Malik Belili
Zmanayi - Ce temps-la

Wenn man heute noch ursprünglich algerische Musik kennen lernen will, dann muss man in die Kabylei fahren. Malik Belili ist in der Kabylei geboren. In der bewaldeten Bergregion Nordalgeriens, in der die Olivenhaine im Silberglanz schimmern. Diese Gegend ist ausschließlich von Berbern bevölkert, die sich selbst “Imazighane” – freie Menschen – nennen. Die Menschen erheben bis heute den Anspruch oder besser gesagt das Anrecht autonom zu sein. Malik Belili kommt aus einem kleinen Dorf namens Bétrouna aus dem berühmten Mittelgebirge Djurdjura, Wiege der Poesie der Ahnen. Während seiner Kindheit ist er von dem traditionellen Gesang, den ihm seine Mutter ins Ohr summte, geschaukelt worden. So ist Malik von Anfang an mit der Musik und dem Gesang in Berührung gekommen. Mit zehn Jahren baute er sich seine erste Gitarre, aus einem Stück Holz und einem Ölkanister. Als kleiner Junge hatte Malik sein Debüt als Sänger bei Hochzeiten der umliegenden Dörfer.

Er hat sich zur Lebensaufgabe gemacht, die musikalisch-poetische Tradition seiner Heimat zu erhalten und in der Welt zu verbreiten. Lieder, die ihm schon von klein auf von der Mutter beigebracht wurden. 1990 nahm er sein erstes Album auf, das sehr schnell im Kanal “Chaine 2” des algerischen Radios zum Erfolg kam und sich als Nummer-Eins-Hit klassifizierte. Malik Belili suchte nach neuen Möglichkeiten und ging nach Frankreich. 1992 nahm er in Paris sein zweites Album auf. Seine Konzerte füllten sich, nachdem er von der Berbergemeinschaft in Frankreich entdeckt wurde. 1998 wurde er als Gast der Fernsehsendung “le cercle des arts”, präsentiert von Fréderic Mitterrand, auf dem Kanal France 2, eingeladen. Der Auftritt führte in Frankreich zu seinem ersten großen Erfolg. Aktuell hat er nun dieses neue Album unter dem Titel “Zmanayi, Ce Temps la ” produziert, in dem sich kabylische Musik mit westlichen Einflüssen verbinden. Seine Lieder sprechen von der Liebe, vom Alltag, der Erinnerung und der Hoffnung. “Lumière de la vie” (das Licht des Lebens) ist ein flammendes Bekenntnis zu seinem Herkunftsland Algerien. “L´esperance a de tout temps bercé ma vie”.

Die in Europa musikalisch gemachten Erfahrungen überwanden den kulturpolitischen Schematismus um die Kabylei und begünstigten eine Musikdramaturgie, die sich westlichen Kompositionstechniken, aufgeschlossen zeigte. Wohl kaum ein anderer hat Kindheitsvorstellungen vom Leben und Liebe so produktiv in die Gegenwart getragen und seine Arbeit auf ein ästhetisches Fundament gesetzt wie Malik Belili. Diese Musik mit seinen sublimen Nuancen führt zu den schönsten und eindrucksvollsten Hörerfahrungen der letzen Jahre.

– Noureddine Ben Redjeb, Haus der Kulturen der Welt, Berlin; Radio Multikulti RBB Berlin

1. Afous 4:06
2. Zmanayi 3:45
3. Thamziou 3:53
4. Soleil Du Nord 3:36
5. Aystrough Felam 5:45
6. Atir Ouchvih 5:48
7. Ayghar 3:36
8. Lumière De Ma Vie 4:51
9. Amahvol 5:04
10. Ayamma 6:17

2004
Zmanayi - Ce temps-la

Wenn man heute noch ursprünglich algerische Musik kennen lernen will, dann muss man in die Kabylei fahren. Malik Belili ist in der Kabylei geboren. In der bewaldeten Bergregion Nordalgeriens, in der die Olivenhaine im Silberglanz schimmern. Diese Gegend ist ausschließlich von Berbern bevölkert, die sich selbst “Imazighane” – freie Menschen – nennen. Die Menschen erheben bis heute den Anspruch oder besser gesagt das Anrecht autonom zu sein. Malik Belili kommt aus einem kleinen Dorf namens Bétrouna aus dem berühmten Mittelgebirge Djurdjura, Wiege der Poesie der Ahnen. Während seiner Kindheit ist er von dem traditionellen Gesang, den ihm seine Mutter ins Ohr summte, geschaukelt worden. So ist Malik von Anfang an mit der Musik und dem Gesang in Berührung gekommen. Mit zehn Jahren baute er sich seine erste Gitarre, aus einem Stück Holz und einem Ölkanister. Als kleiner Junge hatte Malik sein Debüt als Sänger bei Hochzeiten der umliegenden Dörfer.

Er hat sich zur Lebensaufgabe gemacht, die musikalisch-poetische Tradition seiner Heimat zu erhalten und in der Welt zu verbreiten. Lieder, die ihm schon von klein auf von der Mutter beigebracht wurden. 1990 nahm er sein erstes Album auf, das sehr schnell im Kanal “Chaine 2” des algerischen Radios zum Erfolg kam und sich als Nummer-Eins-Hit klassifizierte. Malik Belili suchte nach neuen Möglichkeiten und ging nach Frankreich. 1992 nahm er in Paris sein zweites Album auf. Seine Konzerte füllten sich, nachdem er von der Berbergemeinschaft in Frankreich entdeckt wurde. 1998 wurde er als Gast der Fernsehsendung “le cercle des arts”, präsentiert von Fréderic Mitterrand, auf dem Kanal France 2, eingeladen. Der Auftritt führte in Frankreich zu seinem ersten großen Erfolg. Aktuell hat er nun dieses neue Album unter dem Titel “Zmanayi, Ce Temps la ” produziert, in dem sich kabylische Musik mit westlichen Einflüssen verbinden. Seine Lieder sprechen von der Liebe, vom Alltag, der Erinnerung und der Hoffnung. “Lumière de la vie” (das Licht des Lebens) ist ein flammendes Bekenntnis zu seinem Herkunftsland Algerien. “L´esperance a de tout temps bercé ma vie”.

Die in Europa musikalisch gemachten Erfahrungen überwanden den kulturpolitischen Schematismus um die Kabylei und begünstigten eine Musikdramaturgie, die sich westlichen Kompositionstechniken, aufgeschlossen zeigte. Wohl kaum ein anderer hat Kindheitsvorstellungen vom Leben und Liebe so produktiv in die Gegenwart getragen und seine Arbeit auf ein ästhetisches Fundament gesetzt wie Malik Belili. Diese Musik mit seinen sublimen Nuancen führt zu den schönsten und eindrucksvollsten Hörerfahrungen der letzen Jahre.

– Noureddine Ben Redjeb, Haus der Kulturen der Welt, Berlin; Radio Multikulti RBB Berlin

1. Afous 4:06
2. Zmanayi 3:45
3. Thamziou 3:53
4. Soleil Du Nord 3:36
5. Aystrough Felam 5:45
6. Atir Ouchvih 5:48
7. Ayghar 3:36
8. Lumière De Ma Vie 4:51
9. Amahvol 5:04
10. Ayamma 6:17

Textdatum: 2004-03-22  
Textrechte:
© Blue Flame Records  
Vertrieb: Rough Trade Distribution GmbH
Ident-Code: 141/1482/1


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