Kummerbuben
Schattehang

Die Kummerbuben präsentieren auf ihrem neuen Album “Schattehang” altes Schweizer Volksliedgut, jedoch so, wie es bestimmt noch keiner zuvor getan hat! Bei der Auswahl der Lieder forschte das Sextett förmlich nach den Perlen der Schweizer Volksmusik und hat dabei in der Tat so einige aufgetan. Es sollten in erster Linie Lieder sein, die nicht zum Standardrepertoire gehören, eher solche, die vergessen, verschmäht oder geringgeschätzt waren. Bis auf eine in französisch gesungene Ausnahme, wird alles auf Schwizerdütsch gesungen, was das Verständnis zwar etwas erschwert, aber sehr reizvoll ist. Zum Glück können die Texte mit erklärenden Anmerkungen im Beiheft nachgelesen werden.

Was die Kummerbuben bieten, kann man als genial bezeichnen. Sie kombinieren die teils jahrhundertealten Texte mit eigener Musik, die stilistisch kaum einzuordnen ist. Meist geht es schräg, rauh und düster zu. Ein Höhepunkt des Albums ist sicher “Anneli, wo bisch geschter gsi?” mit einer Musik, die gruseliger kaum sein kann. Doch hört man hört gelegentlich auch ausgelassene Töne oder Sanftes.

Die Kummerbuben bezeichnen ihren Umgang mit den musikalischen Vorlagen als respektlos. Andererseits kommt gerade erst durch die ungewöhnliche Interpretation manches Lied zu erstaunlicher Wirkung. Man vermag es kaum zu beschreiben, was den Hörer auf “Schattehang” erwartet. Mit herkömmlicher Volksmusik hat das Album nichts zu tun, eher mit Rock oder Alternative-Folk. Wie gesagt, die Musik ist verdammt schwer einzuordnen.

Das Albums ist mit Scherenschnitten des Berner Künstlers Ernst Oppliger gestaltet, der das volkstümliche Kunsthandwerk auf seine ganz eigentümliche Weise weiterentwickelt hat und “Schattehang” eine äußerst passende Optik verpasst.

Den Kummerbuben ist ein echtes Juwel gelungen. Man kann jedem aufgeschlossenen Musikfreund nur dringendst raten, das Album einmal (oder besser mehrmals) durch zu hören. Eine höchst spannende Stunde ist garantiert – unsere CD des Monats Mai 2010!

Tracks:
1. Andermatt
2. Händschelied
3. Has
4. ‘S het deheim e Vogel gsunge
5. Anneli, wo bisch geschter gsi?
6. I dr Aare
7. La Marie
8. Lügemärli
9. Stomperli
10. Wo chunnt dr Chrieg här?
11. Le coq est mort
12. Alperose
13. Stäcklichrieg
14. Guet Nacht, mys Liebeli

Orientierungshilfe

Schattehang

Die Kummerbuben präsentieren auf ihrem neuen Album “Schattehang” altes Schweizer Volksliedgut, jedoch so, wie es bestimmt noch keiner zuvor getan hat! Bei der Auswahl der Lieder forschte das Sextett förmlich nach den Perlen der Schweizer Volksmusik und hat dabei in der Tat so einige aufgetan. Es sollten in erster Linie Lieder sein, die nicht zum Standardrepertoire gehören, eher solche, die vergessen, verschmäht oder geringgeschätzt waren. Bis auf eine in französisch gesungene Ausnahme, wird alles auf Schwizerdütsch gesungen, was das Verständnis zwar etwas erschwert, aber sehr reizvoll ist. Zum Glück können die Texte mit erklärenden Anmerkungen im Beiheft nachgelesen werden.

Was die Kummerbuben bieten, kann man als genial bezeichnen. Sie kombinieren die teils jahrhundertealten Texte mit eigener Musik, die stilistisch kaum einzuordnen ist. Meist geht es schräg, rauh und düster zu. Ein Höhepunkt des Albums ist sicher “Anneli, wo bisch geschter gsi?” mit einer Musik, die gruseliger kaum sein kann. Doch hört man hört gelegentlich auch ausgelassene Töne oder Sanftes.

Die Kummerbuben bezeichnen ihren Umgang mit den musikalischen Vorlagen als respektlos. Andererseits kommt gerade erst durch die ungewöhnliche Interpretation manches Lied zu erstaunlicher Wirkung. Man vermag es kaum zu beschreiben, was den Hörer auf “Schattehang” erwartet. Mit herkömmlicher Volksmusik hat das Album nichts zu tun, eher mit Rock oder Alternative-Folk. Wie gesagt, die Musik ist verdammt schwer einzuordnen.

Das Albums ist mit Scherenschnitten des Berner Künstlers Ernst Oppliger gestaltet, der das volkstümliche Kunsthandwerk auf seine ganz eigentümliche Weise weiterentwickelt hat und “Schattehang” eine äußerst passende Optik verpasst.

Den Kummerbuben ist ein echtes Juwel gelungen. Man kann jedem aufgeschlossenen Musikfreund nur dringendst raten, das Album einmal (oder besser mehrmals) durch zu hören. Eine höchst spannende Stunde ist garantiert – unsere CD des Monats Mai 2010!

Tracks:
1. Andermatt
2. Händschelied
3. Has
4. ‘S het deheim e Vogel gsunge
5. Anneli, wo bisch geschter gsi?
6. I dr Aare
7. La Marie
8. Lügemärli
9. Stomperli
10. Wo chunnt dr Chrieg här?
11. Le coq est mort
12. Alperose
13. Stäcklichrieg
14. Guet Nacht, mys Liebeli

Text date: 2010-05-02  
Text: © Global Music Magazine  
Tracks: 14
Format: CD
Ident-Code: 3602/919/1


Orientierungshilfe

Translation

INTO ENGLISH (using Google translator)

Artikelnavigation

Bitte beachten Sie die folgenden Hinweise zum Urheberrecht

Alle Artikel unserer Webseiten sind durch das Urheberrecht geschützt. Das Kopieren und Verbreiten unserer Artikel bedarf in jedem Fall unsere ausdrückliche Zustimmung. Bei fremden Artikeln bedarf es in jedem Fall der Zustimmung des jeweiligen Rechteinhabers.

Ist als Textquelle nicht "Global Music Magazine" angegeben, handelt es sich um einen externen Artikel. Für den Inhalt dieser auf diese Weise gekennzeichneten Artikel sind die jeweils genannten Autoren bzw. Quellen verantwortlich. Die Inhalte der Artikel spiegeln nicht zwangsläufig die Meinung der Redaktion wieder. Achten Sie also unbedingt auf die angebene Textquelle.

Das Vorgenannte gilt entsprechend auch für Abbildungen und Fotos.

Weitere Hinweise zu diesen Themen finden Sie in unserem Impressum.