Wiener Frauen Schrammeln
Saitensprünge 1

Dem Namen des Quartetts ist dessen musikalische Ausrichtung zu entnehmen. Schrammeln sind eine für Wien typische Musik des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Sie gilt als Wiener Volksmusik und wurde nach Johann und Josef Schrammel benannt, die 1878 mit dem Gitarristen Anton Strohmayer in Wien ein kleines Ensemble gründeten, mit dem sie nicht nur in Heurigen (-Gaststätten) auftraten, sondern in ganz Europa konzertierten. Neben traditionellem Liedgut befanden sich Eigenkompositionen in deren Repertoir: Walzer , Polkas , Märsche und Mazurkas . Das (später mit Anton Ernst zum Quartett gewachsene) Ensemble erreichte ein so hohes Niveau, dass es als einziges Volksmusikensemble vor den Wiener Philharmonikern spielen durfte.

Die gemeinsame Liebe zur Wiener Musik führte im Jahr 1998 zur Gründung des Quartetts “Wiener Frauen Schrammeln”, mit dem Bestreben, das kulturelle Erbe zu erhalten und die Wiener Musiktradition weiterzuführen. Das Repertoire umfasst einerseits die “Klassische Wiener Volksmusik” in traditionellen und modernen Arrangements.
Andererseits beschreiten sie gemeinsam mit zeitgenössischen Komponisten (z. B. Johannes Holik, Marianne Gansch, Kurt Obermair,….) neue Wege in dieser Besetzung (2 Violinen, Akkordeon/Gesang, Kontragitarre), wobei interkulturelle Facetten einfließen, wie Tango oder Samba .

Das Quartett unterscheidet sich von den vielen Ensembles dieses Genres vor allem dadurch, dass die vier Frauen diese Musik wieder im Sinne von Johann Schrammel interpretieren “eben als echte Konzertschrammeln”. Sie machen keine “gewöhnliche Heurigenmusik”, sondern versuchen, die Herzlichkeit und Sensibilität dieser Musik wieder zum Vorschein kommen zu lassen. Auch mit den neu komponierten bzw. neu arrangierten Stücken folgen sie dem Beispiel der Brüder Schrammel, die Eindrücke ihrer Reisen in ihrem kompositorischen Schaffen musikalisch umsetzten.

Chrisoula Kombotis, Violine, Karin Steiner, Violine, Sabine Huber, Harmonika und Gesang, sowie Waltraud Rabl, Kontragitarre, stammen allesamt aus Wien (eigentlich klar) und haben ihr musikalisches Handwerk am Musikkonservatorium gelernt. Bevor sie sich 1998 als “Wiener Frauen Schrammeln” zusammenschlossen, haben alle vier bereits Erfahrung im Bereich der Schrammelmusik gesammelt, waren und sind aber auch in vielen weiteren Bereichen musikalisch tätig.

Mit “Saitensprünge 1” liegt uns das erste Album des Quartetts vor. Dass hier vier Vollblutmusikerinnen zu hören sind, merkt man sofort. Musikerinnen, die einerseits das Feingefühl einer klassischen Ausbildung zeigen aber auch ihre Liebe zur Wiener Volksmusik nicht verleugnen. Sie interpretieren die Schrammelmusik neu, ohne den ursprünglichen Charakter zu verfälschen und Kopfmusik zu präsentieren. Die Kombination von Schrammeln mit Tango und Samba wird hier nicht als Bruch empfunden, da sehr gekonnt und mit viel Fingerspitzengefühl gemacht.

“Saitensprünge 1” ist eine überaus erfreuliche Veröffentlichung, die wir als sehr hörenswert einstufen. Man kann nur hoffen, dass es bald ein Album namens “Saitensprünge 2” geben wird, da das Debüt wirklich sehr überzeugend gelungen ist.

Orientierungshilfe

Saitensprünge 1

Dem Namen des Quartetts ist dessen musikalische Ausrichtung zu entnehmen. Schrammeln sind eine für Wien typische Musik des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Sie gilt als Wiener Volksmusik und wurde nach Johann und Josef Schrammel benannt, die 1878 mit dem Gitarristen Anton Strohmayer in Wien ein kleines Ensemble gründeten, mit dem sie nicht nur in Heurigen (-Gaststätten) auftraten, sondern in ganz Europa konzertierten. Neben traditionellem Liedgut befanden sich Eigenkompositionen in deren Repertoir: Walzer , Polkas , Märsche und Mazurkas . Das (später mit Anton Ernst zum Quartett gewachsene) Ensemble erreichte ein so hohes Niveau, dass es als einziges Volksmusikensemble vor den Wiener Philharmonikern spielen durfte.

Die gemeinsame Liebe zur Wiener Musik führte im Jahr 1998 zur Gründung des Quartetts “Wiener Frauen Schrammeln”, mit dem Bestreben, das kulturelle Erbe zu erhalten und die Wiener Musiktradition weiterzuführen. Das Repertoire umfasst einerseits die “Klassische Wiener Volksmusik” in traditionellen und modernen Arrangements.
Andererseits beschreiten sie gemeinsam mit zeitgenössischen Komponisten (z. B. Johannes Holik, Marianne Gansch, Kurt Obermair,….) neue Wege in dieser Besetzung (2 Violinen, Akkordeon/Gesang, Kontragitarre), wobei interkulturelle Facetten einfließen, wie Tango oder Samba .

Das Quartett unterscheidet sich von den vielen Ensembles dieses Genres vor allem dadurch, dass die vier Frauen diese Musik wieder im Sinne von Johann Schrammel interpretieren “eben als echte Konzertschrammeln”. Sie machen keine “gewöhnliche Heurigenmusik”, sondern versuchen, die Herzlichkeit und Sensibilität dieser Musik wieder zum Vorschein kommen zu lassen. Auch mit den neu komponierten bzw. neu arrangierten Stücken folgen sie dem Beispiel der Brüder Schrammel, die Eindrücke ihrer Reisen in ihrem kompositorischen Schaffen musikalisch umsetzten.

Chrisoula Kombotis, Violine, Karin Steiner, Violine, Sabine Huber, Harmonika und Gesang, sowie Waltraud Rabl, Kontragitarre, stammen allesamt aus Wien (eigentlich klar) und haben ihr musikalisches Handwerk am Musikkonservatorium gelernt. Bevor sie sich 1998 als “Wiener Frauen Schrammeln” zusammenschlossen, haben alle vier bereits Erfahrung im Bereich der Schrammelmusik gesammelt, waren und sind aber auch in vielen weiteren Bereichen musikalisch tätig.

Mit “Saitensprünge 1” liegt uns das erste Album des Quartetts vor. Dass hier vier Vollblutmusikerinnen zu hören sind, merkt man sofort. Musikerinnen, die einerseits das Feingefühl einer klassischen Ausbildung zeigen aber auch ihre Liebe zur Wiener Volksmusik nicht verleugnen. Sie interpretieren die Schrammelmusik neu, ohne den ursprünglichen Charakter zu verfälschen und Kopfmusik zu präsentieren. Die Kombination von Schrammeln mit Tango und Samba wird hier nicht als Bruch empfunden, da sehr gekonnt und mit viel Fingerspitzengefühl gemacht.

“Saitensprünge 1” ist eine überaus erfreuliche Veröffentlichung, die wir als sehr hörenswert einstufen. Man kann nur hoffen, dass es bald ein Album namens “Saitensprünge 2” geben wird, da das Debüt wirklich sehr überzeugend gelungen ist.

Textdatum: 2013-11-24  
Textrechte:
© Global Music | Weltmusik-Magazin  
Ident-Code: 5666/2597/1


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