Roger Goula
Overview Effect

Musik aus dem Ambient-Bereich gleitet nur allzu oft in Langeweile oder esoterisches Gesäusel ab. Roger Goula hingegen schafft es auf seinem neuen Album “Overview Effect”, das morgen bei Cognitive Shift Recordings / One Little Indian erscheint, dies zu vermeiden.

“Overview Effect” bietet eine minimalistische Musik, mit der der Komponist Klangmalerei betreibt. In etwa, wie dies die Electronic-Pioniere Tangerine Dream auf ihren frühen Alben “Atem”, “Zeit” oder “Alpha Centauri” getan haben. Mit dem Unterschied, dass Roger Goula neben Electronic auch konventionelles Instrumentarium und gar “echte” Streicher einsetzt. Letzteres lässt denn auch an “X” von Klaus Schulze denken.

Man hört der Musik des Komponisten und Multiinstrumentalisten Roger Goula allerdings an, dass er über eine seriöse klassische Ausbildung verfügt. Sein Bestreben, eben nicht in Esoterik abzugleiten, zeugt davon. Zu ernst ist seine Musik, doch strahlt sie eine angenehme Ruhe und Entspanntheit aus.

Der gedankliche Ausgangspunkt seiner neuen Kompositionen waren die Erzählungen ehemaliger Raumfahrer, die von dem als “Overview Effect” bezeichneten psychologischen Phänomen berichten, das auftritt, wenn man während des Aufenthalts im Weltall die Erde als winzigen Ball in der schier endlosen Leere des Alls sieht.

Genau dieses Gefühl von Leere und Endlosigkeit vermag Roger Goula auf “Overview Effect” hervorragend zu transportieren. Auch das Gefühl von Schwerelosigkeit steckt in seiner Musik. Aber wie gesagt, trotz Klangmalerei und Minimalismus, reißt der Spannungsbogen nie ab.

Einzelne Passagen, z.B. das Cello-Solo in “Looking back to self awareness” tendieren gar in Richtung Neo-Klassik. Um “Overview Effect” gänzlich diesem Genre zuzuordnen, fehlt es Roger Goulas Musik doch noch etwas an Tiefe. Trotz dieser kleinen Einschränkung bleiben wir bei dem Urteil, dass es sich bei “Overview Effect” um ein absolut spannendes und in der Tat sehr hörenswertes Album handelt.


Orientierungshilfe

Overview Effect

Musik aus dem Ambient-Bereich gleitet nur allzu oft in Langeweile oder esoterisches Gesäusel ab. Roger Goula hingegen schafft es auf seinem neuen Album “Overview Effect”, das morgen bei Cognitive Shift Recordings / One Little Indian erscheint, dies zu vermeiden.

“Overview Effect” bietet eine minimalistische Musik, mit der der Komponist Klangmalerei betreibt. In etwa, wie dies die Electronic-Pioniere Tangerine Dream auf ihren frühen Alben “Atem”, “Zeit” oder “Alpha Centauri” getan haben. Mit dem Unterschied, dass Roger Goula neben Electronic auch konventionelles Instrumentarium und gar “echte” Streicher einsetzt. Letzteres lässt denn auch an “X” von Klaus Schulze denken.

Man hört der Musik des Komponisten und Multiinstrumentalisten Roger Goula allerdings an, dass er über eine seriöse klassische Ausbildung verfügt. Sein Bestreben, eben nicht in Esoterik abzugleiten, zeugt davon. Zu ernst ist seine Musik, doch strahlt sie eine angenehme Ruhe und Entspanntheit aus.

Der gedankliche Ausgangspunkt seiner neuen Kompositionen waren die Erzählungen ehemaliger Raumfahrer, die von dem als “Overview Effect” bezeichneten psychologischen Phänomen berichten, das auftritt, wenn man während des Aufenthalts im Weltall die Erde als winzigen Ball in der schier endlosen Leere des Alls sieht.

Genau dieses Gefühl von Leere und Endlosigkeit vermag Roger Goula auf “Overview Effect” hervorragend zu transportieren. Auch das Gefühl von Schwerelosigkeit steckt in seiner Musik. Aber wie gesagt, trotz Klangmalerei und Minimalismus, reißt der Spannungsbogen nie ab.

Einzelne Passagen, z.B. das Cello-Solo in “Looking back to self awareness” tendieren gar in Richtung Neo-Klassik. Um “Overview Effect” gänzlich diesem Genre zuzuordnen, fehlt es Roger Goulas Musik doch noch etwas an Tiefe. Trotz dieser kleinen Einschränkung bleiben wir bei dem Urteil, dass es sich bei “Overview Effect” um ein absolut spannendes und in der Tat sehr hörenswertes Album handelt.

Textdatum: 2016-11-03  
Textrechte:
© Global Music Magazine  
Artikelfoto/s: © Adrià Goula
Label: Cognitive Shift Recordings / One Little Indian
Vertrieb: Rough Trade
Tracks: 8
Ident-Code: 10697/894/1



Orientierungshilfe

Translation

INTO ENGLISH (using Google translator)

Artikelnavigation

Bitte beachten Sie die folgenden Hinweise zum Urheberrecht

Alle Artikel unserer Webseiten sind durch das Urheberrecht geschützt. Das Kopieren und Verbreiten unserer Artikel bedarf in jedem Fall unsere ausdrückliche Zustimmung. Bei fremden Artikeln bedarf es in jedem Fall der Zustimmung des jeweiligen Rechteinhabers.

Ist als Textquelle nicht "Global Music | Weltmusik-Magazin" angegeben, handelt es sich um einen externen Artikel. Für den Inhalt dieser auf diese Weise gekennzeichneten Artikel sind die jeweils genannten Autoren bzw. Quellen verantwortlich. Die Inhalte der Artikel spiegeln nicht zwangsläufig die Meinung der Redaktion wieder. Achten Sie also unbedingt auf die angebene Textquelle.

Das Vorgenannte gilt entsprechend auch für Abbildungen und Fotos.

Weitere Hinweise zu diesen Themen finden Sie in unserem Impressum.