So Kalmery
Brakka System

Kongo ist die Heimat des Musikers So Kalmery. Und von einem afrikanischen Musiker wird häufig eine Musik erwartet, die den Klischees von afrikanischer Musik entspricht. Dabei wären die als westlich angesehenen Musikstile, Pop, Rock, Blues, Funk oder Jazz ohne Afrikaner wohl kaum entstanden.

So Kalmery schert sich nicht um Hörerwartungen. Er macht seine Musik und die ist afrikanisch durch und durch: Blues, Soul, Funk, Rock, Gospel und Elemente der traditionellen Musik seiner Heinmat. Dennoch vermutet man angesichts seiner Musik kaum, dass So Kalmery aus Kongo stammt.

In seinen Texten widmet sich So Kalmery Alltagsthemen. Nicht schwerwiegende philosophische Fragen bewegen ihn, sondern die Probleme des Hier und Jetzt in Kongo. Gesungen wird auf Kisuaheli, Englisch und Französisch.

So Kalmery wurde 1955 in der Bukavu-Region im früheren Zaire geboren. Sein Vater spielte Akkordeon, Trompete und Gitarre in einer lokalen Band. Danaben spielte er sonntags die Orgel in der Kirche. So sang bereits als kleines Kind im Kirchenchor. Seine Familie wurde gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, wodurch für So eine schwierige Zeit begann. Als Elfjähriger wurde er von einem skrupellosen Bandleader gekidnappt und als Sänger mit auf Tour durch Burundi und Kenia genommen. Zum Glück gelang es So ein Jahr darauf, zu entkommen. Er hatte bereits begonnen, eigene Musik zu schreiben und eine Karriere als Musiker zu seinem beruflichen Ziel erkoren. Als er mit 16 Jahren seine erste Platte für EMI Afrika aufnahm (Vedette mambo), wurde klar, dass hier ein großes Talent heranwuchs. In der Folge kam er in Kontakt mit Paco de Lucia und John McLaughlin und seine Karriere kam ins Rollen. 1989 folgten erste Aufnahmen in Europa, denen 1995 die CD “Rasmi” und eine Tour im Vorprogramm von Ben Harper folgten. 2001 kam “Bendera” heraus, eine CD, die von der Presse in Europa und den USA sehr positiv aufgenommen wurde.

“Brakka System” ist So Kalmerys neues Album. Nach acht Jahren Pause, in denen er ständig auf Tour in Europa und ganz Amerika war, bringt er mit diesem Album sein Ergebnis langjähriger kompositorischer Arbeit heraus. Die viele Arbeit merkt man dem Album deutlich an. Denn “Brakka System” klingt so perfekt und professionell, dass man einen amerikanischen Hintergrund und ein großes Budgets erwarten würde. Sein bluesig-funkiges, leicht rockiges Gitarrenspiel kombiniert er einerseits mit typisch westlichem Instrumentarium, doch setzt er andererseits auch exotische Instrumente ein. Alle Kompositionen stammen aus der Feder So Kalmerys.

So Kalmery ist ein weiteres Beispiel dafür, wie perfekt die Afrikaner die “westlichen” Stile beherrschen. Die Mischung der verschiedenen Richtungen mit der traditionellen Musik Zentralafrikas lässt einen neuen Stil entstehen, der spannend, anspruchsvoll und zugleich eingängig ist. “Brakka System” überzeugt vollends. Es ist So Kalmery ein überaus erfreuliches Album gelungen, das wir ganz besonders empfehlen möchten.

Tracks:
1 Hey! Mama Liza (3:29)
2 Regea (3:55)
3 Brand new day (3:52)
4 Makout (3:29)
5 Kamitik soul (5:14)
6 Pesa (4:05)
7 Waria (5:02)
8 Sema (5:12)
9 Harambe (3:48)
10 Calling (2:12)

Orientierungshilfe

Brakka System

Kongo ist die Heimat des Musikers So Kalmery. Und von einem afrikanischen Musiker wird häufig eine Musik erwartet, die den Klischees von afrikanischer Musik entspricht. Dabei wären die als westlich angesehenen Musikstile, Pop, Rock, Blues, Funk oder Jazz ohne Afrikaner wohl kaum entstanden.

So Kalmery schert sich nicht um Hörerwartungen. Er macht seine Musik und die ist afrikanisch durch und durch: Blues, Soul, Funk, Rock, Gospel und Elemente der traditionellen Musik seiner Heinmat. Dennoch vermutet man angesichts seiner Musik kaum, dass So Kalmery aus Kongo stammt.

In seinen Texten widmet sich So Kalmery Alltagsthemen. Nicht schwerwiegende philosophische Fragen bewegen ihn, sondern die Probleme des Hier und Jetzt in Kongo. Gesungen wird auf Kisuaheli, Englisch und Französisch.

So Kalmery wurde 1955 in der Bukavu-Region im früheren Zaire geboren. Sein Vater spielte Akkordeon, Trompete und Gitarre in einer lokalen Band. Danaben spielte er sonntags die Orgel in der Kirche. So sang bereits als kleines Kind im Kirchenchor. Seine Familie wurde gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, wodurch für So eine schwierige Zeit begann. Als Elfjähriger wurde er von einem skrupellosen Bandleader gekidnappt und als Sänger mit auf Tour durch Burundi und Kenia genommen. Zum Glück gelang es So ein Jahr darauf, zu entkommen. Er hatte bereits begonnen, eigene Musik zu schreiben und eine Karriere als Musiker zu seinem beruflichen Ziel erkoren. Als er mit 16 Jahren seine erste Platte für EMI Afrika aufnahm (Vedette mambo), wurde klar, dass hier ein großes Talent heranwuchs. In der Folge kam er in Kontakt mit Paco de Lucia und John McLaughlin und seine Karriere kam ins Rollen. 1989 folgten erste Aufnahmen in Europa, denen 1995 die CD “Rasmi” und eine Tour im Vorprogramm von Ben Harper folgten. 2001 kam “Bendera” heraus, eine CD, die von der Presse in Europa und den USA sehr positiv aufgenommen wurde.

“Brakka System” ist So Kalmerys neues Album. Nach acht Jahren Pause, in denen er ständig auf Tour in Europa und ganz Amerika war, bringt er mit diesem Album sein Ergebnis langjähriger kompositorischer Arbeit heraus. Die viele Arbeit merkt man dem Album deutlich an. Denn “Brakka System” klingt so perfekt und professionell, dass man einen amerikanischen Hintergrund und ein großes Budgets erwarten würde. Sein bluesig-funkiges, leicht rockiges Gitarrenspiel kombiniert er einerseits mit typisch westlichem Instrumentarium, doch setzt er andererseits auch exotische Instrumente ein. Alle Kompositionen stammen aus der Feder So Kalmerys.

So Kalmery ist ein weiteres Beispiel dafür, wie perfekt die Afrikaner die “westlichen” Stile beherrschen. Die Mischung der verschiedenen Richtungen mit der traditionellen Musik Zentralafrikas lässt einen neuen Stil entstehen, der spannend, anspruchsvoll und zugleich eingängig ist. “Brakka System” überzeugt vollends. Es ist So Kalmery ein überaus erfreuliches Album gelungen, das wir ganz besonders empfehlen möchten.

Tracks:
1 Hey! Mama Liza (3:29)
2 Regea (3:55)
3 Brand new day (3:52)
4 Makout (3:29)
5 Kamitik soul (5:14)
6 Pesa (4:05)
7 Waria (5:02)
8 Sema (5:12)
9 Harambe (3:48)
10 Calling (2:12)

Text date: 2009-08-15  
Text: © Global Music Magazine  
Distributor: Harmonia Mundi
Tracks: 10
Format: CD
Ident-Code: 2442/1485/1


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