Zapf'nstreich
MMIX

Rudi Zapf erhielt seinen ersten Hackbrettunterricht mit 6 Jahren. Seit seinem Musikstudium (1977-1983) mit Hackbrett, Knopfakkordeon und Horn spielte er mit verschiedenen Musik- und Kabarettgruppen (Die Guglhupfa, Die Meiers, Bavario, Never Been There). Unzählige Auftritte in der bayerischen Kleinkunst- und Kabarettszene sowie Konzerte zwischen Schlachthof, Tollwood und Gasteig machten ihn bekannt. 1985 erhielt er den Förderpreis der Stadt München und 1989 den Preis der deutschen Schallplattenkritik. Tourneen führten ihn quer durch Deutschland, nach Österreich, in die Schweiz und über den Weißwurst-Äquator nach West- und Ostafrika, Süd- und Mittelamerika, Marokko, Tunesien, Italien, Frankreich, Spanien, Portugal, Tschechien, Slowakei, Litauen, Lettland, Estland, Indien, Weißrussland, Finnland und China. Rund 25 CD-Aufnahmen erschienen mit Volksmusik, Klassik, Weltmusik, Kleinkunst und Kabarett. Seit 1989 organisiert er auch das internationale Hackbrettfestival in München.

Das wäre in Kürze die Biografie eines der wichtigsten “Kleinkünstlers” Deutschlands. Mit seiner Arbeit hat er bedeutend dazu beigetragen, dass die bayerische Volksmusik dem volkstümelnden Wirtshaus-Milieu entkommen konnte. Ebenso hat er sein Hauptinstrument, das Hackbrett, in die E-Musik eingeführt. Sein neues Album zeigt sein Ensemble “Zapf’nstreich” abermals in Bestform. Verschiedene Stile interpretieren sie auf ihre ganz persönliche Art und Weise. Dass Rudi Zapf mit seinen Instrumenten, Hackbrett und Akkordeon, häufig im Mittelpunkt steht, ist klar, doch ist “MMIX” kein Solotrip Zapfs. Wie bei “Zapf’nstreich” üblich, muss man sich auf Ungewöhnliches einstellen. “Afra Polka” etwa, beginnt etwas gespenstisch, mutiert aber im weiteren Verlauf zu einem stilistischen Mix, der ganz schön abgeht, eine Polka eben. Auch die etwas andere Interpretation eines Landlers “Alegría y Landler” kann als Beispiel herangezogen werden.

Nicht nur Rudi Zapf präsentiert sich auf dem neuen Album als exzellenter Musiker. Auch seine musikalischen Begleiter, Hugo Siegmeth, Andreas Seifinger und Harry Scharf stehen ihm keineswegs nach. Durch den Einsatz der vielen verschiedenen Instrumente entsteht ein bunter Klangteppich, der das Hören des Albums sehr spannend macht. Insgesamt gesehen, ist dem Quartett abermals eine sehr gute Veröffentlichung gelungen. Besonders wohltuend ist die Tatsache, dass bei “Zapf’nstreich” nicht auf ausgetretenen Pfaden gewandert wird, sondern die Suche nach neuen Klängen im Vordergrund steht. Im Laufe der Zeit ist dadurch ein eigener, für Rudi Zapf typischer Stil entstanden, dessen Beschreibung schwer fällt, weil er in keine Schublade passt. Doch was gibt es Schöneres für einen echten Musikfreund, als ein Album in Händen zu halten, das staunen lässt und Fragen aufwirft? Empfehlung!

Tracks:
1 Pictures of Cuba
2 Afra Polka
3 Alegría y Landler
4 Morenita do Brazil
5 Gerakina
6 Las Perlitas
7 Trandafirul
8 Bayrisch Sirba
9 Walzer Wiener Art
10 Fiselekh, fiselekh
11 Bean Bhan
12 Pinocchio
13 Skywalk

Besetzung:
Rudi Zapf – Hackbrett, Knopfakkordoen, Steirische Harmonika, Vibrandoneon
Hugo Siegmeth – Sopran- und Baritonsaxophon, Querflöte, Bassklarinette
Andreas Seifinger – Akustik-Gitarre, Elektrik-Gitarre
Harry Scharf – Kontrabass

Orientierungshilfe

MMIX

Rudi Zapf erhielt seinen ersten Hackbrettunterricht mit 6 Jahren. Seit seinem Musikstudium (1977-1983) mit Hackbrett, Knopfakkordeon und Horn spielte er mit verschiedenen Musik- und Kabarettgruppen (Die Guglhupfa, Die Meiers, Bavario, Never Been There). Unzählige Auftritte in der bayerischen Kleinkunst- und Kabarettszene sowie Konzerte zwischen Schlachthof, Tollwood und Gasteig machten ihn bekannt. 1985 erhielt er den Förderpreis der Stadt München und 1989 den Preis der deutschen Schallplattenkritik. Tourneen führten ihn quer durch Deutschland, nach Österreich, in die Schweiz und über den Weißwurst-Äquator nach West- und Ostafrika, Süd- und Mittelamerika, Marokko, Tunesien, Italien, Frankreich, Spanien, Portugal, Tschechien, Slowakei, Litauen, Lettland, Estland, Indien, Weißrussland, Finnland und China. Rund 25 CD-Aufnahmen erschienen mit Volksmusik, Klassik, Weltmusik, Kleinkunst und Kabarett. Seit 1989 organisiert er auch das internationale Hackbrettfestival in München.

Das wäre in Kürze die Biografie eines der wichtigsten “Kleinkünstlers” Deutschlands. Mit seiner Arbeit hat er bedeutend dazu beigetragen, dass die bayerische Volksmusik dem volkstümelnden Wirtshaus-Milieu entkommen konnte. Ebenso hat er sein Hauptinstrument, das Hackbrett, in die E-Musik eingeführt. Sein neues Album zeigt sein Ensemble “Zapf’nstreich” abermals in Bestform. Verschiedene Stile interpretieren sie auf ihre ganz persönliche Art und Weise. Dass Rudi Zapf mit seinen Instrumenten, Hackbrett und Akkordeon, häufig im Mittelpunkt steht, ist klar, doch ist “MMIX” kein Solotrip Zapfs. Wie bei “Zapf’nstreich” üblich, muss man sich auf Ungewöhnliches einstellen. “Afra Polka” etwa, beginnt etwas gespenstisch, mutiert aber im weiteren Verlauf zu einem stilistischen Mix, der ganz schön abgeht, eine Polka eben. Auch die etwas andere Interpretation eines Landlers “Alegría y Landler” kann als Beispiel herangezogen werden.

Nicht nur Rudi Zapf präsentiert sich auf dem neuen Album als exzellenter Musiker. Auch seine musikalischen Begleiter, Hugo Siegmeth, Andreas Seifinger und Harry Scharf stehen ihm keineswegs nach. Durch den Einsatz der vielen verschiedenen Instrumente entsteht ein bunter Klangteppich, der das Hören des Albums sehr spannend macht. Insgesamt gesehen, ist dem Quartett abermals eine sehr gute Veröffentlichung gelungen. Besonders wohltuend ist die Tatsache, dass bei “Zapf’nstreich” nicht auf ausgetretenen Pfaden gewandert wird, sondern die Suche nach neuen Klängen im Vordergrund steht. Im Laufe der Zeit ist dadurch ein eigener, für Rudi Zapf typischer Stil entstanden, dessen Beschreibung schwer fällt, weil er in keine Schublade passt. Doch was gibt es Schöneres für einen echten Musikfreund, als ein Album in Händen zu halten, das staunen lässt und Fragen aufwirft? Empfehlung!

Tracks:
1 Pictures of Cuba
2 Afra Polka
3 Alegría y Landler
4 Morenita do Brazil
5 Gerakina
6 Las Perlitas
7 Trandafirul
8 Bayrisch Sirba
9 Walzer Wiener Art
10 Fiselekh, fiselekh
11 Bean Bhan
12 Pinocchio
13 Skywalk

Besetzung:
Rudi Zapf – Hackbrett, Knopfakkordoen, Steirische Harmonika, Vibrandoneon
Hugo Siegmeth – Sopran- und Baritonsaxophon, Querflöte, Bassklarinette
Andreas Seifinger – Akustik-Gitarre, Elektrik-Gitarre
Harry Scharf – Kontrabass

Textdatum: 2010-02-14  
Textrechte:
© Global Music Magazine  
Tracks: 13
Format: CD
Ident-Code: 3345/1360/1


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