Kayhan Kalhor / Brooklyn Rider
Silent City

Als begeisterte Hörer zeitgenössischer Kammermusik waren wir genau das richtige Publikum für diese CD. Wer hätte geglaubt, dass in einer CD-Rezension im Weltmusik-Magazin einmal die Namen Vasks oder Welin zu finden sein würden? Doch tatsächlich glaubt man hier phasenweise, ein neues Werk eines dieser zeitgenössischen Komponisten zu hören.

Der Schwede Karl-Erik Welin (1934-1992) und der Lette Peteris Vasks gehören zweifelsohne zu den großen Kammermusik-Komponisten unserer Zeit. Um so erstaunlicher ist es, wie nahe die Musik auf “Silent City” von Kayhan Kalhar und dem Streichquartett Brooklyn Rider den Werken der Beiden kommt. Doch stellt dies nur einen Teil der Kompositionen dar, das zweite, ebenso gleichberechtigte Element, ist das orientalische. Es scheint, als wären diese beiden gegensätzlichen Elemente schon immer miteinander verwandt. Das beinahe halbstündige Titelstück “Silent City” stellt den Höhepunkt des Albums dar. Aus tiefer Stille erwächst ein sanft fließender Geigenklang, der so rein gar nichts mit esoterischem Kitsch gemein hat. Breite, scheinbar aus einer anderen Welt stammende Akkorde zwingen zum Zuhören. Es ist gerade die Ernsthaftigkeit der Musik, die fesselt.

Kayhan Kalhor ist einer der geschätztesten Instrumentalkomponisten des postrevolutionären Iran und ausserdem ein Virtuose an der Kamancheh (ein iranisches Streichinstrument, auch Kniegeige genannt). Die vorliegende Aufnahme ist das Ergebnis eines achtjährigen Prozesses des Lernens und Experimentierens. Kayhan Kalhors Kompositionen werden vom New Yorker Streichquartett Brooklyn Rider kongenial interpretiert.

“Silent City” wird sicher hohe Wellen schlagen und Anhänger sowohl unter den Freunden zeitgenössischer E-Musik wie auch bei Anhängern der Weltmusik finden.
Fazit: Absolut herausragend!

Tracks:
1. Ascending bird
2. Silent city
3. Parvaz
4. Beloved, do not let me be discouraged

Orientierungshilfe

Silent City

Als begeisterte Hörer zeitgenössischer Kammermusik waren wir genau das richtige Publikum für diese CD. Wer hätte geglaubt, dass in einer CD-Rezension im Weltmusik-Magazin einmal die Namen Vasks oder Welin zu finden sein würden? Doch tatsächlich glaubt man hier phasenweise, ein neues Werk eines dieser zeitgenössischen Komponisten zu hören.

Der Schwede Karl-Erik Welin (1934-1992) und der Lette Peteris Vasks gehören zweifelsohne zu den großen Kammermusik-Komponisten unserer Zeit. Um so erstaunlicher ist es, wie nahe die Musik auf “Silent City” von Kayhan Kalhar und dem Streichquartett Brooklyn Rider den Werken der Beiden kommt. Doch stellt dies nur einen Teil der Kompositionen dar, das zweite, ebenso gleichberechtigte Element, ist das orientalische. Es scheint, als wären diese beiden gegensätzlichen Elemente schon immer miteinander verwandt. Das beinahe halbstündige Titelstück “Silent City” stellt den Höhepunkt des Albums dar. Aus tiefer Stille erwächst ein sanft fließender Geigenklang, der so rein gar nichts mit esoterischem Kitsch gemein hat. Breite, scheinbar aus einer anderen Welt stammende Akkorde zwingen zum Zuhören. Es ist gerade die Ernsthaftigkeit der Musik, die fesselt.

Kayhan Kalhor ist einer der geschätztesten Instrumentalkomponisten des postrevolutionären Iran und ausserdem ein Virtuose an der Kamancheh (ein iranisches Streichinstrument, auch Kniegeige genannt). Die vorliegende Aufnahme ist das Ergebnis eines achtjährigen Prozesses des Lernens und Experimentierens. Kayhan Kalhors Kompositionen werden vom New Yorker Streichquartett Brooklyn Rider kongenial interpretiert.

“Silent City” wird sicher hohe Wellen schlagen und Anhänger sowohl unter den Freunden zeitgenössischer E-Musik wie auch bei Anhängern der Weltmusik finden.
Fazit: Absolut herausragend!

Tracks:
1. Ascending bird
2. Silent city
3. Parvaz
4. Beloved, do not let me be discouraged

Textdatum: 2008-12-12  
Textrechte:
© Global Music | Weltmusik-Magazin  
Vertrieb: Harmonia Mundi
Tracks: 4
Format: CD
Ident-Code: 2099/1029/1


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