Kroke
Trio

KROKE ist jiddisch und bedeutet Krakau. Die Gruppe KROKE ist eng verbunden mit Kazimierz – bis zum 19.Jahrhundert selbständige jüdische Stadt und danach jüdisches Stadtviertel von Krakau. Bis 1939 war Kazimierz eines der wichtigsten Zentren der Kultur der Juden.
Nach der Katastrophe des Holocaust und dem Niedergang des jüdischen Lebens in Polen unternahmen die jungen Musiker von KROKE 1992 den Versuch, durch ihre Musik die Tradition und die Kultur der Vorfahren nach fünfzigjähriger Unterbrechnug zu entdecken und zu beleben. Trotz der Bezeichnung “Klezmer” darf man keine Stilrichtung erwarten, die heute mit diesem Begriff verbunden ist.
Basis des Zugangs zur Klezmermusik ist bei KROKE die Musik des Balkans, genauer gesagt der rumänischen, ungarischen und südslawischen Juden und Zigeuner. Zitate aus der Musik der 3500 Jahre alten Liturgie des Propheten Samuel und der Korahitischen Psalmisten, der sephardischen, chassidischen und der osteuropäischen Welt der jüdischen Musik, die KROKE für ihre homogenen, oft improvisierten Kompositionen benutzt, eröffnen uns ein völlig neues Klangerlebnis. US-amerikanische Klezmergruppen, insbesondere “Brave Old World”, haben bei der Entstehung von KROKE zwar so etwas wie eine Initialfunktion gehabt, direkte musikalische Einflüsse sind jedoch weniger zu spüren, zumal KROKEs dichter Ensembleklang völlig ohne die bei den US-Gruppen unabdingbaren Bläser auskommt.
Natürlich hat die Musik, die KROKE spielt, mehr mit Verzweiflung als mit oberflächlicher Fröhlichkeit zu tun. Dennoch ist diese Musik nichts weniger als resignativ oder pessimistisch. Sie ist lebendig, weil sie sich mit ihren Wurzeln und ihrer spezifischen Geschichte auseinandersetzt, und man kann sie als Quintessenz der uralten Kultur der Juden und zugleich als Beweis für deren ununterbrochene Existenz verstehen und fühlen. Sie will auch verstanden werden als eine Form der Ansprache an Gott, eine Einladung zum gemeinsamen Nachsinnen über die Frage, was es heißt, ein Mensch zu sein.

Tracks:
1. SPIEL KLEZMER – YIDDISH FREYLEKHS 10:03
2. BESSARABIAN HORA/DI SAPOZHKELEKH 8:45
3. FROM DOINA TO HAVA NAQILA 8.53
4. RUMENISHER TANTS 2:39
5. AJDE JANO (Balkan piece in Klezmer style) 5:23
6. KAZIMIERZ’S IMPRESSIONS:
a) NIGUN ATIK/SHERELE b) IMPRESSION c) NIGUN ATIK (reprise) 13:23
7. JERUSALEM (part 1) 2:01
8. JERUSALEM (part 2) 6:13
9. RETURNS – KAZIMIERZ 1995 3:59
10. 5757 3:05

Gesamtspielzeit: 65:00

Arrangiert und produziert von Kroke
Aufgenommen im GRELCOM Studio, Krakau, Polen

Besetzung:
Tomasz Kukurba: Viola, Violine, Stimme, Perkussion
Jerzy Bawol: Akkordeon
Tomasz Lato: Kontrabass

Aktuelle Tourdaten:
2017-11-19   GREIFSWALD   Polenmarkt Festival
2017-11-23   POTSDAM   Waschhaus
2017-11-26   AACHEN   Franz

Orientierungshilfe

Trio

KROKE ist jiddisch und bedeutet Krakau. Die Gruppe KROKE ist eng verbunden mit Kazimierz – bis zum 19.Jahrhundert selbständige jüdische Stadt und danach jüdisches Stadtviertel von Krakau. Bis 1939 war Kazimierz eines der wichtigsten Zentren der Kultur der Juden.
Nach der Katastrophe des Holocaust und dem Niedergang des jüdischen Lebens in Polen unternahmen die jungen Musiker von KROKE 1992 den Versuch, durch ihre Musik die Tradition und die Kultur der Vorfahren nach fünfzigjähriger Unterbrechnug zu entdecken und zu beleben. Trotz der Bezeichnung “Klezmer” darf man keine Stilrichtung erwarten, die heute mit diesem Begriff verbunden ist.
Basis des Zugangs zur Klezmermusik ist bei KROKE die Musik des Balkans, genauer gesagt der rumänischen, ungarischen und südslawischen Juden und Zigeuner. Zitate aus der Musik der 3500 Jahre alten Liturgie des Propheten Samuel und der Korahitischen Psalmisten, der sephardischen, chassidischen und der osteuropäischen Welt der jüdischen Musik, die KROKE für ihre homogenen, oft improvisierten Kompositionen benutzt, eröffnen uns ein völlig neues Klangerlebnis. US-amerikanische Klezmergruppen, insbesondere “Brave Old World”, haben bei der Entstehung von KROKE zwar so etwas wie eine Initialfunktion gehabt, direkte musikalische Einflüsse sind jedoch weniger zu spüren, zumal KROKEs dichter Ensembleklang völlig ohne die bei den US-Gruppen unabdingbaren Bläser auskommt.
Natürlich hat die Musik, die KROKE spielt, mehr mit Verzweiflung als mit oberflächlicher Fröhlichkeit zu tun. Dennoch ist diese Musik nichts weniger als resignativ oder pessimistisch. Sie ist lebendig, weil sie sich mit ihren Wurzeln und ihrer spezifischen Geschichte auseinandersetzt, und man kann sie als Quintessenz der uralten Kultur der Juden und zugleich als Beweis für deren ununterbrochene Existenz verstehen und fühlen. Sie will auch verstanden werden als eine Form der Ansprache an Gott, eine Einladung zum gemeinsamen Nachsinnen über die Frage, was es heißt, ein Mensch zu sein.

Tracks:
1. SPIEL KLEZMER – YIDDISH FREYLEKHS 10:03
2. BESSARABIAN HORA/DI SAPOZHKELEKH 8:45
3. FROM DOINA TO HAVA NAQILA 8.53
4. RUMENISHER TANTS 2:39
5. AJDE JANO (Balkan piece in Klezmer style) 5:23
6. KAZIMIERZ’S IMPRESSIONS:
a) NIGUN ATIK/SHERELE b) IMPRESSION c) NIGUN ATIK (reprise) 13:23
7. JERUSALEM (part 1) 2:01
8. JERUSALEM (part 2) 6:13
9. RETURNS – KAZIMIERZ 1995 3:59
10. 5757 3:05

Gesamtspielzeit: 65:00

Arrangiert und produziert von Kroke
Aufgenommen im GRELCOM Studio, Krakau, Polen

Besetzung:
Tomasz Kukurba: Viola, Violine, Stimme, Perkussion
Jerzy Bawol: Akkordeon
Tomasz Lato: Kontrabass

Textdatum: 1996-11-10  
Textrechte:
© Oriente Musik  
Ident-Code: 226/1831/1


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