Urban Turban
Overtime

Viele Großstädte und Metropolen sind heute ein Schmelztiegel unterschiedlicher Kulturen. Diese Vielfalt aus Sprachen, Traditionen und Kunstfertigkeiten lädt zu facettenreichen Entdeckungsreisen ein. Die multikulturelle schwedische Band Urban Turban präsentiert eine Art musikalischen Spiegel dieser Mannigfaltigkeit.
Die Entstehungsgeschichte von Urban Turban ist sehr eng mit der Experimentierfreude von Bandleader Peter Bryngelsson verbunden. Während einer Aufnahmesession nahm sich der Musiker eine “Hurdy Gurdy” (Drehleier), um herauszufinden, ob man mit diesem Folkinstrument auch Blues spielen kann. Das Ergebnis war phantastisch. Peter lud daraufhin einige befreundete Musiker ein, erzählte ihnen von seiner Entdeckung und animierte sie dazu, einfach nur ihren Vorstellungen freien Lauf zu lassen. Einzige Vorgabe; man wollte gemeinsam Blues spielen. Der multikulturelle Hintergrund der Musiker führte zu einem einzigartigen Sound. Urban Turban spielen eine interessante Form des Ethno-Blues, die gängige Strukturen aufhebt – sei es bei der Instrumentierung, der Inspiration, dem Rhythmus oder den Arrangements. Dennoch erscheinen die Songs stimmig und vermitteln eine immense Spielfreude.
Mit ihrer ersten CD erreichte die Band Platz 1 der World Music Charts Europe. Schnell sprach sich auch herum, daß Urban Turban einer der interessantesten Liveacts ist. Auf ihrem neuen Album “Overtime” stehen eigene Kompositionen neben ausgefallenen John Mayall- Adaptionen (“Laurel Canyon Home”, “Miss James”) und klassischem Blues (“40 Nights and 40 Days”). Assoziationen zu den Sound­ experimenten von Jah Wobble oder Tranceglobal Underground sind ein vager Anhaltspunkt für den musikalischen Vergleich. Oder bildhaft ausgedrückt: “Captain Beefheart trifft in der Wüste eine arabische Big Band zu einer Jam Session”.
In Schweden wurde das Album bereits früher veröffentlicht. Die Presse überschlug sich danach fast in Superlativen. “Göteborg Tidningen” bezeichnete “Overtime” als “eines der Top-Alben des Jahres”, “Arbeterblader” wertet die CD als einen “großartigen kulturellen Crash” und “Smelansposten” resümierte “einfach exzellent”. Neben den acht Musikern der Kernformation lud Peter Bryngelsson für die Aufnahmen zur neuen CD “Overtime” auch hervorragende Gastmusiker ein. Darunter mit ´Zyia Aytekin´ einen der populärsten türkischen Musiker, der inzwischen in Schweden lebt. Aytekin wurde international bekannt durch seine Arbeit für den Film “Yo”.
In ihren Songs reflektieren die Musiker aktuelles Zeitgeschehen, nehmen auf ironische Art und Weise Stellung gegen Rassismus wie z.B. im Song “Fear”. “Statt Angst vor den Unterschieden verschiedener Kulturen zu haben, sollten wir versuchen, einander zu verstehen und eine Brücke zwischen den Kulturen zu bilden”, meint Peter Bryngelsson. Urban Turban versuchen dies mit ihren eigenen Mitteln als Musiker.

Orientierungshilfe

Overtime

Viele Großstädte und Metropolen sind heute ein Schmelztiegel unterschiedlicher Kulturen. Diese Vielfalt aus Sprachen, Traditionen und Kunstfertigkeiten lädt zu facettenreichen Entdeckungsreisen ein. Die multikulturelle schwedische Band Urban Turban präsentiert eine Art musikalischen Spiegel dieser Mannigfaltigkeit.
Die Entstehungsgeschichte von Urban Turban ist sehr eng mit der Experimentierfreude von Bandleader Peter Bryngelsson verbunden. Während einer Aufnahmesession nahm sich der Musiker eine “Hurdy Gurdy” (Drehleier), um herauszufinden, ob man mit diesem Folkinstrument auch Blues spielen kann. Das Ergebnis war phantastisch. Peter lud daraufhin einige befreundete Musiker ein, erzählte ihnen von seiner Entdeckung und animierte sie dazu, einfach nur ihren Vorstellungen freien Lauf zu lassen. Einzige Vorgabe; man wollte gemeinsam Blues spielen. Der multikulturelle Hintergrund der Musiker führte zu einem einzigartigen Sound. Urban Turban spielen eine interessante Form des Ethno-Blues, die gängige Strukturen aufhebt – sei es bei der Instrumentierung, der Inspiration, dem Rhythmus oder den Arrangements. Dennoch erscheinen die Songs stimmig und vermitteln eine immense Spielfreude.
Mit ihrer ersten CD erreichte die Band Platz 1 der World Music Charts Europe. Schnell sprach sich auch herum, daß Urban Turban einer der interessantesten Liveacts ist. Auf ihrem neuen Album “Overtime” stehen eigene Kompositionen neben ausgefallenen John Mayall- Adaptionen (“Laurel Canyon Home”, “Miss James”) und klassischem Blues (“40 Nights and 40 Days”). Assoziationen zu den Sound­ experimenten von Jah Wobble oder Tranceglobal Underground sind ein vager Anhaltspunkt für den musikalischen Vergleich. Oder bildhaft ausgedrückt: “Captain Beefheart trifft in der Wüste eine arabische Big Band zu einer Jam Session”.
In Schweden wurde das Album bereits früher veröffentlicht. Die Presse überschlug sich danach fast in Superlativen. “Göteborg Tidningen” bezeichnete “Overtime” als “eines der Top-Alben des Jahres”, “Arbeterblader” wertet die CD als einen “großartigen kulturellen Crash” und “Smelansposten” resümierte “einfach exzellent”. Neben den acht Musikern der Kernformation lud Peter Bryngelsson für die Aufnahmen zur neuen CD “Overtime” auch hervorragende Gastmusiker ein. Darunter mit ´Zyia Aytekin´ einen der populärsten türkischen Musiker, der inzwischen in Schweden lebt. Aytekin wurde international bekannt durch seine Arbeit für den Film “Yo”.
In ihren Songs reflektieren die Musiker aktuelles Zeitgeschehen, nehmen auf ironische Art und Weise Stellung gegen Rassismus wie z.B. im Song “Fear”. “Statt Angst vor den Unterschieden verschiedener Kulturen zu haben, sollten wir versuchen, einander zu verstehen und eine Brücke zwischen den Kulturen zu bilden”, meint Peter Bryngelsson. Urban Turban versuchen dies mit ihren eigenen Mitteln als Musiker.

Textdatum: 1999-01-25  
Textrechte:
© Blue Flame Records  
Vertrieb: Rough Trade Distribution GmbH
Ident-Code: 439/2250/1


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