Sampler
The Rough Guide to Jug Band Blues

In den Jahren gegen Ende des 19. Jahrhunderts waren sie unter den Afro-Amerikanern in den USA entstanden, die Jug Bands. In Ermangelung richtiger Instrumente, suchten findige Musiker nach Alltagsgegenständen, die sich zu Instrumenten umfunktionieren ließen. So wurden Töpfe, Gießkannen, Topfdeckel und vor allem Krüge eingesetzt, um einen Blues zu spielen, der sehr stark nach Country und gelegentlich nach Swing und Dixieland klang.

Das britische Label World Music Network hat nun einen opulenten Sampler veröffentlicht, der den sogenannten “Jug Band Blues” würdigt. Von Neil Record zusammengestellt, kommt das Album mit 25 Titeln und einer Gesamtspielzeit von 72 Minuten! Das Überraschendste ist die, trotz des hohen Alters der Aufnahmen, gute Klangqualität – allerdings dürfte klar sein, dass es sich dabei nicht um einen Hifi-Sound handeln kann.

Die Jug Bands waren vor allem in den 1920er- und 1930er-Jahren sehr beliebt in den USA, weil sie Country-Blues um humorige Elemente bereicherten und die Musik allgemein sehr viel Lebendigkeit und eine positive Grundstimmung besaß. In manchen Filmen von Laurel & Hardy ist diese Art Musik zu hören.

World Music Network gewährt uns einen Blick in diese anscheinend so lebensfrohe Szene, in der Bands wie die hier vertretene Will Shade’s Memphis Jug Band oder die Gus Cannon’s Jug Stompers zu den großen Namen zählten. Glücklicherweise war das Interesse an dieser Musik so groß, dass zahlreiche Aufnahmen davon gemacht wurden. Die Memphis Jug Band nahmen unter verschiedenen Namen (Picaninny Jug Band, the Carolina Peanut Boys oder Memphis Sheiks) für mehrere Label auf. Von ihnen stammt zum Beispiel auch die erste Aufnahme des Klassikers ‘Stealin’ aus dem Jahr 1928, das The Grateful Dead 1966 als Single herausbrachten.

Ein weiterer Name auf dem Sampler, der dem Experten bekannt sein dürfte, ist die Blueslegende Tampa Red , der für sein Slide-Spiel bekannt ist und sogar eine eigene Jug-Band gegründet hatte, nämlich die Hokum Jug Band.

Trotz allen Dokumentationscharakters ist “The Rough Guide to Jug Band Blues” angenehm zu hören. Der spezielle LoFi-Sound (garantiert in Mono) gehört einfach dazu. Mit ihren selbst gebastelten Instrumenten und mit charmanter und höchst vergnüglicher Musik verzaubern die Interpreten ihre Zuhörer.

Tracks:
01 – Memphis Sheiks: He’s In The Jailhouse Now – 00:03:10
02 – Whistler & His Jug Band: The Jug Band Special – 00:03:06
03 – Cannon’s Jug Stompers: Going To Germany – 00:02:30
04 – Birmingham Jug Band: Giving It Away – 00:03:02
05 – Earl McDonald’s Original Louisville Jug Band: Casey Bill – 00:02:46
06 – Tampa Red’s Hokum Jug Band: It’s Tight Like That – 00:02:44
07 – Carolina Peanut Boys: This Will Bring You Back – 00:03:02
08 – Daddy Stovepipe & Mississippi Sarah: The Spasm – 00:02:49
09 – Minnie Wallace : The Old Folks Started It – 00:02:40
10 – King David’s Jug Band: What’s That Tastes Like Gravy – 00:03:05
11 – Seven Gallon Jug Band: Wipe ‘Em Off – 00:02:40
12 – Memphis Minnie And Her Jug Band: Grandpa And Grandma Blues – 00:03:22
13 – Memphis Jug Band: Stealin’, Stealin’ – 00:02:56
14 – Bob Coleman & The Cincinnati Jug Band: Tear It Down – 00:02:46
15 – Clifford’s Louisville Jug Band: Mammy O’Mine Blues – 00:03:35
16 – Noah Lewis’ Jug Band : Ticket Agent Blues – 00:02:38
17 – Jimmie Rodgers & The Louisville Jug Band: My Good Gal’s Gone Blues – 00:02:45
18 – Jed Davenport And His Beale Street Jug Band: Beale Street Breakdown – 00:02:49
19 – Bill Johnson’s Louisiana Jug Band: Don’t Drink It In Here – 00:02:50
20 – Picaninny Jug Band: Bottle It Up And Go – 00:02:25
21 – Dixieland Jug Blowers: Banjoreno – 00:03:10
22 – Prairie Ramblers: Jug Rag – 00:02:50
23 – Jack Kelly & His South Memphis Jug Band: Red Ripe Tomatoes – 00:03:01
24 – Old Southern Jug Band: Blues, Just Blues, That’s All – 00:02:45
25 – Alabama Jug Band: Sugar Blues – 00:02:34

Orientierungshilfe

The Rough Guide to Jug Band Blues

In den Jahren gegen Ende des 19. Jahrhunderts waren sie unter den Afro-Amerikanern in den USA entstanden, die Jug Bands. In Ermangelung richtiger Instrumente, suchten findige Musiker nach Alltagsgegenständen, die sich zu Instrumenten umfunktionieren ließen. So wurden Töpfe, Gießkannen, Topfdeckel und vor allem Krüge eingesetzt, um einen Blues zu spielen, der sehr stark nach Country und gelegentlich nach Swing und Dixieland klang.

Das britische Label World Music Network hat nun einen opulenten Sampler veröffentlicht, der den sogenannten “Jug Band Blues” würdigt. Von Neil Record zusammengestellt, kommt das Album mit 25 Titeln und einer Gesamtspielzeit von 72 Minuten! Das Überraschendste ist die, trotz des hohen Alters der Aufnahmen, gute Klangqualität – allerdings dürfte klar sein, dass es sich dabei nicht um einen Hifi-Sound handeln kann.

Die Jug Bands waren vor allem in den 1920er- und 1930er-Jahren sehr beliebt in den USA, weil sie Country-Blues um humorige Elemente bereicherten und die Musik allgemein sehr viel Lebendigkeit und eine positive Grundstimmung besaß. In manchen Filmen von Laurel & Hardy ist diese Art Musik zu hören.

World Music Network gewährt uns einen Blick in diese anscheinend so lebensfrohe Szene, in der Bands wie die hier vertretene Will Shade’s Memphis Jug Band oder die Gus Cannon’s Jug Stompers zu den großen Namen zählten. Glücklicherweise war das Interesse an dieser Musik so groß, dass zahlreiche Aufnahmen davon gemacht wurden. Die Memphis Jug Band nahmen unter verschiedenen Namen (Picaninny Jug Band, the Carolina Peanut Boys oder Memphis Sheiks) für mehrere Label auf. Von ihnen stammt zum Beispiel auch die erste Aufnahme des Klassikers ‘Stealin’ aus dem Jahr 1928, das The Grateful Dead 1966 als Single herausbrachten.

Ein weiterer Name auf dem Sampler, der dem Experten bekannt sein dürfte, ist die Blueslegende Tampa Red , der für sein Slide-Spiel bekannt ist und sogar eine eigene Jug-Band gegründet hatte, nämlich die Hokum Jug Band.

Trotz allen Dokumentationscharakters ist “The Rough Guide to Jug Band Blues” angenehm zu hören. Der spezielle LoFi-Sound (garantiert in Mono) gehört einfach dazu. Mit ihren selbst gebastelten Instrumenten und mit charmanter und höchst vergnüglicher Musik verzaubern die Interpreten ihre Zuhörer.

Tracks:
01 – Memphis Sheiks: He’s In The Jailhouse Now – 00:03:10
02 – Whistler & His Jug Band: The Jug Band Special – 00:03:06
03 – Cannon’s Jug Stompers: Going To Germany – 00:02:30
04 – Birmingham Jug Band: Giving It Away – 00:03:02
05 – Earl McDonald’s Original Louisville Jug Band: Casey Bill – 00:02:46
06 – Tampa Red’s Hokum Jug Band: It’s Tight Like That – 00:02:44
07 – Carolina Peanut Boys: This Will Bring You Back – 00:03:02
08 – Daddy Stovepipe & Mississippi Sarah: The Spasm – 00:02:49
09 – Minnie Wallace : The Old Folks Started It – 00:02:40
10 – King David’s Jug Band: What’s That Tastes Like Gravy – 00:03:05
11 – Seven Gallon Jug Band: Wipe ‘Em Off – 00:02:40
12 – Memphis Minnie And Her Jug Band: Grandpa And Grandma Blues – 00:03:22
13 – Memphis Jug Band: Stealin’, Stealin’ – 00:02:56
14 – Bob Coleman & The Cincinnati Jug Band: Tear It Down – 00:02:46
15 – Clifford’s Louisville Jug Band: Mammy O’Mine Blues – 00:03:35
16 – Noah Lewis’ Jug Band : Ticket Agent Blues – 00:02:38
17 – Jimmie Rodgers & The Louisville Jug Band: My Good Gal’s Gone Blues – 00:02:45
18 – Jed Davenport And His Beale Street Jug Band: Beale Street Breakdown – 00:02:49
19 – Bill Johnson’s Louisiana Jug Band: Don’t Drink It In Here – 00:02:50
20 – Picaninny Jug Band: Bottle It Up And Go – 00:02:25
21 – Dixieland Jug Blowers: Banjoreno – 00:03:10
22 – Prairie Ramblers: Jug Rag – 00:02:50
23 – Jack Kelly & His South Memphis Jug Band: Red Ripe Tomatoes – 00:03:01
24 – Old Southern Jug Band: Blues, Just Blues, That’s All – 00:02:45
25 – Alabama Jug Band: Sugar Blues – 00:02:34

Text date: 2017-05-25  
Text: © Global Music Magazine  
Label: World Music Network
Barcode: 605633135824
Duration: 72:00
Tracks: 25
Catalogue No: RGNET1358CD
Ident-Code: 11614/648/1


Orientierungshilfe

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