Pauliina Lerche
Malanja

Spätestens mit “Malanja” macht Pauliina Lerche deutlich, dass sie zu den größten Talenten in der Volksmusik Finnlands gezählt werden muss. Sie zeigt sich hier als eine professionelle Künstlerin mit perfekten Kompositionen, perfektem Gesang und perfekter Beherrschung ihrer verschiedenen Instrumente (Akkordeon, Violine, Kantele, Deltar).

“Malanja” ist das zweite Album dieser begnadeten finnischen Musikerin. Es ist nicht so experimentell geraten, wie das Vorgängeralbum (ihr Debütalbum “Katrilli” aus dem Jahr 2003). Doch stellt dies in keiner Weise einen Nachteil dar, weil finnisch-karelische Volksmusik auch für sich allein eine wunderschöne Musik ist.

Pauliina Lerche versucht schon seit jeher, neue Wege zu finden, wie die Musik ihrer Heimat zeitgemäß komponiert und interpretiert werden kann. Und mit “Malanja” scheint sie gefunden zu haben, wonach sie suchte: Eine Version finnisch-karelischer Volksmusik, die in unsere Zeit passt.

“Malanja” beinhaltet vorwiegend Eigenkompositionen aber auch Bearbeitungen traditioneller Stücke. Die selbst verfassten Stücke sind meist an die musikalischen Traditionen Kareliens angelehnt und weisen, wo gesungen wird, überwiegend den unheimlich kraftvollen Schachtelgesang auf. Ein Gesangsstil, der typisch ist für diese Musik und den sie perfekt beherrscht. Er kommt bei ihr hervorragend zur Geltung und besitzt eine ungeheure Dynamik. Schon allein deswegen sollte man diese CD gehört haben.

Doch es wäre kein Album von Pauliina Lerche, wäre da nicht auch gleichzeitig immer wieder ihr Streben nach Neuem hörbar. Dieses Streben wird unter anderem deutlich in der Eigenkomposition “Touko”. Hier ist ein schwungvolles jazziges Vibraphon-Solo (gespielt von Arttu Takalo) eingebaut. Das Arrangement ist so gut gelungen, dass es beinahe selbstverständlich erscheint, ein Jazz-Solo in einem Folk-Stück zu hören.

Pauliina LercheNeben ihrem Gesang ist das Akkordeonspiel die große Stärke Pauliina Lerches. Dies wird besonders in “Kaisan katrilli” deutlich. Ein schwungvolles Instrumentalstück aus eigener Feder, das von ihrem dynamischen Akkordeonspiel getragen wird. Mit schnellen Läufen durchsetzt und zupackend gespielt, hält man da schon mal die Luft an. Gleich anschließend interpretiert sie ein Volkslied und arrangiert es dergestalt um, das es, mit entsprechendem Instrumentarium gespielt, streckenweise als Folkrock durchgehen könnte. Dann wieder “Amerikan katrilli”, das mit Slide-Spiel auf dem Dobro überrascht und dem Titel entsprechend Assoziationen an amerikanische Musik hervorruft.

Hervorgehoben werden sollte auch die Komposition “Yön tyttö” von Pauliina Lerche und ihrer jüngeren Schwester Hannamari Luukanen. Ein Lied mit sehr schönem mehrstimmigem Gesang, wobei hier beide Schwestern hervorragend gesanglich harmonieren.

Pauliina Lerches Aussage nach, war es ihr auch ein Anliegen, die Natur ihrer Heimat auf diesem Album musikalisch einzufangen und die verschiedenen Stimmungen und Empfindungen in der Natur wiederzugeben. Dies gelingt ihr insbesondere im letzten Stück des Albums, “Aallot”, bei dem Pauliina Lerche an der Kantele zusammen mit ihrem Mann Peter Lerche an der Gitarre zu hören ist. Es ist ein frei fließendes Stück mit einer entfernt an Bill Frisell erinnernden Gitarrenbegleitung und mit Naturgeräuschen unterlegt. “Aallot” hat nichts mit naiver Klangmalerei zu tun, wirkt herrlich ruhig und entspannt und ist dabei musikalisch äußerst spannend.

Pauliina Lerche – eine bescheidene und sehr sympathische Vertreterin der finnischen Folkmusik-Szene. Gibt es einen passenderen Namen für eine Sängerin als “Lerche”?

Tracks:
1. Jo Mie Viikon 3:49
2. Touko 4:35
3. Etelämyrsky 4:07
4. Malanja 3:49
5. Kaisan Katrilli 4:28
6. Tanssi Poika 4:00
7. Kirkonkellot Ii 3:52
8. Amerikan Katrilli 4:09
9. Yön Tyttö 3:51
10. Tulikatrilli 6:03
11. Aallot 5:51

Orientierungshilfe

Malanja

Spätestens mit “Malanja” macht Pauliina Lerche deutlich, dass sie zu den größten Talenten in der Volksmusik Finnlands gezählt werden muss. Sie zeigt sich hier als eine professionelle Künstlerin mit perfekten Kompositionen, perfektem Gesang und perfekter Beherrschung ihrer verschiedenen Instrumente (Akkordeon, Violine, Kantele, Deltar).

“Malanja” ist das zweite Album dieser begnadeten finnischen Musikerin. Es ist nicht so experimentell geraten, wie das Vorgängeralbum (ihr Debütalbum “Katrilli” aus dem Jahr 2003). Doch stellt dies in keiner Weise einen Nachteil dar, weil finnisch-karelische Volksmusik auch für sich allein eine wunderschöne Musik ist.

Pauliina Lerche versucht schon seit jeher, neue Wege zu finden, wie die Musik ihrer Heimat zeitgemäß komponiert und interpretiert werden kann. Und mit “Malanja” scheint sie gefunden zu haben, wonach sie suchte: Eine Version finnisch-karelischer Volksmusik, die in unsere Zeit passt.

“Malanja” beinhaltet vorwiegend Eigenkompositionen aber auch Bearbeitungen traditioneller Stücke. Die selbst verfassten Stücke sind meist an die musikalischen Traditionen Kareliens angelehnt und weisen, wo gesungen wird, überwiegend den unheimlich kraftvollen Schachtelgesang auf. Ein Gesangsstil, der typisch ist für diese Musik und den sie perfekt beherrscht. Er kommt bei ihr hervorragend zur Geltung und besitzt eine ungeheure Dynamik. Schon allein deswegen sollte man diese CD gehört haben.

Doch es wäre kein Album von Pauliina Lerche, wäre da nicht auch gleichzeitig immer wieder ihr Streben nach Neuem hörbar. Dieses Streben wird unter anderem deutlich in der Eigenkomposition “Touko”. Hier ist ein schwungvolles jazziges Vibraphon-Solo (gespielt von Arttu Takalo) eingebaut. Das Arrangement ist so gut gelungen, dass es beinahe selbstverständlich erscheint, ein Jazz-Solo in einem Folk-Stück zu hören.

Pauliina LercheNeben ihrem Gesang ist das Akkordeonspiel die große Stärke Pauliina Lerches. Dies wird besonders in “Kaisan katrilli” deutlich. Ein schwungvolles Instrumentalstück aus eigener Feder, das von ihrem dynamischen Akkordeonspiel getragen wird. Mit schnellen Läufen durchsetzt und zupackend gespielt, hält man da schon mal die Luft an. Gleich anschließend interpretiert sie ein Volkslied und arrangiert es dergestalt um, das es, mit entsprechendem Instrumentarium gespielt, streckenweise als Folkrock durchgehen könnte. Dann wieder “Amerikan katrilli”, das mit Slide-Spiel auf dem Dobro überrascht und dem Titel entsprechend Assoziationen an amerikanische Musik hervorruft.

Hervorgehoben werden sollte auch die Komposition “Yön tyttö” von Pauliina Lerche und ihrer jüngeren Schwester Hannamari Luukanen. Ein Lied mit sehr schönem mehrstimmigem Gesang, wobei hier beide Schwestern hervorragend gesanglich harmonieren.

Pauliina Lerches Aussage nach, war es ihr auch ein Anliegen, die Natur ihrer Heimat auf diesem Album musikalisch einzufangen und die verschiedenen Stimmungen und Empfindungen in der Natur wiederzugeben. Dies gelingt ihr insbesondere im letzten Stück des Albums, “Aallot”, bei dem Pauliina Lerche an der Kantele zusammen mit ihrem Mann Peter Lerche an der Gitarre zu hören ist. Es ist ein frei fließendes Stück mit einer entfernt an Bill Frisell erinnernden Gitarrenbegleitung und mit Naturgeräuschen unterlegt. “Aallot” hat nichts mit naiver Klangmalerei zu tun, wirkt herrlich ruhig und entspannt und ist dabei musikalisch äußerst spannend.

Pauliina Lerche – eine bescheidene und sehr sympathische Vertreterin der finnischen Folkmusik-Szene. Gibt es einen passenderen Namen für eine Sängerin als “Lerche”?

Tracks:
1. Jo Mie Viikon 3:49
2. Touko 4:35
3. Etelämyrsky 4:07
4. Malanja 3:49
5. Kaisan Katrilli 4:28
6. Tanssi Poika 4:00
7. Kirkonkellot Ii 3:52
8. Amerikan Katrilli 4:09
9. Yön Tyttö 3:51
10. Tulikatrilli 6:03
11. Aallot 5:51

Text date: 2008-09-14  
Text: © Global Music Magazine  
Tracks: 11
Format: CD
Ident-Code: 1875/1911/1



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