Tori Amos
Native Invader

Ganz typisch für die US-amerikanische Künstlerin Tori Amos ist die intensive Auseinandersetzung mit grundsätzlichen, gar philosophischen Fragen des Lebens und des Zusammenlebens. Ebenso typisch sind ihre ausführlichen Statesments, wenn sie nach der Aussage in ihren Texten gefragt wird.

“Die Musen sind die treibende Kraft hinter den Liedern auf ‘Native Invader’, die unterschiedliche Wege erkunden, um unvorhergesehenen Herausforderungen und in einigen Fällen auch gefährlichen Konflikten zu begegnen. Die Aufnahme wendet sich der Natur zu und ergründet, wie diese sich durch Widerstandsfähigkeit selbst heilen kann. Die Lieder ringen auch mit der Frage: Welche Rolle spielen wir selbst bei der Zerstörung unseres Landes wie auch unserer selbst und in unseren Beziehungen zu anderen? Im Leben können wir dem Schock unerwarteter Katastrophen wie Bränden, Überschwemmungen, Erdbeben oder anderen unheilvollen Verwüstungen ausgesetzt sein – sowohl geistig als auch äußerlich. Klanglich und bildlich wollte ich erkunden, wie die Natur mit ihren entgegengesetzten Kräften neues Leben erschafft und durch die Zyklen von Tod und Neugeburt vollständige Erholung herbeiführt. Sie kann sich immer wieder erneuern – steckt diese Fähigkeit auch in uns?”

Die Ernsthaftigkeit, die diese Künstlerin bei ihrer Arbeit an den Tag legt, ist einer der Gründe dafür, warum wir Tori Amos so schätzen. Fast jedes ihrer Alben gefällt uns sehr gut und niemals zweifelten wir an ihrem Streben nach Wahrhaftigkeit und Integrität.

Ihr neues Album “Native Invader” ist Toris 15. Studio-Album nach “Unrepentant Geraldines” von 2014. Es handelt sich hierbei um ihre erste Aufnahme bei Decca Classics – wohin sie von dem Schwester-Label Mercury Classics wechselte. Abermals gibt sie dem Hörer ausreichend Texte an die Hand, um sich an deren Interpretation zu versuchen. Manche ihrer Aussagen scheinen dabei klarer und einleuchtender als andere. Stets jedoch regen ihre Texte zum Nachdenken an.

Dass Tori Amos keine Maulheldin ist, beweist sie mit zahlreichen Aktivitäten. Ende 2016 steuerte sie das Titellied “Flicker” zur vielgelobten Netflix-Dokumentation “Audrie and Daisy” bei, in der das Problem von Vergewaltigungen an der High School thematisiert wurde. Als bekannte Menschenrechtlerin war Tori Mitbegründerin von RAINN (Rape, Abuse, and Incest National Network, d.h. einem Nationalen Netzwerk gegen Vergewaltigung, Missbrauch und Inzest), das die größte Organisation gegen sexuelle Übergriffe in den Vereinigten Staaten darstellt.

Zurük zum Album. Da sich Tori Amos eher als Musikerin denn als Schriftstellerin sieht, bemüht sie sich stets, aus ihren Texten auch ein klangliches Erlebnis werden zu lassen. Auf “Native Invader” ist ihr dies wieder einmal ausgesprochen gut gelungen. Neben ätherisch anmutenden Titeln, wie dem ersten, “Reindeer King”, gibt es auch welche, die rhythmusbetont, poppig, gar ungewohnt konventionell, sind. Kein Titel des Albums floppt. Völlig egal, in welche Richtung die Musik geht, Amos kann mit jeder Nummer überzeugen. Wir gratulieren Tori Amos zu dieser herausragenden Veröffentlichung.

Bleibt noch zu erwähnen, dass Tori Amos’ Herbsttournee durch Europa am 6. September in Irland begonnen hat, weitere Auftritte führen sie noch im September und Oktober quer durch Europa.



Orientierungshilfe

Native Invader

Ganz typisch für die US-amerikanische Künstlerin Tori Amos ist die intensive Auseinandersetzung mit grundsätzlichen, gar philosophischen Fragen des Lebens und des Zusammenlebens. Ebenso typisch sind ihre ausführlichen Statesments, wenn sie nach der Aussage in ihren Texten gefragt wird.

“Die Musen sind die treibende Kraft hinter den Liedern auf ‘Native Invader’, die unterschiedliche Wege erkunden, um unvorhergesehenen Herausforderungen und in einigen Fällen auch gefährlichen Konflikten zu begegnen. Die Aufnahme wendet sich der Natur zu und ergründet, wie diese sich durch Widerstandsfähigkeit selbst heilen kann. Die Lieder ringen auch mit der Frage: Welche Rolle spielen wir selbst bei der Zerstörung unseres Landes wie auch unserer selbst und in unseren Beziehungen zu anderen? Im Leben können wir dem Schock unerwarteter Katastrophen wie Bränden, Überschwemmungen, Erdbeben oder anderen unheilvollen Verwüstungen ausgesetzt sein – sowohl geistig als auch äußerlich. Klanglich und bildlich wollte ich erkunden, wie die Natur mit ihren entgegengesetzten Kräften neues Leben erschafft und durch die Zyklen von Tod und Neugeburt vollständige Erholung herbeiführt. Sie kann sich immer wieder erneuern – steckt diese Fähigkeit auch in uns?”

Die Ernsthaftigkeit, die diese Künstlerin bei ihrer Arbeit an den Tag legt, ist einer der Gründe dafür, warum wir Tori Amos so schätzen. Fast jedes ihrer Alben gefällt uns sehr gut und niemals zweifelten wir an ihrem Streben nach Wahrhaftigkeit und Integrität.

Ihr neues Album “Native Invader” ist Toris 15. Studio-Album nach “Unrepentant Geraldines” von 2014. Es handelt sich hierbei um ihre erste Aufnahme bei Decca Classics – wohin sie von dem Schwester-Label Mercury Classics wechselte. Abermals gibt sie dem Hörer ausreichend Texte an die Hand, um sich an deren Interpretation zu versuchen. Manche ihrer Aussagen scheinen dabei klarer und einleuchtender als andere. Stets jedoch regen ihre Texte zum Nachdenken an.

Dass Tori Amos keine Maulheldin ist, beweist sie mit zahlreichen Aktivitäten. Ende 2016 steuerte sie das Titellied “Flicker” zur vielgelobten Netflix-Dokumentation “Audrie and Daisy” bei, in der das Problem von Vergewaltigungen an der High School thematisiert wurde. Als bekannte Menschenrechtlerin war Tori Mitbegründerin von RAINN (Rape, Abuse, and Incest National Network, d.h. einem Nationalen Netzwerk gegen Vergewaltigung, Missbrauch und Inzest), das die größte Organisation gegen sexuelle Übergriffe in den Vereinigten Staaten darstellt.

Zurük zum Album. Da sich Tori Amos eher als Musikerin denn als Schriftstellerin sieht, bemüht sie sich stets, aus ihren Texten auch ein klangliches Erlebnis werden zu lassen. Auf “Native Invader” ist ihr dies wieder einmal ausgesprochen gut gelungen. Neben ätherisch anmutenden Titeln, wie dem ersten, “Reindeer King”, gibt es auch welche, die rhythmusbetont, poppig, gar ungewohnt konventionell, sind. Kein Titel des Albums floppt. Völlig egal, in welche Richtung die Musik geht, Amos kann mit jeder Nummer überzeugen. Wir gratulieren Tori Amos zu dieser herausragenden Veröffentlichung.

Bleibt noch zu erwähnen, dass Tori Amos’ Herbsttournee durch Europa am 6. September in Irland begonnen hat, weitere Auftritte führen sie noch im September und Oktober quer durch Europa.



Textdatum: 2017-09-08  
Textrechte:
© Global Music Magazine  
Artikelfoto/s: © Decca Classics, Paulina Otylie Surys
Label: Decca Classics
Labelcode: 00171
Vertrieb: Universal Music GmbH
Produzent: Tori Amos
EAN: 28948155187
Spieldauer: 01:01:55
Tracks: 13
Ident-Code: 12002/378/1


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2017-08-02 NACHRICHT
Tori Amos: "Native Invader" am 8.9.

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