Youssou N'Dour
Rokku Mi Rokka

Der vermutlich erfolgreichste afrikanische Musiker meldet sich mit einem grandiosen Album zurück. Youssou N’Dour hat mit “Rokku Mi Rokka” endlich und zu unserer großen Freude zu alter Form zurück gefunden. Keine poppige Unterhaltungsmusik mehr, sondern Musik zum Hinhören.

Schon mit “Nothing’s In Vain” (2002) begann Youssou N’Dour, sich seiner musikalischen Heimat zu besinnen und setzte diese Rückbesinnung auf “Egypt” (2004) fort. Doch den größten Schritt wieder weg vom Mainstream und hin zu den Traditionen des Senegal, hat der “Botschafter des Mbalax” mit seinem neuen Alben getan. Traditionelle Rhythmen und traditionelles Instrumentarium wie Kora, Riti und Balafon, begleiten den Hörer auf eine musikalische Reise in die Heimat N’Dours. “Die Musik und die Inspiration für dieses Album kommen aus dem Norden, aus der Wüste, aus jenen Regionen des Senegals, die an Mali und Mauretanien angrenzen. Sowohl die Bewohner dieser Länder, als auch die Menschen aus Zentral-Senegal können diese Musik verstehen”, so der 1959 in Dakar geborene Youssou N’Dour. Das heißt in der Umkehrung, dass westliche Hörer vielleicht etwas schwerer Zugang zu dieser Musik finden werden. Doch genau dieser Umstand macht das Album zu einem seiner besten. Die Musik biedert sich nicht an, man muss sich etwas Zeit lassen, um die ganze schlichte Schönheit dieser Musik zu erfassen.

Seit 25 Jahren lotet Youssou N’Dour die Möglichkeiten afrikanischer Musik aus und hat dabei viel für ihren guten Ruf getan. Dieses Bestreben ist ganz deutlich auf “Rokku Mi Rokka” zu hören. Hat er sich in der Vergangenheit meist auf den Mbalax konzentriert, so weitet er das musikalische Spektrum um weitere im Senegal vertretene Stile aus. Hierzu ein Zitat von Youssou N’Dour: “Manche Leute denken, das die Senegalesische Musik automatisch Mbalax meint, ein Begriff aus dem Wolof, der wichtigsten Sprache im Senegal, die jeder spricht. Aber dies ist nicht der einzige Musikstil ist, den wir haben. Es gibt eine Vielzahl an Rhythmen und Klängen, und als ich begann, dieses Album zu schreiben, wollte ich verschiedene Einflüsse verwenden. So wird man ein bißchen Blues auf Rokku Mi Rokka hören, ein bißchen Reggae und ein bißchen kubanische Musik. In Afrika lieben wir diese Genres, denn wir hören die Rhythmen und fühlen, dass es unsere sind, die Afrika aber vor langer Zeit mit den Sklaven verlassen haben. Rokku Mi Rokka heißt: ‘Gibst du mir etwas, geb ich dir etwas’, und das ist zugleich die Botschaft des Albums: wir haben viel von der hochentwickelten Welt bekommen, aber denkt dran, dass wir auch viel gegeben haben.”

Die Aufnahmen für das Album fanden 2006 in den Xippi-Studios in Dakar statt. Dort wurden 20 Songs auf Band bzw Festplatte gebannt, woraus dann letztendlich die 11 Stücke für das Album ausgewählt wurden. Die Probleme dabei beschreibt N’Dour so: “Es ist etwas verrückt. Die Afrikaner lieben den Sound moderner Keyboards und anderer Instrumente, aber der Rest der Welt möchte traditionelle afrikanische Instrumente hören. Die Afrikaner hören gar nicht erst hin, wenn wir nicht moderne Instrumente benutzen. Das einzige was beide verbindet, ist mein Gesang. Ich musste die Songs also dementsprechend zusammenstellen. Es ging nicht um Verkaufszahlen, sondern darum, beide Teile meines Publikums zufrieden zu stellen.”

Die musikalische Faszination von “Rokku Mi Rokka” dürfte weit über die Region hinausgehen, denn in der Tat ist die Senegalesische Musik den europäischen Hörgewohnheiten mittlerweile nicht mehr ganz fremd. “Rokku Mi Rokka” enthält eine ganze Reihe hervorragender Songs. Youssou N’Dour gelingt der Spagat zwischen Tradition und Moderne auf’s Beste. So z.B. im Stück “Wake Up”, das als Single ausgekoppelt wird und bei dem Neneh Cherry (“Seven Seconds”) als Rapperin zu hören ist. Es zeigt, wie hervorragend die Verbindung von westlicher Popmusik und traditionellen Harmonien der Senegalesischen Musik funktioniert. Aber es ist natürlich die faszinierende Welt Afrikas und des Senegals im Besonderen, die den speziellen Reiz des Albums ausmacht.

Als Musiker sind eine ganze Reihe großer und zum Teil von früheren Alben her bekannter Namen vertreten: Bah Mody, Bassekou Kouyaté (Ngoni), Ousmane Kangue, Balla Sidibe und Rudy Gomis (beide vom Orchester Baobab), die Band “Super Etoile”, Habib Faye (Bass), Babacar Faye (Percussions) und Papa Oumar Ngom (Gitarre).

In “Rokku Mi Rokka” offenbart sich die die vielfältige Schönheit senegalesischer Musik. Hoffen wir, dass Youssou N’Dour bald wieder für eine Tour nach Europa kommt.

Tracks:
1. 4-4-44 3:38
2. Pullo Ardo 4:00
3. Sama Gàmmu 3:58
4. Bàjjan 4:06
5. Baay Faal 4:47
6. Sportif 3:26
7. Tukki 4:10
8. Létt Ma 4:42
9. Dabbaax 5:11
10. Xel 4:52
11. Wake Up 3:57

Orientierungshilfe

Rokku Mi Rokka

Der vermutlich erfolgreichste afrikanische Musiker meldet sich mit einem grandiosen Album zurück. Youssou N’Dour hat mit “Rokku Mi Rokka” endlich und zu unserer großen Freude zu alter Form zurück gefunden. Keine poppige Unterhaltungsmusik mehr, sondern Musik zum Hinhören.

Schon mit “Nothing’s In Vain” (2002) begann Youssou N’Dour, sich seiner musikalischen Heimat zu besinnen und setzte diese Rückbesinnung auf “Egypt” (2004) fort. Doch den größten Schritt wieder weg vom Mainstream und hin zu den Traditionen des Senegal, hat der “Botschafter des Mbalax” mit seinem neuen Alben getan. Traditionelle Rhythmen und traditionelles Instrumentarium wie Kora, Riti und Balafon, begleiten den Hörer auf eine musikalische Reise in die Heimat N’Dours. “Die Musik und die Inspiration für dieses Album kommen aus dem Norden, aus der Wüste, aus jenen Regionen des Senegals, die an Mali und Mauretanien angrenzen. Sowohl die Bewohner dieser Länder, als auch die Menschen aus Zentral-Senegal können diese Musik verstehen”, so der 1959 in Dakar geborene Youssou N’Dour. Das heißt in der Umkehrung, dass westliche Hörer vielleicht etwas schwerer Zugang zu dieser Musik finden werden. Doch genau dieser Umstand macht das Album zu einem seiner besten. Die Musik biedert sich nicht an, man muss sich etwas Zeit lassen, um die ganze schlichte Schönheit dieser Musik zu erfassen.

Seit 25 Jahren lotet Youssou N’Dour die Möglichkeiten afrikanischer Musik aus und hat dabei viel für ihren guten Ruf getan. Dieses Bestreben ist ganz deutlich auf “Rokku Mi Rokka” zu hören. Hat er sich in der Vergangenheit meist auf den Mbalax konzentriert, so weitet er das musikalische Spektrum um weitere im Senegal vertretene Stile aus. Hierzu ein Zitat von Youssou N’Dour: “Manche Leute denken, das die Senegalesische Musik automatisch Mbalax meint, ein Begriff aus dem Wolof, der wichtigsten Sprache im Senegal, die jeder spricht. Aber dies ist nicht der einzige Musikstil ist, den wir haben. Es gibt eine Vielzahl an Rhythmen und Klängen, und als ich begann, dieses Album zu schreiben, wollte ich verschiedene Einflüsse verwenden. So wird man ein bißchen Blues auf Rokku Mi Rokka hören, ein bißchen Reggae und ein bißchen kubanische Musik. In Afrika lieben wir diese Genres, denn wir hören die Rhythmen und fühlen, dass es unsere sind, die Afrika aber vor langer Zeit mit den Sklaven verlassen haben. Rokku Mi Rokka heißt: ‘Gibst du mir etwas, geb ich dir etwas’, und das ist zugleich die Botschaft des Albums: wir haben viel von der hochentwickelten Welt bekommen, aber denkt dran, dass wir auch viel gegeben haben.”

Die Aufnahmen für das Album fanden 2006 in den Xippi-Studios in Dakar statt. Dort wurden 20 Songs auf Band bzw Festplatte gebannt, woraus dann letztendlich die 11 Stücke für das Album ausgewählt wurden. Die Probleme dabei beschreibt N’Dour so: “Es ist etwas verrückt. Die Afrikaner lieben den Sound moderner Keyboards und anderer Instrumente, aber der Rest der Welt möchte traditionelle afrikanische Instrumente hören. Die Afrikaner hören gar nicht erst hin, wenn wir nicht moderne Instrumente benutzen. Das einzige was beide verbindet, ist mein Gesang. Ich musste die Songs also dementsprechend zusammenstellen. Es ging nicht um Verkaufszahlen, sondern darum, beide Teile meines Publikums zufrieden zu stellen.”

Die musikalische Faszination von “Rokku Mi Rokka” dürfte weit über die Region hinausgehen, denn in der Tat ist die Senegalesische Musik den europäischen Hörgewohnheiten mittlerweile nicht mehr ganz fremd. “Rokku Mi Rokka” enthält eine ganze Reihe hervorragender Songs. Youssou N’Dour gelingt der Spagat zwischen Tradition und Moderne auf’s Beste. So z.B. im Stück “Wake Up”, das als Single ausgekoppelt wird und bei dem Neneh Cherry (“Seven Seconds”) als Rapperin zu hören ist. Es zeigt, wie hervorragend die Verbindung von westlicher Popmusik und traditionellen Harmonien der Senegalesischen Musik funktioniert. Aber es ist natürlich die faszinierende Welt Afrikas und des Senegals im Besonderen, die den speziellen Reiz des Albums ausmacht.

Als Musiker sind eine ganze Reihe großer und zum Teil von früheren Alben her bekannter Namen vertreten: Bah Mody, Bassekou Kouyaté (Ngoni), Ousmane Kangue, Balla Sidibe und Rudy Gomis (beide vom Orchester Baobab), die Band “Super Etoile”, Habib Faye (Bass), Babacar Faye (Percussions) und Papa Oumar Ngom (Gitarre).

In “Rokku Mi Rokka” offenbart sich die die vielfältige Schönheit senegalesischer Musik. Hoffen wir, dass Youssou N’Dour bald wieder für eine Tour nach Europa kommt.

Tracks:
1. 4-4-44 3:38
2. Pullo Ardo 4:00
3. Sama Gàmmu 3:58
4. Bàjjan 4:06
5. Baay Faal 4:47
6. Sportif 3:26
7. Tukki 4:10
8. Létt Ma 4:42
9. Dabbaax 5:11
10. Xel 4:52
11. Wake Up 3:57

Textdatum: 2007-10-29  
Textrechte:
© Global Music Magazine  
Vertrieb: Warner Music Group Germany GmbH
Ident-Code: 1042/1408/1


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