Orchestra Baobab
Tribute to Ndiouga Dieng

Für das Orchestra Baobab passt der Begriff Kult wirklich. 1970 gegründet mauserte sich das Ensemble in kurzer Zeit zu einer der beliebtesten Tanzbands Westafrikas.

Das Orchestra Baobab veröffentlicht heute ein neues Album, “Tribute to Ndiouga Dieng” genannt und via World Circuit Records / Indigo bei uns erhältlich. Zehn Jahre nach dem letzten Album “Made in Dakar”. Made in Dakar ist allerdings auch “Tribute to Ndiouga Dieng”, denn es wurde im dortigen Moussa X’s Studio aufgenommen, wobei den Aufnahmen ein modischer Retrosound verpasst wurde. Dieser Sound ist beim Orchestra Baobab allerdings keine Mode. Alle ihre Alben sind von diesem angenehmen Klang gekennzeichnet.

So unbeirrt sie an ihrer Klangvorstellung festhalten, so unbeirrt behalten sie ihre musikalische Ausrichtung bei. Allerdings mit einer nicht unbedeutenden Änderung: Statt des Gitarristen Barthelemy Attisso ist nun der Kora-Spieler Abdouleye Cissoko dabei, der den Sound nicht unwesentlich beeinflusst. Den nun kleineren Gitarrenpart übernahm Rene Sowatche.

Zu den Gründungsmitgliedern des Orchesters zählte Ndiouga Dieng. Er ist im November vergangenen Jahres gestorben und war bis dahin Mitglied des Ensembles. Ihm wurde das Album gewidmet. Dessen Sohn Alpha ist nun ebenfalls Sänger der Band.

Die Bedeutung der Band in ihrer Heimat kann man sich bei uns kaum vorstellen. Doch im Senegal ist das Orchestra Baobab eine Institution, das über die Jahre hinweg, trotz des Erfolges ihres Landsmannes Youssou N’Dour, kaum an Popularität verloren haben, wenngleich sie sich zwischenzeitlich etwas zurückgezogen hatten.

Wer das Orchestra Baobab kennt, weiß, was ihn hier musikalisch erwartet. “Tribute to Ndiouga Dieng” führt den Sound der früheren Alben fort, allerdings mit dem Unterschied, dass die Kora der Musik ein stärkeres afrikanisches Flair verleiht. Das neue Album bietet weiterhin diesen entspannten, aber ungemein groovenden Afro-Salsa. Einfach herrlich.

Ihre Musik funktioniert übrigens auch auf der Bühne. Wir konnten uns bereits von ihren Live-Qualitäten überzeugen. Erfreulich ist, dass sie momentan auf Tour in Europa sind und ein paar Termine in Deutschland eingestreut haben. Die Daten sind unten zu finden.



Orientierungshilfe

Tribute to Ndiouga Dieng

Für das Orchestra Baobab passt der Begriff Kult wirklich. 1970 gegründet mauserte sich das Ensemble in kurzer Zeit zu einer der beliebtesten Tanzbands Westafrikas.

Das Orchestra Baobab veröffentlicht heute ein neues Album, “Tribute to Ndiouga Dieng” genannt und via World Circuit Records / Indigo bei uns erhältlich. Zehn Jahre nach dem letzten Album “Made in Dakar”. Made in Dakar ist allerdings auch “Tribute to Ndiouga Dieng”, denn es wurde im dortigen Moussa X’s Studio aufgenommen, wobei den Aufnahmen ein modischer Retrosound verpasst wurde. Dieser Sound ist beim Orchestra Baobab allerdings keine Mode. Alle ihre Alben sind von diesem angenehmen Klang gekennzeichnet.

So unbeirrt sie an ihrer Klangvorstellung festhalten, so unbeirrt behalten sie ihre musikalische Ausrichtung bei. Allerdings mit einer nicht unbedeutenden Änderung: Statt des Gitarristen Barthelemy Attisso ist nun der Kora-Spieler Abdouleye Cissoko dabei, der den Sound nicht unwesentlich beeinflusst. Den nun kleineren Gitarrenpart übernahm Rene Sowatche.

Zu den Gründungsmitgliedern des Orchesters zählte Ndiouga Dieng. Er ist im November vergangenen Jahres gestorben und war bis dahin Mitglied des Ensembles. Ihm wurde das Album gewidmet. Dessen Sohn Alpha ist nun ebenfalls Sänger der Band.

Die Bedeutung der Band in ihrer Heimat kann man sich bei uns kaum vorstellen. Doch im Senegal ist das Orchestra Baobab eine Institution, das über die Jahre hinweg, trotz des Erfolges ihres Landsmannes Youssou N’Dour, kaum an Popularität verloren haben, wenngleich sie sich zwischenzeitlich etwas zurückgezogen hatten.

Wer das Orchestra Baobab kennt, weiß, was ihn hier musikalisch erwartet. “Tribute to Ndiouga Dieng” führt den Sound der früheren Alben fort, allerdings mit dem Unterschied, dass die Kora der Musik ein stärkeres afrikanisches Flair verleiht. Das neue Album bietet weiterhin diesen entspannten, aber ungemein groovenden Afro-Salsa. Einfach herrlich.

Ihre Musik funktioniert übrigens auch auf der Bühne. Wir konnten uns bereits von ihren Live-Qualitäten überzeugen. Erfreulich ist, dass sie momentan auf Tour in Europa sind und ein paar Termine in Deutschland eingestreut haben. Die Daten sind unten zu finden.



Textdatum: 2017-03-31  
Textrechte:
© Global Music Magazine  
Artikelfoto/s: © Youri Lenquette
Label: World Circuit Records
Labelcode: LC 02339
Vertrieb: Indigo
Spieldauer: 42:43
Tracks: 10
Katalog Nr: WCD CD 140982
Ident-Code: 11251/612/1


Orientierungshilfe

Alben

2002
Specialists In All Styles
2007
Made in Dakar

Translation

INTO ENGLISH (using Google translator)

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