Patriarcas De La Rumba
Cosa Nostra

Der neue Sound Barcelonas, der so gerne unter dem Schlagwort „Mestizaje” verpackt wird, hält die Musikwelt seit einigen Jahren in Atem. Kataloniens Metropole als Schmelztiegel für Ingredienzien aus aller Damen und Herren Länder – das ist das Gesicht der Gaudí-Stadt im Jahre 2005. Doch was spielte sich dort in vergangenen Jahrzehnten ab, als Ojos De Brujo, Dusminguet, Macaco, Muchachito und die anderen quirligen Protagonisten der Jetztzeit noch in die Windeln machten oder noch nicht einmal das Licht der Costa Brava-Sonne erblickt hatten? Mythisch muten die Hauptfiguren der Rumba Catalán an, ihre Namen nennt man mit Ehrfurcht, doch ihre Platten sind oft vergriffen. Anders als im südfranzösischen, zweiten Hoheitsgebiet der Rumba, von wo sich die Gipsy Kings vor mehr als 15 Jahren zu globaler Bedeutung aufschwangen, lag bei ihren katalanischen Brüdern musikhistorisch Vieles brach. Wir trauten deshalb kaum unseren Ohren, als wir auf die vorliegende Einspielung namens Cosa Nostra aufmerksam wurden. Betagte, aber hellwache Rumba-Recken aus den Gitano-Vierteln fanden sich vorm Mikro ein, um der Welt zu zeigen, mit welcher Erbsubstanz Barna in verflossenen Dekaden gesegnet worden ist. Und das Überraschendste: Die Grassroots-Arbeit dieser taufrischen Patriarchen wird durch junge Gypsy- Musiker und Frontstimmen von Dusminguet, Jarabe De Palo oder Macaco flankiert.

“Es ist nun an der Zeit, d ie Mestizaje-Idee ein wenig beiseite zu lassen und die richtigen Rumberos zu präsentieren”, bekräftigt Cosa Nostra-Produzent, und -Gitarrist Antonio Carbonell, genannt “Sicus”. Mit seiner Gruppe Sabor De Gracia, namentlich den Compañeros an Piano (Yumitus), Gesang (Miguel Fernandez “Miki”), Gitarre (Johnny Malla “Petete” ), Bass (David Torras “Barretina”) sowie Perkussion (Francisco Batista “Rambo”) verkörpert er den gerade blühenden Spross des Rumba-Stammbaums. Gegründet haben sich Sabor de Gracia 1994 – mit dem Ziel vor Ohren, das vor mehr als einem halb en Jahrhundert populär gewordene Genre der katalanischen Gypsies in eine neue Ära zu führen. Mit ihren beiden Alben Tots Els Colors (1997) und El Mundo Baila (2004) konnten sie dafür mehr als einen Grundstock legen, sind mittlerweile so gut im Geschäft, dass sie sich die Bühne mit Berühmtheiten wie Ketama teilen. An der Seite von Kiko Veneno und Maria Del Mar Bonet traten sie 2002 im Film “El Gran Gato” in Erscheinung, der Lebensgeschichte der bereits verstorbenen Rumba-Eminenz der 1970er/80er.

Nun haben sich die Gitano-Youngster um “Sicus” an ein Projekt gewagt, das im Grunde völlig gegen den Barcelona-Trend gekämmt ist: Die alte Garde der Zigeunermusiker, Stimmen, die im Brennpunkt der Rumba-Mania seit den 1950er standen, aus d en fünf wichtigsten Barrios zusammenzurufen. Es ist dies nicht mehr und nicht weniger als eine überfällige Verbeugung vor einer großen Epoche, ein fulminantes Dokument, wie sich die Zukunfts-Rumba von Sicus und seinen Mannen aus den Wurzeln nährt. Diese werden von fünf Rumberos zwischen 60 und 75 Jahren repräsentiert: Allesamt haben sie jahrzehntelang am Puls des Genres gewirkt, u.a. b eim Rumba-König Peret, der einst als Übervater und Pionier die ausgewogene Mischung zwischen Flamenco und afro-kubanischen Einflüssen festgeleg t hat. Die Poesie und Feierlaune der klassischen Rumba Catalán, wie sie auf Hochzeiten und anderen Festen der Gitanos zum Tanz gespielt wird , verströmen die PATRIARCAS DE LA RUMBA noch immer mit jedem Ton.

Tracks:
1. La Que Se Ha Liao 4:34
2. Jacarandonga 3:30
3. Me Voy Pa’ Cachimbamba 3:16
4. Vivir Sin Ti 4:34
5. Las Tres Marias 3:39
6. Yo No Me Caso 3:15
7. Medley Roberto Carlos 6:08
8. Al Pasar La Barca 3:46
9. Diablo 4:37
10. Voy A Perder La Cabeza Por Tu Amor 5:27
11. Taki Taki 3:26
12. Pa Ismael Rivera 3:52
13. Garrotin De Lleida 4:13

2006
Cosa Nostra

Der neue Sound Barcelonas, der so gerne unter dem Schlagwort „Mestizaje” verpackt wird, hält die Musikwelt seit einigen Jahren in Atem. Kataloniens Metropole als Schmelztiegel für Ingredienzien aus aller Damen und Herren Länder – das ist das Gesicht der Gaudí-Stadt im Jahre 2005. Doch was spielte sich dort in vergangenen Jahrzehnten ab, als Ojos De Brujo, Dusminguet, Macaco, Muchachito und die anderen quirligen Protagonisten der Jetztzeit noch in die Windeln machten oder noch nicht einmal das Licht der Costa Brava-Sonne erblickt hatten? Mythisch muten die Hauptfiguren der Rumba Catalán an, ihre Namen nennt man mit Ehrfurcht, doch ihre Platten sind oft vergriffen. Anders als im südfranzösischen, zweiten Hoheitsgebiet der Rumba, von wo sich die Gipsy Kings vor mehr als 15 Jahren zu globaler Bedeutung aufschwangen, lag bei ihren katalanischen Brüdern musikhistorisch Vieles brach. Wir trauten deshalb kaum unseren Ohren, als wir auf die vorliegende Einspielung namens Cosa Nostra aufmerksam wurden. Betagte, aber hellwache Rumba-Recken aus den Gitano-Vierteln fanden sich vorm Mikro ein, um der Welt zu zeigen, mit welcher Erbsubstanz Barna in verflossenen Dekaden gesegnet worden ist. Und das Überraschendste: Die Grassroots-Arbeit dieser taufrischen Patriarchen wird durch junge Gypsy- Musiker und Frontstimmen von Dusminguet, Jarabe De Palo oder Macaco flankiert.

“Es ist nun an der Zeit, d ie Mestizaje-Idee ein wenig beiseite zu lassen und die richtigen Rumberos zu präsentieren”, bekräftigt Cosa Nostra-Produzent, und -Gitarrist Antonio Carbonell, genannt “Sicus”. Mit seiner Gruppe Sabor De Gracia, namentlich den Compañeros an Piano (Yumitus), Gesang (Miguel Fernandez “Miki”), Gitarre (Johnny Malla “Petete” ), Bass (David Torras “Barretina”) sowie Perkussion (Francisco Batista “Rambo”) verkörpert er den gerade blühenden Spross des Rumba-Stammbaums. Gegründet haben sich Sabor de Gracia 1994 – mit dem Ziel vor Ohren, das vor mehr als einem halb en Jahrhundert populär gewordene Genre der katalanischen Gypsies in eine neue Ära zu führen. Mit ihren beiden Alben Tots Els Colors (1997) und El Mundo Baila (2004) konnten sie dafür mehr als einen Grundstock legen, sind mittlerweile so gut im Geschäft, dass sie sich die Bühne mit Berühmtheiten wie Ketama teilen. An der Seite von Kiko Veneno und Maria Del Mar Bonet traten sie 2002 im Film “El Gran Gato” in Erscheinung, der Lebensgeschichte der bereits verstorbenen Rumba-Eminenz der 1970er/80er.

Nun haben sich die Gitano-Youngster um “Sicus” an ein Projekt gewagt, das im Grunde völlig gegen den Barcelona-Trend gekämmt ist: Die alte Garde der Zigeunermusiker, Stimmen, die im Brennpunkt der Rumba-Mania seit den 1950er standen, aus d en fünf wichtigsten Barrios zusammenzurufen. Es ist dies nicht mehr und nicht weniger als eine überfällige Verbeugung vor einer großen Epoche, ein fulminantes Dokument, wie sich die Zukunfts-Rumba von Sicus und seinen Mannen aus den Wurzeln nährt. Diese werden von fünf Rumberos zwischen 60 und 75 Jahren repräsentiert: Allesamt haben sie jahrzehntelang am Puls des Genres gewirkt, u.a. b eim Rumba-König Peret, der einst als Übervater und Pionier die ausgewogene Mischung zwischen Flamenco und afro-kubanischen Einflüssen festgeleg t hat. Die Poesie und Feierlaune der klassischen Rumba Catalán, wie sie auf Hochzeiten und anderen Festen der Gitanos zum Tanz gespielt wird , verströmen die PATRIARCAS DE LA RUMBA noch immer mit jedem Ton.

Tracks:
1. La Que Se Ha Liao 4:34
2. Jacarandonga 3:30
3. Me Voy Pa’ Cachimbamba 3:16
4. Vivir Sin Ti 4:34
5. Las Tres Marias 3:39
6. Yo No Me Caso 3:15
7. Medley Roberto Carlos 6:08
8. Al Pasar La Barca 3:46
9. Diablo 4:37
10. Voy A Perder La Cabeza Por Tu Amor 5:27
11. Taki Taki 3:26
12. Pa Ismael Rivera 3:52
13. Garrotin De Lleida 4:13

Textdatum: 2006-03-03  
Textrechte:
© Exil  
Vertrieb: INDIGO Musikproduktion + Vertriebs GmbH
Ident-Code: 562/1151/1


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