Vanilla Fudge
Live at Sweden Rock 2016

Ihre Karriere begannen sie Mitte der Sechziger Jahre. Ein selbstbetiteltes Debütalbum kam 1967 heraus und erreichte in USA Platz 6 der Charts. Ein Erfolg, den Vanilla Fudge nicht wiederholen konnten.

Dass das Quartett mit solch bekannten Mitgliedern wie Mark Stein, Carmine Appice, Tim Bogert oder Vince Martell, nie den ganz großen Durchbruch schaffte, lag sicher an ihrem Unwillen, sich Modeströmungen zu unterwerfen. Ihr Konzept, sehr eigenwillige Versionen fremder Kompositionen zu erstellen und mit eigenen Stücken zu kombinieren, zieht sich durch alle ihre Alben. Ihr Sound ist stets schwerfällig und teils langsam wie in Zeitlupe, wuchtig und vom aggressiven Klang der Hammond geprägt.

Mit diesem verwegenen Sound waren Vanilla Fudge so früh unterwegs, dass sich ihr Einfluss in allerlei Veröffentlichungen von Bands der damaligen Zeit wiederfindet. Deep Purple , Atomic Rooster (mit Carl Palmer , der später zu Emerson, Lake & Palmer wechselte) und Uriah Heep sind nur einige der bekannten Namen.

Die erste Phase in der Geschichte von Vanilla Fudge endete 1970 mit dem Album “Rock & Roll”. Nimmt man das 1966 noch unter dem Bandnamen The Pigeons veröffentlichte Album “While The World Was Eating Vanilla Fudge” dazu, hatten sie bis dahin sechs Alben auf den Markt gebracht.

Danach versuchten sich die Mitglieder in verschiedenen Ensembles. Carmine Appice und Tim Bogert z.B. schlossen sich mit Jeff Beck zu Beck, Bogert & Appice zusammen. Allerdings brachten sie es nur zu einem Studio- und einem Live-Album. Einige Jahre später holte Ozzy Osbourne Carmine Appice als Schlagzeuger in seine Band.

Von der Urbesetzung sind bis auf Tim Bogert alle heute noch bzw. wieder in der Band aktiv. Bogert kann seit einem Motorradunfall nicht mehr länger auf der Bühne stehen. Ihn vertritt Peter Bremy, ehemaliges Mitglied von Cactus . Also auch kein Unbekannter.

2016 wurde das Quartett auf das in Norje (in der Nähe von Sölvesborg) stattfindende Festival Sweden Rock eingeladen, einem der größten Rockfestivals Europas. Mit über 30.000 Besuchern gehört es zu den bedeutendsten Rock-/Metal-Festivals der Welt. Das Konzert wurde erfreulicherweise aufgezeichnet und wird nun in einem CD/DVD-Paket von MiG unter dem Titel “Live at Sweden Rock 2016” veröffentlicht.

Was dort am 9. Juni 2016 über die Bühne ging, kann man nun also nacherleben. Das Konzert einer Urband der Rock- und Metalmusik. Dabei fällt auf, dass Vanilla Fudge sich kein Bisschen um aktuelle Trends kümmern. Noch immer klingen sie wuchtig und schwerfällig, was gleichzeitig etwas Spektakuläres hat. Natürlich kommen Vanilla Fudge durch die moderne Technik nun deutlich druckvoller aus den Boxen als in früheren Jahren. Spieltechnisch haben sie noch alles drauf, vor allem Drummer Appice knüppelt los wie ein Irrer. Auch die Stimmen Mark Steins und Vince Martells haben die Strapazen der langen, fünf Dekaden währenden Karriere scheinbar spurlos überstanden.

Bei diesem Konzert spielten Vanilla Fudge wie gewohnt zahlreiche Fremdkompositionen. Höhepunkte des Albums sind ganz klar das schmissige “Gimme Some Lovin'” (Spencer Davis Group) und das verwegene “Dazed and Confused” (Led Zeppelin). Die Covergestaltung von “Live at Sweden Rock 2016” ist dem 1969er Album “Near the Beginning” nachempfunden, das teilweise ein Live-Album ist.




Orientierungshilfe

Live at Sweden Rock 2016

Ihre Karriere begannen sie Mitte der Sechziger Jahre. Ein selbstbetiteltes Debütalbum kam 1967 heraus und erreichte in USA Platz 6 der Charts. Ein Erfolg, den Vanilla Fudge nicht wiederholen konnten.

Dass das Quartett mit solch bekannten Mitgliedern wie Mark Stein, Carmine Appice, Tim Bogert oder Vince Martell, nie den ganz großen Durchbruch schaffte, lag sicher an ihrem Unwillen, sich Modeströmungen zu unterwerfen. Ihr Konzept, sehr eigenwillige Versionen fremder Kompositionen zu erstellen und mit eigenen Stücken zu kombinieren, zieht sich durch alle ihre Alben. Ihr Sound ist stets schwerfällig und teils langsam wie in Zeitlupe, wuchtig und vom aggressiven Klang der Hammond geprägt.

Mit diesem verwegenen Sound waren Vanilla Fudge so früh unterwegs, dass sich ihr Einfluss in allerlei Veröffentlichungen von Bands der damaligen Zeit wiederfindet. Deep Purple , Atomic Rooster (mit Carl Palmer , der später zu Emerson, Lake & Palmer wechselte) und Uriah Heep sind nur einige der bekannten Namen.

Die erste Phase in der Geschichte von Vanilla Fudge endete 1970 mit dem Album “Rock & Roll”. Nimmt man das 1966 noch unter dem Bandnamen The Pigeons veröffentlichte Album “While The World Was Eating Vanilla Fudge” dazu, hatten sie bis dahin sechs Alben auf den Markt gebracht.

Danach versuchten sich die Mitglieder in verschiedenen Ensembles. Carmine Appice und Tim Bogert z.B. schlossen sich mit Jeff Beck zu Beck, Bogert & Appice zusammen. Allerdings brachten sie es nur zu einem Studio- und einem Live-Album. Einige Jahre später holte Ozzy Osbourne Carmine Appice als Schlagzeuger in seine Band.

Von der Urbesetzung sind bis auf Tim Bogert alle heute noch bzw. wieder in der Band aktiv. Bogert kann seit einem Motorradunfall nicht mehr länger auf der Bühne stehen. Ihn vertritt Peter Bremy, ehemaliges Mitglied von Cactus . Also auch kein Unbekannter.

2016 wurde das Quartett auf das in Norje (in der Nähe von Sölvesborg) stattfindende Festival Sweden Rock eingeladen, einem der größten Rockfestivals Europas. Mit über 30.000 Besuchern gehört es zu den bedeutendsten Rock-/Metal-Festivals der Welt. Das Konzert wurde erfreulicherweise aufgezeichnet und wird nun in einem CD/DVD-Paket von MiG unter dem Titel “Live at Sweden Rock 2016” veröffentlicht.

Was dort am 9. Juni 2016 über die Bühne ging, kann man nun also nacherleben. Das Konzert einer Urband der Rock- und Metalmusik. Dabei fällt auf, dass Vanilla Fudge sich kein Bisschen um aktuelle Trends kümmern. Noch immer klingen sie wuchtig und schwerfällig, was gleichzeitig etwas Spektakuläres hat. Natürlich kommen Vanilla Fudge durch die moderne Technik nun deutlich druckvoller aus den Boxen als in früheren Jahren. Spieltechnisch haben sie noch alles drauf, vor allem Drummer Appice knüppelt los wie ein Irrer. Auch die Stimmen Mark Steins und Vince Martells haben die Strapazen der langen, fünf Dekaden währenden Karriere scheinbar spurlos überstanden.

Bei diesem Konzert spielten Vanilla Fudge wie gewohnt zahlreiche Fremdkompositionen. Höhepunkte des Albums sind ganz klar das schmissige “Gimme Some Lovin'” (Spencer Davis Group) und das verwegene “Dazed and Confused” (Led Zeppelin). Die Covergestaltung von “Live at Sweden Rock 2016” ist dem 1969er Album “Near the Beginning” nachempfunden, das teilweise ein Live-Album ist.




Textdatum: 2017-11-08  
Textrechte:
© Global Music Magazine  
Artikelfoto/s: © MiG
Label: MiG
EAN: 0885513019820
Spieldauer: 01:17:52
Tracks: 11
Ident-Code: 12305/204/1


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