Einflüssen ausgesetzt, dass manche Titel nur durch die Instrumentierung Country- oder Bluegrass-Flair vermitteln. Kompositorisch jedoch, treibt es ihn in viele Richtungen.

Ash Gray gehört eindeutig in die Alternative-Country-Ecke. Wie viele andere, die sich hier tummeln, scheut er nicht davor zurück, auch mal “klassisch” zu klingen, doch meist zeigt er sich respektlos den Traditionen gegenüber. Dabei ist er zwar nicht so rebellisch, wie etwa der große Steve Earle, dennoch, er gehört wie gesagt in diese Ecke. Die frühen Earle-Alben vor “Copperhead Road” könnte man als Vergleich heranziehen.

“Chickenwire” sammelt Pluspunkte vor allem beim Songwriting, bei der interessanten, meist akustisch geprägten Instrumentierung und bei der Stimme. Minuspunkte heimst Ash Gray bei uns keine ein.



Text date: 2018-01-26  
Text: © Global Music Magazine  
Photo credits: © Mal Whichelow, Labelship
Label: Labelship
Label code: LC 25628
Distributor: Broken Silence
Producer: Ash Gray, Chris Smith
Duration: 00:39:51
Tracks: 10
Format: CD, LP, digital
Ident-Code: 12738/644/1


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