Rebeca Lane
Alma Mestiza

Rap, wenn man den Text nicht versteht? Bei Rebeca Lane kein Problem, weil ihr Sound so direkt und ihr Gesang so ausdrucksstark sind, dass man auch ohne Spanisch-Kenntnisse mitbekommt, was sie sagen möchte.

Rebeca Lane ist “poet, rapper, sociologist, activist and Hip Hop educator”, heißt es in der Pressemappe der Künstlerin. Auf jeden Fall scheint das Multitalent eine der bekanntesten Stimmen Lateinamerikas zu sein. Sie erlebte als Kind das Ende des Bürgerkriegs und dessen Nachwehen in Guatemala und arbeitete schon als junge Frau in Initiativen mit, die die Gräuel der Militärdiktatur aufdeckten. Im Zuge ihrer Politisierung fand sie heraus, dass Frauen im politischen und kulturellen System ihres Heimatlandes kaum Führungsrollen einnahmen, und Rebeca Lane wurde Feministin. Insbesondere wurde sie kulturelle Aktivistin, verschiedene Formen von Kultur, besonders Theater, Literatur und Musik, wurden ihre Anliegen.

Als Lyrikerin und Rapperin beschäftigt sie sich in ihren Texten mit ihrer Rolle als Frau, mit dem in Mittelamerika sehr starken Machismo, nicht zuletzt aber auch mit Kolonialismus (etwa 60% der Bevölkerung Guatemalas sind Indigene, meist Mayas) und Militarismus. Ihre Arbeit als Hip-Hop-Lehrerin in ärmeren Stadtvierteln von Guatemala City – um jungen Frauen in der durchaus sexistischen Hip-Hop-Kultur gleiche Möglichkeiten zu geben – ist ihr ebenso wichtig wie die als studierte Soziologin.

Bekannt wurde Rebeca Lane mit ihrer “Cumbia de la Memoria” (siehe Video unten), einem Lied, der die Verbrechen des Bürgerkriegs und den Völkermord der Militärs an der indigenen Ethnie der Maya-Ixil anprangert.

“Dieses Stück hat viel mit meiner persönlichen Geschichte zu tun, denn meine Tante wurde von den Militärs verschleppt; sie ist nie wieder aufgetaucht.”

Wir sehen es als eine Ehre an, auf ihr heute bei flowfish erscheinendes Album “Alma Mestiza” hinzuweisen. Erfreulicherweise sind Rebeca Lanes Kompositionen so interessant, dass sie auch musikalisch überzeugen. Stark lateinamerikanisch geprägte Grooves, sowie feministischer Hip-hop in interessanter Aufmachung. Ein in vielfacher Hinsicht starkes Album!



Orientierungshilfe

Alma Mestiza

Rap, wenn man den Text nicht versteht? Bei Rebeca Lane kein Problem, weil ihr Sound so direkt und ihr Gesang so ausdrucksstark sind, dass man auch ohne Spanisch-Kenntnisse mitbekommt, was sie sagen möchte.

Rebeca Lane ist “poet, rapper, sociologist, activist and Hip Hop educator”, heißt es in der Pressemappe der Künstlerin. Auf jeden Fall scheint das Multitalent eine der bekanntesten Stimmen Lateinamerikas zu sein. Sie erlebte als Kind das Ende des Bürgerkriegs und dessen Nachwehen in Guatemala und arbeitete schon als junge Frau in Initiativen mit, die die Gräuel der Militärdiktatur aufdeckten. Im Zuge ihrer Politisierung fand sie heraus, dass Frauen im politischen und kulturellen System ihres Heimatlandes kaum Führungsrollen einnahmen, und Rebeca Lane wurde Feministin. Insbesondere wurde sie kulturelle Aktivistin, verschiedene Formen von Kultur, besonders Theater, Literatur und Musik, wurden ihre Anliegen.

Als Lyrikerin und Rapperin beschäftigt sie sich in ihren Texten mit ihrer Rolle als Frau, mit dem in Mittelamerika sehr starken Machismo, nicht zuletzt aber auch mit Kolonialismus (etwa 60% der Bevölkerung Guatemalas sind Indigene, meist Mayas) und Militarismus. Ihre Arbeit als Hip-Hop-Lehrerin in ärmeren Stadtvierteln von Guatemala City – um jungen Frauen in der durchaus sexistischen Hip-Hop-Kultur gleiche Möglichkeiten zu geben – ist ihr ebenso wichtig wie die als studierte Soziologin.

Bekannt wurde Rebeca Lane mit ihrer “Cumbia de la Memoria” (siehe Video unten), einem Lied, der die Verbrechen des Bürgerkriegs und den Völkermord der Militärs an der indigenen Ethnie der Maya-Ixil anprangert.

“Dieses Stück hat viel mit meiner persönlichen Geschichte zu tun, denn meine Tante wurde von den Militärs verschleppt; sie ist nie wieder aufgetaucht.”

Wir sehen es als eine Ehre an, auf ihr heute bei flowfish erscheinendes Album “Alma Mestiza” hinzuweisen. Erfreulicherweise sind Rebeca Lanes Kompositionen so interessant, dass sie auch musikalisch überzeugen. Stark lateinamerikanisch geprägte Grooves, sowie feministischer Hip-hop in interessanter Aufmachung. Ein in vielfacher Hinsicht starkes Album!



Textdatum: 2017-06-08  
Textrechte:
© Global Music | Weltmusik-Magazin  
Artikelfoto/s: © Paula Morales
Label: flowfish
Labelcode: LC 12011
Vertrieb: Broken Silence
EAN: 700118955949
Spieldauer: 46:36
Tracks: 14
Ident-Code: 11642/860/1


Orientierungshilfe

Translation

INTO ENGLISH (using Google translator)

Artikelnavigation

Bitte beachten Sie die folgenden Hinweise zum Urheberrecht

Alle Artikel unserer Webseiten sind durch das Urheberrecht geschützt. Das Kopieren und Verbreiten unserer Artikel bedarf in jedem Fall unsere ausdrückliche Zustimmung. Bei fremden Artikeln bedarf es in jedem Fall der Zustimmung des jeweiligen Rechteinhabers.

Ist als Textquelle nicht "Global Music | Weltmusik-Magazin" angegeben, handelt es sich um einen externen Artikel. Für den Inhalt dieser auf diese Weise gekennzeichneten Artikel sind die jeweils genannten Autoren bzw. Quellen verantwortlich. Die Inhalte der Artikel spiegeln nicht zwangsläufig die Meinung der Redaktion wieder. Achten Sie also unbedingt auf die angebene Textquelle.

Das Vorgenannte gilt entsprechend auch für Abbildungen und Fotos.

Weitere Hinweise zu diesen Themen finden Sie in unserem Impressum.