Mário Lúcio
Badyo

Mário Lúcio ist in Tarrafal, im Norden der kapverdischen Insel Santiago aufgewachsen und somit ein waschechter “Badio”, wie die ehemaligen entflohenen Sklaven und heutigen Einwohner dieser Insel genannt werden.

Mário Lúcio verlor schon als Kind seine Eltern und wurde von der Armee aufgenommen. In einer Kaserne aufzuwachsen war für Mário Lúcio eine große Chance, denn dort kam der wissensdurstige Junge mit unterschiedlichsten Kulturen und Musikrichtungen in Kontakt und lernte die feinsten Nuancen der kreolischen Sprache, die verschiedenen Spielweisen auf dem Cavaquinho oder der Gitarre und die vielfältigen Rhythmen der Inselgruppe kennen. Dadurch erfuhr er den kulturellen Reichtum seiner Heimat.

Mario Lucio ist ein Multi-Talent. Er spielt mehrere Instrumente, komponiert (u.a. auch für Cesaria Evora), malt und schreibt. Er war künstlerischer Leiter des “Cape Verde Musical Project” bei den Expos in Sevilla (1992) und Lissabon (1998), ist Gründer und Direktor der “Quintal da Musica Cultural Association”, dessen Kulturzentrum mit dem Schwerpunkt “Traditionelle Musik” arbeitet, und gründete das internationale kapverdische Jazz-Festival “Fesquintal de Jazz”. Als Musiker stand er schon in fast allen Ländern Europas, in den USA, Brasilien sowie zahlreichen afrikanischen Ländern auf der Bühne.

Auf seinem “Badyo” getauften Album verarbeitet er viele Erfahrungen. “Eigentlich arbeite ich, ohne es zu wissen, seit 30 Jahren an diesem Album. Es hat mich immer fasziniert, wie sich so unterschiedliche Rhythmen wie Mazurka, Walzer oder Polka einerseits und die Einflüsse des afrikanischen Kontinents andererseits in der musikalischen Seele des kapverdischen Volkes derart vereinen konnten, dieses Phänomen wollte ich verstehen” , erklärt Mário Lúcio.

Ob während seines Studiums auf Kuba oder im Rahmen seiner weltweiten Tourneen mit seiner Band Simentera, Mário Lúcio hat stets und überall komponiert. In seinen Texten schreibt Mário Lúcio viel über sich selbst, über seine Kindheit und seine Emotionen. Seine Lieder erzählen Geschichten von Menschen, von Schwarzen und von Weißen und natürlich von Kreolen. „Ich wollte ein organisches Album aufnehmen, dessen Haut den Geruch von Gewürzen trägt” gibt Mário Lúcio als Erklärung für die Wahl der traditionellen einsaitigen Geige “Cimboa”, die Arbeit mit den ursprünglichen Rhythmen Funana, Tabanka oder Batuko, den Einsatz der Stimmen sowie die Nutzung von verschiedenen Alltagsgegenständen wie Waschschüsseln, Besen oder Glasflaschen.

“Badyo” ist ein Album, das durch Einfachheit und Ehrlichkeit besticht, aber keineswegs langweilig oder eintönig ist. Die Musik eignet sich sowohl zum Tanzen wie zum Zuhören. Manchem wird hier Neues begegnen, doch es lohnt, sich damit auseinder zu setzen.

Tracks:
1 Amar Elo
2 Alter
3 Corre Xintidu
4 Dogu
5 Maremar
6 Maria Na Spedju
7 Gore
8 Nhu Ariki
9 Pretty Down
10 Reza
11 Santo Amado
12 Scodja
13 Simples Sample
14 Strela
15 Un Mar De Mar

2008
Badyo

Mário Lúcio ist in Tarrafal, im Norden der kapverdischen Insel Santiago aufgewachsen und somit ein waschechter “Badio”, wie die ehemaligen entflohenen Sklaven und heutigen Einwohner dieser Insel genannt werden.

Mário Lúcio verlor schon als Kind seine Eltern und wurde von der Armee aufgenommen. In einer Kaserne aufzuwachsen war für Mário Lúcio eine große Chance, denn dort kam der wissensdurstige Junge mit unterschiedlichsten Kulturen und Musikrichtungen in Kontakt und lernte die feinsten Nuancen der kreolischen Sprache, die verschiedenen Spielweisen auf dem Cavaquinho oder der Gitarre und die vielfältigen Rhythmen der Inselgruppe kennen. Dadurch erfuhr er den kulturellen Reichtum seiner Heimat.

Mario Lucio ist ein Multi-Talent. Er spielt mehrere Instrumente, komponiert (u.a. auch für Cesaria Evora), malt und schreibt. Er war künstlerischer Leiter des “Cape Verde Musical Project” bei den Expos in Sevilla (1992) und Lissabon (1998), ist Gründer und Direktor der “Quintal da Musica Cultural Association”, dessen Kulturzentrum mit dem Schwerpunkt “Traditionelle Musik” arbeitet, und gründete das internationale kapverdische Jazz-Festival “Fesquintal de Jazz”. Als Musiker stand er schon in fast allen Ländern Europas, in den USA, Brasilien sowie zahlreichen afrikanischen Ländern auf der Bühne.

Auf seinem “Badyo” getauften Album verarbeitet er viele Erfahrungen. “Eigentlich arbeite ich, ohne es zu wissen, seit 30 Jahren an diesem Album. Es hat mich immer fasziniert, wie sich so unterschiedliche Rhythmen wie Mazurka, Walzer oder Polka einerseits und die Einflüsse des afrikanischen Kontinents andererseits in der musikalischen Seele des kapverdischen Volkes derart vereinen konnten, dieses Phänomen wollte ich verstehen” , erklärt Mário Lúcio.

Ob während seines Studiums auf Kuba oder im Rahmen seiner weltweiten Tourneen mit seiner Band Simentera, Mário Lúcio hat stets und überall komponiert. In seinen Texten schreibt Mário Lúcio viel über sich selbst, über seine Kindheit und seine Emotionen. Seine Lieder erzählen Geschichten von Menschen, von Schwarzen und von Weißen und natürlich von Kreolen. „Ich wollte ein organisches Album aufnehmen, dessen Haut den Geruch von Gewürzen trägt” gibt Mário Lúcio als Erklärung für die Wahl der traditionellen einsaitigen Geige “Cimboa”, die Arbeit mit den ursprünglichen Rhythmen Funana, Tabanka oder Batuko, den Einsatz der Stimmen sowie die Nutzung von verschiedenen Alltagsgegenständen wie Waschschüsseln, Besen oder Glasflaschen.

“Badyo” ist ein Album, das durch Einfachheit und Ehrlichkeit besticht, aber keineswegs langweilig oder eintönig ist. Die Musik eignet sich sowohl zum Tanzen wie zum Zuhören. Manchem wird hier Neues begegnen, doch es lohnt, sich damit auseinder zu setzen.

Tracks:
1 Amar Elo
2 Alter
3 Corre Xintidu
4 Dogu
5 Maremar
6 Maria Na Spedju
7 Gore
8 Nhu Ariki
9 Pretty Down
10 Reza
11 Santo Amado
12 Scodja
13 Simples Sample
14 Strela
15 Un Mar De Mar

Textdatum: 2008-01-27  
Textrechte:
© Global Music | Weltmusik-Magazin  
Vertrieb: Rough Trade Distribution
Ident-Code: 1233/679/1


Translation

INTO ENGLISH (using Google translator)

Artikelnavigation

Bitte beachten Sie die folgenden Hinweise zum Urheberrecht

Alle Artikel unserer Webseiten sind durch das Urheberrecht geschützt. Das Kopieren und Verbreiten unserer Artikel bedarf in jedem Fall unsere ausdrückliche Zustimmung. Bei fremden Artikeln bedarf es in jedem Fall der Zustimmung des jeweiligen Rechteinhabers.

Ist als Textquelle nicht "Global Music | Weltmusik-Magazin" angegeben, handelt es sich um einen externen Artikel. Für den Inhalt dieser auf diese Weise gekennzeichneten Artikel sind die jeweils genannten Autoren bzw. Quellen verantwortlich. Die Inhalte der Artikel spiegeln nicht zwangsläufig die Meinung der Redaktion wieder. Achten Sie also unbedingt auf die angebene Textquelle.

Das Vorgenannte gilt entsprechend auch für Abbildungen und Fotos.

Weitere Hinweise zu diesen Themen finden Sie in unserem Impressum.