Juha Kujanpää
Niin Kauas Kuin Siivet Kantaa

Juha Kujanpää ist uns längst kein Unbekannter mehr. Seit Jahren tummelt er sich in der finnischen Musikszene und bewegt sich dabei solo, sowie in verschiedenen Konstellationen (z.B. Karuna). Auch stilistisch zeigt er sich vielseitig. Finnischer Folk, Rock und Jazz sind seine Schwerpunkte. Er schrieb aber auch Theatermusik.

Mit “Kivenpyörittäjä – Tales and Travels” begann sie 2013, mit “Kultasiipi – Goldwing” wurde sie 2015 fortgeführt und mit “Niin Kauas Kuin Siivet Kantaa – To Where My Wings Will Take Me” endet sie nun – die instrumentale Trilogie von Juha Kujanpää. Alle eingangs genannten Stile sind auf seinen drei Alben, die er mit seiner hierfür zusammengestellten Band, dem Juha Kujanpää Ensemble, eingespielt hat, durchgängig zu hören.

Für die Musik Juha Kujanpääs sind weit ausholende Melodiebögen kennzeichend. Es sind Melodien, die teils über viele Takte hinweg andauern und dabei oftmals in sehr reizvoller Weise von Tonart zu Tonart weitergereicht werden. Dadurch entsteht der Eindruck eines musikalischen Flusses. Weiterhin fällt auf, dass seine Musik feinfühlig, manchmal sogar zart, ist, ohne jedoch sentimental oder banal zu werden. Die einzelnen Stücke durchwandern verschiedene Entwicklungsstufen. Werden gesteigert, zurückgenommen, verändert. Hier zeigt sich Juha Kujanpää sehr variabel.

Juha erzählt, dass seine Kompositionen an verschiedenen Orten in ganz Finnland, in den Weiten Ostbottniens, beim Anblick der wunderschönen Seen Nordkareliens und in einem Gästehaus im Kloster Valamo entstanden sind. Er weitete hier sein stilistisches Repertoire noch etwas aus und nahm Orchesterwalzer, griechische Bouzouki und Klezmer-Skalen hinzu.

Natürlich lebt “Niin Kauas Kuin Siivet Kantaa” auch von der ungemeinen Virtuosität der beteiligten MusikerInnen. So sind hier, wie auch auf den beiden Alben zuvor, Tero Tuovinen, Jussi Miettola, Juha Kujanpää, Timo Kämäräinen, Alina Järvelä, Esko Järvelä und Tommi Asplund (u.a. von der finnischen Folk-Band Frigg) zu hören. Neu dabei sind Joakim Berghäll (Saxophon, Flöte und Klarinette) und die Akkordeonistin Teija Niku. Das Juha Kujanpää Ensemble wurde beim Kaustinen Folk Music Festival 2014 zur Band des Jahres gewählt!

Die kompositorische Handschrift von Juha Kujanpää erinnert etwas an Mike Oldfield . Doch während der Engländer für unseren Geschmack allzu oft mit seichter Popmusik flirtet, zeigt sich der Finne skandinavischer, nüchterner und musikalisch anspruchsvoller. Was die Verspieltheit und das Jonglieren mit verschiedenen Stilen angeht, liegen sie gleichauf. Allerdings ist die Musik von Juha Kujanpää nicht rückwärtsgewandt, sondern steht mit beiden Beinen im Hier und Jetzt. Mehr noch – sie weist auf neue Wege bei der Verschmelzung sich im Grunde fremder Stile hin.

Für interessierte Hörer noch der Hinweis, dass sich “Niin Kauas Kuin Siivet Kantaa” nicht jedem auf Anhieb erschließt. Es lohnt sich aber auf jeden Fall, die Geduld aufzubringen, bis der Moment gekommen ist, wo einen “Niin Kauas Kuin Siivet Kantaa” nicht mehr loslässt. Er kommt mit Sicherheit.

Wer morgen in Tampere ist, kann im dortigen “Ylioppilasteatteri” (Studententheater Tampere) das Release-Konzert von “Niin Kauas Kuin Siivet Kantaa” miterleben.




Orientierungshilfe

Niin Kauas Kuin Siivet Kantaa

Juha Kujanpää ist uns längst kein Unbekannter mehr. Seit Jahren tummelt er sich in der finnischen Musikszene und bewegt sich dabei solo, sowie in verschiedenen Konstellationen (z.B. Karuna). Auch stilistisch zeigt er sich vielseitig. Finnischer Folk, Rock und Jazz sind seine Schwerpunkte. Er schrieb aber auch Theatermusik.

Mit “Kivenpyörittäjä – Tales and Travels” begann sie 2013, mit “Kultasiipi – Goldwing” wurde sie 2015 fortgeführt und mit “Niin Kauas Kuin Siivet Kantaa – To Where My Wings Will Take Me” endet sie nun – die instrumentale Trilogie von Juha Kujanpää. Alle eingangs genannten Stile sind auf seinen drei Alben, die er mit seiner hierfür zusammengestellten Band, dem Juha Kujanpää Ensemble, eingespielt hat, durchgängig zu hören.

Für die Musik Juha Kujanpääs sind weit ausholende Melodiebögen kennzeichend. Es sind Melodien, die teils über viele Takte hinweg andauern und dabei oftmals in sehr reizvoller Weise von Tonart zu Tonart weitergereicht werden. Dadurch entsteht der Eindruck eines musikalischen Flusses. Weiterhin fällt auf, dass seine Musik feinfühlig, manchmal sogar zart, ist, ohne jedoch sentimental oder banal zu werden. Die einzelnen Stücke durchwandern verschiedene Entwicklungsstufen. Werden gesteigert, zurückgenommen, verändert. Hier zeigt sich Juha Kujanpää sehr variabel.

Juha erzählt, dass seine Kompositionen an verschiedenen Orten in ganz Finnland, in den Weiten Ostbottniens, beim Anblick der wunderschönen Seen Nordkareliens und in einem Gästehaus im Kloster Valamo entstanden sind. Er weitete hier sein stilistisches Repertoire noch etwas aus und nahm Orchesterwalzer, griechische Bouzouki und Klezmer-Skalen hinzu.

Natürlich lebt “Niin Kauas Kuin Siivet Kantaa” auch von der ungemeinen Virtuosität der beteiligten MusikerInnen. So sind hier, wie auch auf den beiden Alben zuvor, Tero Tuovinen, Jussi Miettola, Juha Kujanpää, Timo Kämäräinen, Alina Järvelä, Esko Järvelä und Tommi Asplund (u.a. von der finnischen Folk-Band Frigg) zu hören. Neu dabei sind Joakim Berghäll (Saxophon, Flöte und Klarinette) und die Akkordeonistin Teija Niku. Das Juha Kujanpää Ensemble wurde beim Kaustinen Folk Music Festival 2014 zur Band des Jahres gewählt!

Die kompositorische Handschrift von Juha Kujanpää erinnert etwas an Mike Oldfield . Doch während der Engländer für unseren Geschmack allzu oft mit seichter Popmusik flirtet, zeigt sich der Finne skandinavischer, nüchterner und musikalisch anspruchsvoller. Was die Verspieltheit und das Jonglieren mit verschiedenen Stilen angeht, liegen sie gleichauf. Allerdings ist die Musik von Juha Kujanpää nicht rückwärtsgewandt, sondern steht mit beiden Beinen im Hier und Jetzt. Mehr noch – sie weist auf neue Wege bei der Verschmelzung sich im Grunde fremder Stile hin.

Für interessierte Hörer noch der Hinweis, dass sich “Niin Kauas Kuin Siivet Kantaa” nicht jedem auf Anhieb erschließt. Es lohnt sich aber auf jeden Fall, die Geduld aufzubringen, bis der Moment gekommen ist, wo einen “Niin Kauas Kuin Siivet Kantaa” nicht mehr loslässt. Er kommt mit Sicherheit.

Wer morgen in Tampere ist, kann im dortigen “Ylioppilasteatteri” (Studententheater Tampere) das Release-Konzert von “Niin Kauas Kuin Siivet Kantaa” miterleben.




Textdatum: 2017-10-20  
Textrechte:
© Global Music Magazine  
Artikelfoto/s: © Eclipse Music, Antti Kujanpää
Label: Eclipse Music
Spieldauer: 51:52
Tracks: 8
Format: CD, Download, Streaming
Ident-Code: 12207/576/5


Orientierungshilfe

Alben


Kultasiipi - Goldwing

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