Twenty Sixty Six and Then
Reflections on the Future

Die Mannheimer Band Twenty Sixty Six and Then existierte leider nur ein Jahr. Doch zum Glück schaffte sie es in der kurzen Zeit, ein Album einzuspielen. Das war 1971 und das Album hieß “Reflections on the Future”.

Wegen ihres Mutes, vergessene Schätze der deutschen Rockgeschichte auszugraben, entwickelt sich das Label MIG Music zu einem unserer Lieblinge. Nun hat die in Hannover ansässige Made_in_Germany music GmbH das einzige Album von Twenty Sixty Six and Then, das während deren Existenz erschien, erneut aufgelegt. Es gibt noch zwei weitere Alben, die allerdings erst nach Auflösung der Band herausgegeben wurden.

MIG Music hat nicht nur das Originalalbum wiederveröffentlicht, sondern ein 2-CD-Paket geschnürt, das noch etliche Session-, Live- und Demoaufnahmen enthält. Aber warum sollte eine solche Veröffentlichung heute noch jemanden interessieren? Ganz einfach, weil Twenty Sixty Six and Then eine starke Band waren, die Progressvie-Rock auf hohem Niveau boten. Solche Musik wird heutzutage vielfach von jungen und vor allem nicht-deutschen Bands mehr oder weniger gut kopiert.

Trotz Überlänge wurden Stücke des Albums im Radio gespielt, und besonders im süddeutschen Raum trat die Band oft auf. Twenty Sixty Six and Then löste sich aus wirtschaftlichen Gründen auf, bevor es zum richtigen Durchbruch kam.

Einige Mitglieder von Twenty Sixty Six and Then (Geff Harrison und Gagey Mrozeck) stiegen nach der Auflösung bei Kin Ping Meh ein. Das war eine deutsche Band, die für damalige Verhältnisse kommerziell einigermaßen erfolgreich war und u.a. ein gutes Live-Album mit dem Namen “Concrete” (1976) einspielte. Die Musik von Twenty Sixty Six and Then ist da weitaus gewagter und experimenteller, teilweise auch deutlich härter. Man kann auch sagen, interessanter und abwechslungsreicher.

“Reflections on the Future” wurde in den legendären Dierks Studios von Dieter Dierks (u.a. Produzent der Scorpions und Atlantis) aufgenommen und ursprünglich von United Artists Records veröffentlicht. In den Dierks Studios wurde eine große Anzahl bedeutender Produktionen, z.B. von Ihre Kinder, Ash Ra Tempel, Tangerine Dream, Witthüser & Westrupp, Hoelderlin, Wallenstein, Birth Control, Guru Guru, Embryo, Amon Düül, Klaus Doldingers Passport, Popol Vuh und vielen anderen, aufgenommen

“Reflections on the Future” ist für Krautrock-Fans ein Muss. Dem Rest der aufgeklärten Musik-Hörerschaft sei das Album ebenfalls ans Herz gelegt, bietet es doch ein gutes Beispiel dafür, wie wagemutig, einfallsreich und eigenständig deutsche Bands Anfang der Siebziger Jahre waren.



Orientierungshilfe

Reflections on the Future

Die Mannheimer Band Twenty Sixty Six and Then existierte leider nur ein Jahr. Doch zum Glück schaffte sie es in der kurzen Zeit, ein Album einzuspielen. Das war 1971 und das Album hieß “Reflections on the Future”.

Wegen ihres Mutes, vergessene Schätze der deutschen Rockgeschichte auszugraben, entwickelt sich das Label MIG Music zu einem unserer Lieblinge. Nun hat die in Hannover ansässige Made_in_Germany music GmbH das einzige Album von Twenty Sixty Six and Then, das während deren Existenz erschien, erneut aufgelegt. Es gibt noch zwei weitere Alben, die allerdings erst nach Auflösung der Band herausgegeben wurden.

MIG Music hat nicht nur das Originalalbum wiederveröffentlicht, sondern ein 2-CD-Paket geschnürt, das noch etliche Session-, Live- und Demoaufnahmen enthält. Aber warum sollte eine solche Veröffentlichung heute noch jemanden interessieren? Ganz einfach, weil Twenty Sixty Six and Then eine starke Band waren, die Progressvie-Rock auf hohem Niveau boten. Solche Musik wird heutzutage vielfach von jungen und vor allem nicht-deutschen Bands mehr oder weniger gut kopiert.

Trotz Überlänge wurden Stücke des Albums im Radio gespielt, und besonders im süddeutschen Raum trat die Band oft auf. Twenty Sixty Six and Then löste sich aus wirtschaftlichen Gründen auf, bevor es zum richtigen Durchbruch kam.

Einige Mitglieder von Twenty Sixty Six and Then (Geff Harrison und Gagey Mrozeck) stiegen nach der Auflösung bei Kin Ping Meh ein. Das war eine deutsche Band, die für damalige Verhältnisse kommerziell einigermaßen erfolgreich war und u.a. ein gutes Live-Album mit dem Namen “Concrete” (1976) einspielte. Die Musik von Twenty Sixty Six and Then ist da weitaus gewagter und experimenteller, teilweise auch deutlich härter. Man kann auch sagen, interessanter und abwechslungsreicher.

“Reflections on the Future” wurde in den legendären Dierks Studios von Dieter Dierks (u.a. Produzent der Scorpions und Atlantis) aufgenommen und ursprünglich von United Artists Records veröffentlicht. In den Dierks Studios wurde eine große Anzahl bedeutender Produktionen, z.B. von Ihre Kinder, Ash Ra Tempel, Tangerine Dream, Witthüser & Westrupp, Hoelderlin, Wallenstein, Birth Control, Guru Guru, Embryo, Amon Düül, Klaus Doldingers Passport, Popol Vuh und vielen anderen, aufgenommen

“Reflections on the Future” ist für Krautrock-Fans ein Muss. Dem Rest der aufgeklärten Musik-Hörerschaft sei das Album ebenfalls ans Herz gelegt, bietet es doch ein gutes Beispiel dafür, wie wagemutig, einfallsreich und eigenständig deutsche Bands Anfang der Siebziger Jahre waren.



Text date: 2017-04-12  
Text: © Global Music Magazine  
Label: MIG Music
Producer: Madaus Sound
Duration: 01:36:35
Tracks: 13
Ident-Code: 11319/496/1


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