Olimpia Splendid
Olimpia Splendid

Das Albumcover gibt einen interessanten Eindruck davon, was für Musik auf diesem Album zu erwarten ist: Da sehen wir elektronische Geräte, mit Kabeln verbunden, Frauen, die abseits schauen oder sich in die Faust beißen, und kryptische digitale Zeichen, die einmal Bilder waren oder gar Musik?

Olimpia Splendid spielen natürlich keine elektronische Musik. Ein verbissen-wütender Gesang schwebt über Gitarre, Gitarre und Bass, die das Klangbild dominieren, unterlegt mit scheppernden Computerbeats. Aufgenommen wurde das Ganze auf einem Vier-Spur-Kassettenrekorder, im Übungsraum der Band. Nicht selten dominieren Bandlaufschwierigkeiten oder Bandrauschen die Aufnahmen. Heraus gekommen ist ein moderner, ur-analoger Klang, der seinesgleichen sucht. Geradezu Post-Digital.

Ob Heta, Jonna und Katri englisch singen oder finnisch ist nicht klar. Die Titelangaben sind in Finnisch, doch scheint eine Form von englisch gesungen zu werden. Ganz genau ist das nicht zu hören. Die scheppernden Beats geben den Songs etwas steifes, doch verhindern sie auch, dass der psychedelische Klang des Trios zu sehr ins Weiche abdriftet.

Selbst die Bezeichnung ‘Songs’ führt schon in die Irre, geht es Olimpia Splendid kaum um Melodien, die mitgesungen werden sollen, auch nicht um Rock, und elektronische Musik lassen sie, wie schon gesagt, weit hinter sich. Vielmehr bauen die drei aus dissonanten Elementen, wie sie The Can so großartig hervorbrachten, und einem minimalistischen Gitarrensound etwa von Spacemen 3 etwas komplett Modernes, eine Art Voudou-Musik. Allerdings finden diese Voudou-Rituale in einem leer stehenden Fabrikgebäude statt, mit Getrommel auf leeren Ölfässern und Beteiligten, die sich in Trance auf Glasscherben wälzen.

Das vorgestellte Album “Olimpia Splendid” ist das Full-Length-Debüt von Heta Bilaletdin, Jonna Karanka und Katri Sipiläinen, die sich 2010 in Helsinki zum Trio Olimpia Splendid zusammengefunden haben. Zuvor gab es eine EP mit dem Namen “Nuttu nurin” (2013).


Orientierungshilfe

Olimpia Splendid

Das Albumcover gibt einen interessanten Eindruck davon, was für Musik auf diesem Album zu erwarten ist: Da sehen wir elektronische Geräte, mit Kabeln verbunden, Frauen, die abseits schauen oder sich in die Faust beißen, und kryptische digitale Zeichen, die einmal Bilder waren oder gar Musik?

Olimpia Splendid spielen natürlich keine elektronische Musik. Ein verbissen-wütender Gesang schwebt über Gitarre, Gitarre und Bass, die das Klangbild dominieren, unterlegt mit scheppernden Computerbeats. Aufgenommen wurde das Ganze auf einem Vier-Spur-Kassettenrekorder, im Übungsraum der Band. Nicht selten dominieren Bandlaufschwierigkeiten oder Bandrauschen die Aufnahmen. Heraus gekommen ist ein moderner, ur-analoger Klang, der seinesgleichen sucht. Geradezu Post-Digital.

Ob Heta, Jonna und Katri englisch singen oder finnisch ist nicht klar. Die Titelangaben sind in Finnisch, doch scheint eine Form von englisch gesungen zu werden. Ganz genau ist das nicht zu hören. Die scheppernden Beats geben den Songs etwas steifes, doch verhindern sie auch, dass der psychedelische Klang des Trios zu sehr ins Weiche abdriftet.

Selbst die Bezeichnung ‘Songs’ führt schon in die Irre, geht es Olimpia Splendid kaum um Melodien, die mitgesungen werden sollen, auch nicht um Rock, und elektronische Musik lassen sie, wie schon gesagt, weit hinter sich. Vielmehr bauen die drei aus dissonanten Elementen, wie sie The Can so großartig hervorbrachten, und einem minimalistischen Gitarrensound etwa von Spacemen 3 etwas komplett Modernes, eine Art Voudou-Musik. Allerdings finden diese Voudou-Rituale in einem leer stehenden Fabrikgebäude statt, mit Getrommel auf leeren Ölfässern und Beteiligten, die sich in Trance auf Glasscherben wälzen.

Das vorgestellte Album “Olimpia Splendid” ist das Full-Length-Debüt von Heta Bilaletdin, Jonna Karanka und Katri Sipiläinen, die sich 2010 in Helsinki zum Trio Olimpia Splendid zusammengefunden haben. Zuvor gab es eine EP mit dem Namen “Nuttu nurin” (2013).


Textdatum: 2017-04-20  
Textrechte:
© Michael Freerix, WMM  
Textbearbeitung:
Global Music Magazine  
Artikelfoto/s: © Antti Ahonen
Label: fonal-records
Produzent: Avi Salonen
EAN: 6 417138 632142
Spieldauer: 37:23
Tracks: 6
Katalog Nr: FR-99LP / www.fonal.com
Ident-Code: 11360/508/1


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2016-09-15 NACHRICHT
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