Kid Creole & The Coconuts
Live At Rockpalast 1982

Wer das Konzert von Kid Creole & The Coconuts bei der 11. Rockpalast-Nacht im Oktober 1982 live oder am Fernseher gesehen hat, wird sich über dessen Veröffentlichung als DVD sicher freuen. Was da geboten wurde, geht weit über das hinaus, was man zu damaliger Zeit (und auch heute noch) unter einem “Konzert” verstanden hat. Denn August Darnell und seine Truppe bieten nicht nur ein musikalisches Feuerwerk, sondern inszenieren zur Musik ein Bühnenspektakel, das seinesgleichen sucht.

Zu allererst sind da die “Coconuts” zu nennen. Das sind drei Damen, die eine Tanzperformance bieten, die für sich alleine schon unterhaltsam genug wäre. Lässig und cool spulen sie eine umwerfende und exakte Choreografie ab. Dass sie daneben auch noch singen, übersieht man beinahe.

Was Adriana Kaegi, Cheryl Poitier und Taryn Hagey zeigen, hat rein gar nichts mit dem nervösen Gezappel heutiger Tanztruppen zu tun – da liegen Welten dazwischen.

Aber auch der Rest der Combo lässt sich nicht lumpen und beteiligt sich eifrig an der Show. Voran natürlich Kid Creole und Coati Mundi. Gelegentlich nimmt das Konzert Züge eines Musiktheaters an.

Bisher liest sich die Rezension so, als wäre die Musik bei diesem Konzert nur Beiwerk. Doch das ist erfreulicherweise keineswegs so. Die Musik liegt qualitativ gleichauf mit den Funknummern des zur damaligen Zeit in der Frühphase seiner Karriere steckenden Prince. Doch Kid Creole bietet nicht nur Funk, sondern auch Reggae und Salsa. Es groovt so unwiderstehlich, dass selbst das eigentlich auf härtere Töne geeichte Publikum der Rockpalast-Nächte förmlich ausflippt. Man muss hier bedenken, dass dieses Konzert das letzte dieser Rockpalast-Nacht war und es am Ende bereits früher Morgen war.

Es ist kein Wunder, dass Kid Creole & The Coconuts ihren damaligen Höhenflug nicht über Jahrzehnte hinweg beibehalten konnten. Wer in den letzten Jahren einen der selten gewordenen Auftritte von Kid Creole & The Coconuts gesehen hat, merkt sofort, dass schon alleine das Fehlen der Original-Coconuts einen nicht zu ersetzenden Verlust darstellt.

Zusätzlich zum Rockpalast-Konzert gibt es auf der zweiten DVD ein nicht minder phänomenales Konzert aus dem selben Jahr. Diese Konzerte sollte man gesehen haben, deshalb können wir nur raten: Kaufen, kaufen, kaufen und ganze 4 vergnügliche Stunden sind gewiss! Aber Vorsicht: Suchtgefahr!

Die Konzerte gibt es auch als CDs.

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Orientierungshilfe

Live At Rockpalast 1982

Wer das Konzert von Kid Creole & The Coconuts bei der 11. Rockpalast-Nacht im Oktober 1982 live oder am Fernseher gesehen hat, wird sich über dessen Veröffentlichung als DVD sicher freuen. Was da geboten wurde, geht weit über das hinaus, was man zu damaliger Zeit (und auch heute noch) unter einem “Konzert” verstanden hat. Denn August Darnell und seine Truppe bieten nicht nur ein musikalisches Feuerwerk, sondern inszenieren zur Musik ein Bühnenspektakel, das seinesgleichen sucht.

Zu allererst sind da die “Coconuts” zu nennen. Das sind drei Damen, die eine Tanzperformance bieten, die für sich alleine schon unterhaltsam genug wäre. Lässig und cool spulen sie eine umwerfende und exakte Choreografie ab. Dass sie daneben auch noch singen, übersieht man beinahe.

Was Adriana Kaegi, Cheryl Poitier und Taryn Hagey zeigen, hat rein gar nichts mit dem nervösen Gezappel heutiger Tanztruppen zu tun – da liegen Welten dazwischen.

Aber auch der Rest der Combo lässt sich nicht lumpen und beteiligt sich eifrig an der Show. Voran natürlich Kid Creole und Coati Mundi. Gelegentlich nimmt das Konzert Züge eines Musiktheaters an.

Bisher liest sich die Rezension so, als wäre die Musik bei diesem Konzert nur Beiwerk. Doch das ist erfreulicherweise keineswegs so. Die Musik liegt qualitativ gleichauf mit den Funknummern des zur damaligen Zeit in der Frühphase seiner Karriere steckenden Prince. Doch Kid Creole bietet nicht nur Funk, sondern auch Reggae und Salsa. Es groovt so unwiderstehlich, dass selbst das eigentlich auf härtere Töne geeichte Publikum der Rockpalast-Nächte förmlich ausflippt. Man muss hier bedenken, dass dieses Konzert das letzte dieser Rockpalast-Nacht war und es am Ende bereits früher Morgen war.

Es ist kein Wunder, dass Kid Creole & The Coconuts ihren damaligen Höhenflug nicht über Jahrzehnte hinweg beibehalten konnten. Wer in den letzten Jahren einen der selten gewordenen Auftritte von Kid Creole & The Coconuts gesehen hat, merkt sofort, dass schon alleine das Fehlen der Original-Coconuts einen nicht zu ersetzenden Verlust darstellt.

Zusätzlich zum Rockpalast-Konzert gibt es auf der zweiten DVD ein nicht minder phänomenales Konzert aus dem selben Jahr. Diese Konzerte sollte man gesehen haben, deshalb können wir nur raten: Kaufen, kaufen, kaufen und ganze 4 vergnügliche Stunden sind gewiss! Aber Vorsicht: Suchtgefahr!

Die Konzerte gibt es auch als CDs.

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Textdatum: 2012-09-02  
Textrechte:
© Global Music | Weltmusik-Magazin  
Format: 2 DVDs oder 2 CDs
Ident-Code: 4015/1877/1


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