Jim Allchin
Decisions

Nicht wenige werden sich angesichts dieses Albums fragen, warum dieser talentierte Blueser beim Softwareriesen Microsoft Karriere gemacht hat und sich nicht auf die Musik konzentriert hat. Wir würden das unter “Bad Decisions” einordnen. Warum Bill Gates helfen, Milliardär zu werden, wenn man so Gitarre spielen kann?

Der auf einer Farm im tiefen Süden der USA unter eher armen Verhältnissen aufgewachsene Jim Allchin wurde 1951 in Michigan geboren. Erst spät begann er sich der Musik in Form von eigenen Alben zuzuwenden. 2009, also im Alter von 58 Jahren, veröffentlichte er sein Debüt “Enigma”, das er, typisch Softwaremensch, als “beta test” bezeichnete. Wir kennen es nicht, aber den Nachfolger von 2011, nämlich “Overclocked” (wieder ein Begriff aus der IT). Da klingt Allchin beileibe nicht nach einem beta test, eher nach “final version”.

Nun kommt er mit seinem vierten Album, “Decisions”. Ein für Allchin eher untypischer Titel. Die Musik darauf ist allerdings waschechter Allchin. Rockige Bluesnummern, teils mit Bläsern und meist mit Hammond oder Piano. Dazwischen streut er vereinzelt sanftere und melodiösere Midtempo-Nummern ein. Meist jedoch bleibt er seinem Blues treu, den er in verschiedenen Spielarten zeigt.

Für “Decisions” hat sich Jim Allchin richtig ins Zeug gelegt. Nicht nur, dass er Tom Hambridge als Produzenten engagiert hat, er wartet auch mit einigen namhaften Gästen auf, wie z.B. dem genialen Reese Wynans an Hammond und Piano. Ach ja, Tom Hambridge wirkt nicht nur als Produzent mit, sondern hat sich auch hinter das Schlagzeug gesetzt und vereinzelt Gesang beigesteuert.

In der Summe ergibt das ein abwechslungsreiches, in einigen Nummern verdammt temperamentvoll klingendes und durchgängig leidenschaftliches Bluesalbum mit auffällig guter Gitarrenarbeit (ohne dass sich diese in den Vordergrund drängt). Da verzeiht man ihm seine Sünden, die er mit Microsoft angestellt hat, gerne und stellt sich erneut die Frage: Warum nicht schon früher?

Übrigens, auch beim Beiheft hat Jim Allchin einigen Aufwand betrieben.




Orientierungshilfe

Decisions

Nicht wenige werden sich angesichts dieses Albums fragen, warum dieser talentierte Blueser beim Softwareriesen Microsoft Karriere gemacht hat und sich nicht auf die Musik konzentriert hat. Wir würden das unter “Bad Decisions” einordnen. Warum Bill Gates helfen, Milliardär zu werden, wenn man so Gitarre spielen kann?

Der auf einer Farm im tiefen Süden der USA unter eher armen Verhältnissen aufgewachsene Jim Allchin wurde 1951 in Michigan geboren. Erst spät begann er sich der Musik in Form von eigenen Alben zuzuwenden. 2009, also im Alter von 58 Jahren, veröffentlichte er sein Debüt “Enigma”, das er, typisch Softwaremensch, als “beta test” bezeichnete. Wir kennen es nicht, aber den Nachfolger von 2011, nämlich “Overclocked” (wieder ein Begriff aus der IT). Da klingt Allchin beileibe nicht nach einem beta test, eher nach “final version”.

Nun kommt er mit seinem vierten Album, “Decisions”. Ein für Allchin eher untypischer Titel. Die Musik darauf ist allerdings waschechter Allchin. Rockige Bluesnummern, teils mit Bläsern und meist mit Hammond oder Piano. Dazwischen streut er vereinzelt sanftere und melodiösere Midtempo-Nummern ein. Meist jedoch bleibt er seinem Blues treu, den er in verschiedenen Spielarten zeigt.

Für “Decisions” hat sich Jim Allchin richtig ins Zeug gelegt. Nicht nur, dass er Tom Hambridge als Produzenten engagiert hat, er wartet auch mit einigen namhaften Gästen auf, wie z.B. dem genialen Reese Wynans an Hammond und Piano. Ach ja, Tom Hambridge wirkt nicht nur als Produzent mit, sondern hat sich auch hinter das Schlagzeug gesetzt und vereinzelt Gesang beigesteuert.

In der Summe ergibt das ein abwechslungsreiches, in einigen Nummern verdammt temperamentvoll klingendes und durchgängig leidenschaftliches Bluesalbum mit auffällig guter Gitarrenarbeit (ohne dass sich diese in den Vordergrund drängt). Da verzeiht man ihm seine Sünden, die er mit Microsoft angestellt hat, gerne und stellt sich erneut die Frage: Warum nicht schon früher?

Übrigens, auch beim Beiheft hat Jim Allchin einigen Aufwand betrieben.




Textdatum: 2017-08-17  
Textrechte:
© Global Music Magazine  
Artikelfoto/s: © Susan Doupe
Label: Sandy Key Music
Produzent: Tom Hambridge
EAN: 840095000031
Spieldauer: 50:10
Tracks: 14
Ident-Code: 11867/444/1


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