Özlem Tekin
Kargalar

Özlem Tekin klingt auf ihrem aktuellen Album so kraftvoll wie auf keinem ihrer früheren. Ihre Musik kommt mit einer Wucht daher, wie man es von einer türkischen Sängerin nicht erwartet hätte. Özlem Tekin ist neben Şebnem Ferah und Aylin Aslim, die bedeutendste türkische Rockmusikerin. Sie begann ihre Karriere zusammen mit Şebnem Ferah in der nur aus Frauen bestehenden Rockband Volvox. Nach deren Auflösung startete sie 1996 eine Solo-Karriere.

Özlem Tekin erhielt bereits während ihrer Schulzeit Klavierunterricht. Später schrieb sie sich am staatlichen Konservatorium in Ankara ein und studierte Klarinette. Während ihrer Studienzeit trat sie mit englischsprachigem Pop, Rock, Heavy Metal und Punk auf. 1996 veröffentlichte Özlem ihr erstes Album “Kime Ne”. Durch gesellschaftskritische Lieder, wie das die Zwangsheirat thematisierende “Duvaksiz Gelin” (“Die Braut ohne Schleier”) oder das von Straßenkindern handelnde “Herkes Sansli Dogmuyor” (“Nicht jeder wird mit Glück geboren”), wurde sie in der Türkei populär.

2002 zog sie sich für ein paar Jahre etwas von der Musik zurück und konzentrierte sich mehr auf ihr Privatleben. 2005 meldete sie sich mit dem Album “10,9,8,7,6,5,4,3,2,1,0” frischer und härter denn je zurück. Seither ist sie in der Türkei zu einer der erfolgreichsten Rockmusikerinnen des Landes geworden. Ihre Musik schwankt, über die gesamte Karriere betrachtet, zwischen Pop, Techno und hartem Rock. Alles ist mit viel türkischem Flair garniert. Sie wird von Album zu Album härter. Seit jeher gilt sie, neben der eher konservativen Şebnem Ferah, als sehr innovativ. Auf der Bühne präsentiert sich die quirlige Türkin sehr verschieden – einmal als in Leder gekleidete Rockerbraut, dann mal als Phantasiefigur mit Federschmuck und so weiter – je nach Lust und Laune.

Entsprechend ihrer Entwicklung ist “Kargalar” das härteste Album ihrer Karriere. Kein türkischer Rock, sondern türkischer Metal. Gut gemacht und mit ungeheurem Druck. Die Kompositionen sind gewohnt gut. Die einzige Schwachstelle ist die Kürze des Albums.

Orientierungshilfe

Kargalar

Özlem Tekin klingt auf ihrem aktuellen Album so kraftvoll wie auf keinem ihrer früheren. Ihre Musik kommt mit einer Wucht daher, wie man es von einer türkischen Sängerin nicht erwartet hätte. Özlem Tekin ist neben Şebnem Ferah und Aylin Aslim, die bedeutendste türkische Rockmusikerin. Sie begann ihre Karriere zusammen mit Şebnem Ferah in der nur aus Frauen bestehenden Rockband Volvox. Nach deren Auflösung startete sie 1996 eine Solo-Karriere.

Özlem Tekin erhielt bereits während ihrer Schulzeit Klavierunterricht. Später schrieb sie sich am staatlichen Konservatorium in Ankara ein und studierte Klarinette. Während ihrer Studienzeit trat sie mit englischsprachigem Pop, Rock, Heavy Metal und Punk auf. 1996 veröffentlichte Özlem ihr erstes Album “Kime Ne”. Durch gesellschaftskritische Lieder, wie das die Zwangsheirat thematisierende “Duvaksiz Gelin” (“Die Braut ohne Schleier”) oder das von Straßenkindern handelnde “Herkes Sansli Dogmuyor” (“Nicht jeder wird mit Glück geboren”), wurde sie in der Türkei populär.

2002 zog sie sich für ein paar Jahre etwas von der Musik zurück und konzentrierte sich mehr auf ihr Privatleben. 2005 meldete sie sich mit dem Album “10,9,8,7,6,5,4,3,2,1,0” frischer und härter denn je zurück. Seither ist sie in der Türkei zu einer der erfolgreichsten Rockmusikerinnen des Landes geworden. Ihre Musik schwankt, über die gesamte Karriere betrachtet, zwischen Pop, Techno und hartem Rock. Alles ist mit viel türkischem Flair garniert. Sie wird von Album zu Album härter. Seit jeher gilt sie, neben der eher konservativen Şebnem Ferah, als sehr innovativ. Auf der Bühne präsentiert sich die quirlige Türkin sehr verschieden – einmal als in Leder gekleidete Rockerbraut, dann mal als Phantasiefigur mit Federschmuck und so weiter – je nach Lust und Laune.

Entsprechend ihrer Entwicklung ist “Kargalar” das härteste Album ihrer Karriere. Kein türkischer Rock, sondern türkischer Metal. Gut gemacht und mit ungeheurem Druck. Die Kompositionen sind gewohnt gut. Die einzige Schwachstelle ist die Kürze des Albums.

Text date: 2015-03-10  
Text: © WMM / Wikipedia  
Text edition: Global Music Magazine  
Ident-Code: 5917/1333/1


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