Aallotar
Ameriikan Laulu

Zwischen Finnland und dem US-Bundesstaat Minnesota liegt eine Entfernung von fast 7000 km, dennoch haben Sara Pajunen (in Minnesota, USA geboren) und Teija Niku (in Finnland geboren) für ihr zweites gemeinsames Album “Ameriikan Laulu” erneut zusammengefunden. Die Vorfahren der beiden Musikerinnen lebten allerdings nur einige Kilometer im Westen Finnlands voneinander entfernt, sprachen dieselbe Sprache, spielten dieselbe Musik.

Die Vorfahren Sara Pajunens wanderten gegen Ende des 19. Jahrhunderts in die USA aus. Auch die Familie Teija Nikus emigrierte kurzzeitig dorthin. Kein Wunder, dass das Thema Auswanderung denn auch auf dem neuen Album “Ameriikan Laulu” eine bedeutende Rolle spielt. So ist z.B. das Titellied Teijas Großmutter gewidmet, die als 16-Jährige die Heimat alleine auf sich gestellt in Richtung USA verließ. Das bedeutete zur damaligen Zeit eine anstrengende mehrwöchige Reise zu Fuß, mit der Bahn und mit dem Segelschiff.

Sara Pajunen verbrachte zwischenzeitlich einige Jahre in Helsinki, wo sie Teija Niku kennenlernte. Nachdem sich Sara Pajunen und Teija Niku 2011 auf dem FinnFest in San Diego abermals über den Weg liefen, entwickelten sie allmählich die Ideen für ein gemeinsames Album. Daraus wurde Aallotar und 2014 das Debütalbum “In Transit”.

Bereits auf “In Transit” zeigte sich, wo die musikalische Reise hingehen sollte. Frisch, frei und mit vielen eigenen Ideen angereichert, erwecken Aallotar die musikalische Tradition Westfinnlands zu neuem Leben. Dieser Eindruck verstärkt sich auf “Ameriikan Laulu”. Beide Musikerinnen überzeugen mit absoluter Könnerschaft auf ihrem Instrument. Das große Selbstbewusstsein von Sara Pajunen und Teija Niku ist beinahe greifbar, dennoch treten sie zumeist verhalten musikalisch in Erscheinung. Es sind die kleinen Details und die verspielten Melodiebögen, die so unglaublich souverän umgesetzt werden und den großen Reiz ihrer Musik darstellen. Auch im Bereich des Gesangs konnten Aallotar uns begeistern.

Wenngleich hier finnische Folkmusik geboten wird, ist diese stark von den Lebenserfahrungen der beiden Frauen und ihren Familien diesseits und jenseits des Atlantiks beeinflusst. Gleichsam eine musikalische Aufarbeitung der Familiengeschichte. Wenn diese zu einem so wunderbaren Album führt, darf man wohl von geglückter Aufarbeitung sprechen.

Der Bandname Aallotar stammt übrigens von einer Figur aus dem finnischen Nationalepos “Kalevala”. Dem Album ist ein Heft beigelegt, das Texte und Erläuterungen zu den Stücken enthält.





Orientierungshilfe

Ameriikan Laulu

Zwischen Finnland und dem US-Bundesstaat Minnesota liegt eine Entfernung von fast 7000 km, dennoch haben Sara Pajunen (in Minnesota, USA geboren) und Teija Niku (in Finnland geboren) für ihr zweites gemeinsames Album “Ameriikan Laulu” erneut zusammengefunden. Die Vorfahren der beiden Musikerinnen lebten allerdings nur einige Kilometer im Westen Finnlands voneinander entfernt, sprachen dieselbe Sprache, spielten dieselbe Musik.

Die Vorfahren Sara Pajunens wanderten gegen Ende des 19. Jahrhunderts in die USA aus. Auch die Familie Teija Nikus emigrierte kurzzeitig dorthin. Kein Wunder, dass das Thema Auswanderung denn auch auf dem neuen Album “Ameriikan Laulu” eine bedeutende Rolle spielt. So ist z.B. das Titellied Teijas Großmutter gewidmet, die als 16-Jährige die Heimat alleine auf sich gestellt in Richtung USA verließ. Das bedeutete zur damaligen Zeit eine anstrengende mehrwöchige Reise zu Fuß, mit der Bahn und mit dem Segelschiff.

Sara Pajunen verbrachte zwischenzeitlich einige Jahre in Helsinki, wo sie Teija Niku kennenlernte. Nachdem sich Sara Pajunen und Teija Niku 2011 auf dem FinnFest in San Diego abermals über den Weg liefen, entwickelten sie allmählich die Ideen für ein gemeinsames Album. Daraus wurde Aallotar und 2014 das Debütalbum “In Transit”.

Bereits auf “In Transit” zeigte sich, wo die musikalische Reise hingehen sollte. Frisch, frei und mit vielen eigenen Ideen angereichert, erwecken Aallotar die musikalische Tradition Westfinnlands zu neuem Leben. Dieser Eindruck verstärkt sich auf “Ameriikan Laulu”. Beide Musikerinnen überzeugen mit absoluter Könnerschaft auf ihrem Instrument. Das große Selbstbewusstsein von Sara Pajunen und Teija Niku ist beinahe greifbar, dennoch treten sie zumeist verhalten musikalisch in Erscheinung. Es sind die kleinen Details und die verspielten Melodiebögen, die so unglaublich souverän umgesetzt werden und den großen Reiz ihrer Musik darstellen. Auch im Bereich des Gesangs konnten Aallotar uns begeistern.

Wenngleich hier finnische Folkmusik geboten wird, ist diese stark von den Lebenserfahrungen der beiden Frauen und ihren Familien diesseits und jenseits des Atlantiks beeinflusst. Gleichsam eine musikalische Aufarbeitung der Familiengeschichte. Wenn diese zu einem so wunderbaren Album führt, darf man wohl von geglückter Aufarbeitung sprechen.

Der Bandname Aallotar stammt übrigens von einer Figur aus dem finnischen Nationalepos “Kalevala”. Dem Album ist ein Heft beigelegt, das Texte und Erläuterungen zu den Stücken enthält.





Text date: 2018-07-26  
Text: © Global Music Magazine  
Photo credits: © Aallotar/Kelly Davidson
Label: Nordic Notes
Label code: LC 14502
Distributor: Brokensilence
Producer: Aallotar
Barcode: 4251329501327
Duration: 00:35:59
Tracks: 8
Catalogue No: NN111
Ident-Code: 13829/715/1



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