Kaija Saariaho
Maa

Auf die grandiose Ballettmusik “Maa” der finnischen Komponistin Kaija Saariaho müssen wir hinweisen. Es entstand 1991 als Auftragswerk für das Finnische National Ballett und ist beim Helsinkier Label Ondine auf CD erschienen. “Maa” wurde im Oktober 1991 in Helsinki uraufgeführt.

Wer sich dieser Komposition mit der Erwartung herkömmlicher Ballettmusik nähert, dürfte zutiefst erschrecken. Zumindest, wenn ihm die Komponistin Kaija Saariaho noch unbekannt ist. Die 1952 in Helsinki geborene Saariaho ist unserer Meinung nach eine der aufregendsten und faszinierendsten zeitgenössischen KomponistInnen. Sie gehört seit der Gründung der Gruppe “Korvat auki” (“Ohren auf!”) an, der auch Jouni Kaipainen, Magnus Lindberg, Olli Kortekangas, Jukka Tiensuu, Eero Hämeenniemi und Esa-Pekka Salonen angehören bzw. angehörten.

Kaija Saariahos musikalische Sprache ist überaus ungewöhnlich. Durch fast alle ihre Werke zieht sich als roter Faden das Bestreben, weit über die normalen Hörgewohnheiten hinauszugehen. Sie verfremdet den Klang klassischer Instrumente und vermengt ihn mit dem Klang von Alltagsgegenständen, Geräuschen und Elektronik. Das Überraschende dabei ist, dass die Musik Saariahos trotz aller Abgehobenheit, hörbar bleibt.

“Maa” ist insofern typisch für Kaija Saariaho, denn hier startet die Finnin mit Geräuschen von Schritten. Im weiteren Verlauf kommen u.a. Synthesizer, Flöten, Harfen, Kantelen, Stimmen, Schlagwerk und Streicher dazu. Damit kreiert die Komponistin eine faszinierende, geheimnisvolle und spannende Klangreise. Man wünscht sich, die Ballett-Choreographie dazu zu sehen. Die Musik besteht aus sieben Stücken, wovon bei zweien ausschließlich Elektronik eingesetzt wird.

“Maa” besitzt viele unbeschreibliche Momente und mehrere Höhepunkte, wozu auch das Wechselspiel zwischen Solo-Violine und elektronisch verfremdeten Windgeräuschen in “III. … de la terre” zählt. Die Musik von “Maa” folgt keiner Geschichte, vielmehr kommt, wie schon früher, Zahlensymbolik zum Tragen. Sieben Spieler werden zur Aufführung des siebensätzigen Werks benötigt, wobei jeder Satz abermals in sieben Abschnitte untergliedert ist. Im zweiten Satz kommen drei Musiker zum Einsatz, im dritten vier. Auf ähnliche Weise zieht es sich durch das gesamte Werk.

Wer den Mut besitzt, sich der Musik Kaija Saariahos zu öffnen, darf sich auf eine faszinierende Reise durch eine musikalische Wunderwelt freuen. Vieles im Gesamtwerk von Kaija Saariaho ist ähnlich grandios wie “Maa”, was auf Deutsch übrigens “Land”, “Erde” oder “Welt” bedeutet.




Orientierungshilfe

Maa

Auf die grandiose Ballettmusik “Maa” der finnischen Komponistin Kaija Saariaho müssen wir hinweisen. Es entstand 1991 als Auftragswerk für das Finnische National Ballett und ist beim Helsinkier Label Ondine auf CD erschienen. “Maa” wurde im Oktober 1991 in Helsinki uraufgeführt.

Wer sich dieser Komposition mit der Erwartung herkömmlicher Ballettmusik nähert, dürfte zutiefst erschrecken. Zumindest, wenn ihm die Komponistin Kaija Saariaho noch unbekannt ist. Die 1952 in Helsinki geborene Saariaho ist unserer Meinung nach eine der aufregendsten und faszinierendsten zeitgenössischen KomponistInnen. Sie gehört seit der Gründung der Gruppe “Korvat auki” (“Ohren auf!”) an, der auch Jouni Kaipainen, Magnus Lindberg, Olli Kortekangas, Jukka Tiensuu, Eero Hämeenniemi und Esa-Pekka Salonen angehören bzw. angehörten.

Kaija Saariahos musikalische Sprache ist überaus ungewöhnlich. Durch fast alle ihre Werke zieht sich als roter Faden das Bestreben, weit über die normalen Hörgewohnheiten hinauszugehen. Sie verfremdet den Klang klassischer Instrumente und vermengt ihn mit dem Klang von Alltagsgegenständen, Geräuschen und Elektronik. Das Überraschende dabei ist, dass die Musik Saariahos trotz aller Abgehobenheit, hörbar bleibt.

“Maa” ist insofern typisch für Kaija Saariaho, denn hier startet die Finnin mit Geräuschen von Schritten. Im weiteren Verlauf kommen u.a. Synthesizer, Flöten, Harfen, Kantelen, Stimmen, Schlagwerk und Streicher dazu. Damit kreiert die Komponistin eine faszinierende, geheimnisvolle und spannende Klangreise. Man wünscht sich, die Ballett-Choreographie dazu zu sehen. Die Musik besteht aus sieben Stücken, wovon bei zweien ausschließlich Elektronik eingesetzt wird.

“Maa” besitzt viele unbeschreibliche Momente und mehrere Höhepunkte, wozu auch das Wechselspiel zwischen Solo-Violine und elektronisch verfremdeten Windgeräuschen in “III. … de la terre” zählt. Die Musik von “Maa” folgt keiner Geschichte, vielmehr kommt, wie schon früher, Zahlensymbolik zum Tragen. Sieben Spieler werden zur Aufführung des siebensätzigen Werks benötigt, wobei jeder Satz abermals in sieben Abschnitte untergliedert ist. Im zweiten Satz kommen drei Musiker zum Einsatz, im dritten vier. Auf ähnliche Weise zieht es sich durch das gesamte Werk.

Wer den Mut besitzt, sich der Musik Kaija Saariahos zu öffnen, darf sich auf eine faszinierende Reise durch eine musikalische Wunderwelt freuen. Vieles im Gesamtwerk von Kaija Saariaho ist ähnlich grandios wie “Maa”, was auf Deutsch übrigens “Land”, “Erde” oder “Welt” bedeutet.




Textdatum: 2017-08-22  
Textrechte:
© Global Music Magazine  
Label: Ondine
EAN: 6413657779122
Spieldauer: 73:42
Tracks: 7
Katalog Nr: ODE 791-2
Ident-Code: 11883/420/1


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