John Hiatt
Master of Disaster

Master Of Disaster hat er sein brandneues, insgesamt 18. Album genannt – den “Meister” wollen wir ihm dabei gerne genehmigen, aber ein “Reinfall” ist es sicher nicht geworden. Charmant kokettierend bezieht er diesen Titel vermutlich auf die große Stilvielfalt mit 11 teilweise erstaunlich unterschiedlichen Songs und auf die souveräne Art und Weise, mit der er sie hier unter einen Hut bringt. Master Of Disaster ist denn auch John Hiatts umfassendstes Americana/Rock-Werk überhaupt geworden!

Seit über 30 Jahren befindet sich der wandlungsfähige Musiker aus Indiana, Nashville, Los Angeles und wieder Nashville kurz vorm Sprung vom immer-noch-Geheimtipp bis an die absolute Spitze. Die hat er allerdings als einzigartiger Songwriter mit wahren Megahits für andere Kollegen längst erreicht. So konnten in den vergangenen Jahrzehnten Künstler aus den Sparten Country, Rock und Blues mit seinen Stücken glänzen und ihre Platten veredeln: Rosanne Cash, Bonnie Rait, Jeff Healey Band, Eric Clapton & B.B.King, George Thorogood, Rodney Crowell, Gregg Allman, Steve Earle, Kelly Willis, Linda Ronstadt, The Band, Delbert McClinton, Willy DeVille, David Crosby, Emmylou Harris, Willie Nelson, Ry Cooder, Nitty Gritty Dirt Band, Neville Brothers – diese Liste ließe sich bis übermorgen verlängern. Doch zurück zu seinen eigenen Veröffentlichungen, die durch sehr viele Wechsel (Labels, Produzenten, Begleitbands, stilistische Ausrichtungen) geprägt sind. So hat sich John Hiatt in all der Zeit ein enormes musikalisches Spektrum von Nashville Country bis New Wave, von Rock bis Acoustic Folk, von Singer/Songwriter bis Delta Blues aufgebaut, in dem lediglich die beiden Koordinaten “unverwechselbare Stimme” und “grandiose Songqualität” unverrückbar festgeschrieben scheinen.

Aus der Vergangenheit weiß man, dass eine John Hiatt-Scheibe immer dann eine ganz besondere ist, wenn die Chemie zwischen dem Meister, seinen Musikern und dem Produzenten zu 100% stimmig ist. So war das seinerzeit bei den Sessions mit Ry Cooder, mit den Goners (feat. Sonny Landreth), mit Nick Lowe, Glyn Johns oder Matt Wallace – und so ist es anno 2005 wieder anlässlich einer Reunion mit dem großen Jim Dickinson (aka East Memphis Slim). Die beiden hatten bereits Anfang der 80er zusammen zu tun, als sie in einer wahren Traumband von Ry Cooder aufeinander trafen und u.a. den legendären Soundtrack The Border einspielten. Ein oft gecovertes Ergebnis der Teamwork dieser drei Herren heißt bekanntlich ‘Across The Borderline’!

Die Produktion von Dickinson klingt eigentlich typisch erdig, vital, naturbelassen im Memphis Sound des berühmten Ardent Studios. Dabei hat er zusammen mit Recording-Spezi John Hampton erstmalig das hoch gelobte Sonoma-24 Direct Stream Digital Recording & Editing System benutzt, das wohl derzeit konkurrenzlos in der Lage ist, auf digitalem Weg einen optimalen “old-fashioned Analogklang” zu vermitteln. So wird Master Of Disaster sowohl im normalen Stereo-Mix abzuspielen sein, aber auch in der 5.1 Surround Version für SACD-Player.

All die Technik mal beiseite: Wir haben es hier mit einem grandiosen Hiatt-Werk zu tun, das vom ersten Track an begeistert. So rockt der Titelsong als Opener unwiderstehlich, in der Folge gibt es akustische und semi-elektrische Abwechslung, z.B. mit einer weiteren Autohymne (“Thunderbird”) und dem Skiffle/Jug Band-haften ‘Wintertime Blues’, bevor im Zentrum das mächtige, druckvoll roots-rockende “Love’s Not Where We Thought We Left It” steht, wo Hiatt und seine kongeniale Begleitband ihr ganzes Können zeigen. Es handelt sich um keine Geringeren als Jim Dickinson’s Söhne Luther & Cody (Guitars & Drums) von der aktuell angesagtesten Southern/Blues/Jam Rock-Band North Mississippi Allstars mit dem alten Muscle Shoals-Studioprofi David Hood am Bass. Gelegentlich wird dieser Kern von Bläsern ergänzt, auch ein paar Mal von Tommy Burroughs an der Geige und durchweg durch die dezente Tastenarbeit von Vater Dickinson. Mit der slidig-soulig-sämigen Ballade “Ain’t Ever Goin’ Back ” beginnt der zweite Teil – eine Komposition, die an Tiefe und Seele sogar auf einer Stufe mit Dan Penn’s ‘Dark End Of The Street’ einzuordnen ist! Mit dem so herrlich honky-tonkenden Countrywalzer ‘Old School’ inkl. Bar-Piano, Dobro und Texas-Fiddle sowie dem abschliessenden ‘Back On The Corner’, auf dem sich Taj Mahal und Ry Cooder fiktiv in New Orleans begegnen, sollen noch zwei weitere Highlights eines mit Glanzpunkten vollgestopften Albums erwähnt werden. John Hiatt at his very best!!

Tracks:
1. Master Of Disaster 5:26
2. Howlin’ Down The Cumberland 3:45
3. Thunderbird 4:04
4. Wintertime Blues 4:19
5. When My Love Crossed Over 4:21
6. Love’s Not Where We Thought We Left It 5:17
7. Ain’t Ever Goin’ Back 5:40
8. Cold River 5:34
9. Find You At Last 4:48
10. Old School 3:18
11. Back On The Corner 3:52

2005
Master of Disaster

Master Of Disaster hat er sein brandneues, insgesamt 18. Album genannt – den “Meister” wollen wir ihm dabei gerne genehmigen, aber ein “Reinfall” ist es sicher nicht geworden. Charmant kokettierend bezieht er diesen Titel vermutlich auf die große Stilvielfalt mit 11 teilweise erstaunlich unterschiedlichen Songs und auf die souveräne Art und Weise, mit der er sie hier unter einen Hut bringt. Master Of Disaster ist denn auch John Hiatts umfassendstes Americana/Rock-Werk überhaupt geworden!

Seit über 30 Jahren befindet sich der wandlungsfähige Musiker aus Indiana, Nashville, Los Angeles und wieder Nashville kurz vorm Sprung vom immer-noch-Geheimtipp bis an die absolute Spitze. Die hat er allerdings als einzigartiger Songwriter mit wahren Megahits für andere Kollegen längst erreicht. So konnten in den vergangenen Jahrzehnten Künstler aus den Sparten Country, Rock und Blues mit seinen Stücken glänzen und ihre Platten veredeln: Rosanne Cash, Bonnie Rait, Jeff Healey Band, Eric Clapton & B.B.King, George Thorogood, Rodney Crowell, Gregg Allman, Steve Earle, Kelly Willis, Linda Ronstadt, The Band, Delbert McClinton, Willy DeVille, David Crosby, Emmylou Harris, Willie Nelson, Ry Cooder, Nitty Gritty Dirt Band, Neville Brothers – diese Liste ließe sich bis übermorgen verlängern. Doch zurück zu seinen eigenen Veröffentlichungen, die durch sehr viele Wechsel (Labels, Produzenten, Begleitbands, stilistische Ausrichtungen) geprägt sind. So hat sich John Hiatt in all der Zeit ein enormes musikalisches Spektrum von Nashville Country bis New Wave, von Rock bis Acoustic Folk, von Singer/Songwriter bis Delta Blues aufgebaut, in dem lediglich die beiden Koordinaten “unverwechselbare Stimme” und “grandiose Songqualität” unverrückbar festgeschrieben scheinen.

Aus der Vergangenheit weiß man, dass eine John Hiatt-Scheibe immer dann eine ganz besondere ist, wenn die Chemie zwischen dem Meister, seinen Musikern und dem Produzenten zu 100% stimmig ist. So war das seinerzeit bei den Sessions mit Ry Cooder, mit den Goners (feat. Sonny Landreth), mit Nick Lowe, Glyn Johns oder Matt Wallace – und so ist es anno 2005 wieder anlässlich einer Reunion mit dem großen Jim Dickinson (aka East Memphis Slim). Die beiden hatten bereits Anfang der 80er zusammen zu tun, als sie in einer wahren Traumband von Ry Cooder aufeinander trafen und u.a. den legendären Soundtrack The Border einspielten. Ein oft gecovertes Ergebnis der Teamwork dieser drei Herren heißt bekanntlich ‘Across The Borderline’!

Die Produktion von Dickinson klingt eigentlich typisch erdig, vital, naturbelassen im Memphis Sound des berühmten Ardent Studios. Dabei hat er zusammen mit Recording-Spezi John Hampton erstmalig das hoch gelobte Sonoma-24 Direct Stream Digital Recording & Editing System benutzt, das wohl derzeit konkurrenzlos in der Lage ist, auf digitalem Weg einen optimalen “old-fashioned Analogklang” zu vermitteln. So wird Master Of Disaster sowohl im normalen Stereo-Mix abzuspielen sein, aber auch in der 5.1 Surround Version für SACD-Player.

All die Technik mal beiseite: Wir haben es hier mit einem grandiosen Hiatt-Werk zu tun, das vom ersten Track an begeistert. So rockt der Titelsong als Opener unwiderstehlich, in der Folge gibt es akustische und semi-elektrische Abwechslung, z.B. mit einer weiteren Autohymne (“Thunderbird”) und dem Skiffle/Jug Band-haften ‘Wintertime Blues’, bevor im Zentrum das mächtige, druckvoll roots-rockende “Love’s Not Where We Thought We Left It” steht, wo Hiatt und seine kongeniale Begleitband ihr ganzes Können zeigen. Es handelt sich um keine Geringeren als Jim Dickinson’s Söhne Luther & Cody (Guitars & Drums) von der aktuell angesagtesten Southern/Blues/Jam Rock-Band North Mississippi Allstars mit dem alten Muscle Shoals-Studioprofi David Hood am Bass. Gelegentlich wird dieser Kern von Bläsern ergänzt, auch ein paar Mal von Tommy Burroughs an der Geige und durchweg durch die dezente Tastenarbeit von Vater Dickinson. Mit der slidig-soulig-sämigen Ballade “Ain’t Ever Goin’ Back ” beginnt der zweite Teil – eine Komposition, die an Tiefe und Seele sogar auf einer Stufe mit Dan Penn’s ‘Dark End Of The Street’ einzuordnen ist! Mit dem so herrlich honky-tonkenden Countrywalzer ‘Old School’ inkl. Bar-Piano, Dobro und Texas-Fiddle sowie dem abschliessenden ‘Back On The Corner’, auf dem sich Taj Mahal und Ry Cooder fiktiv in New Orleans begegnen, sollen noch zwei weitere Highlights eines mit Glanzpunkten vollgestopften Albums erwähnt werden. John Hiatt at his very best!!

Tracks:
1. Master Of Disaster 5:26
2. Howlin’ Down The Cumberland 3:45
3. Thunderbird 4:04
4. Wintertime Blues 4:19
5. When My Love Crossed Over 4:21
6. Love’s Not Where We Thought We Left It 5:17
7. Ain’t Ever Goin’ Back 5:40
8. Cold River 5:34
9. Find You At Last 4:48
10. Old School 3:18
11. Back On The Corner 3:52

Textdatum: 2005-06-24  
Textrechte:
© Blue Rose Records  
Vertrieb: Soulfood Music Distribution GmbH
Ident-Code: 613/1072/1


Alben

2001
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Same Old Man

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