Jargoslavia
Jargoslavia

Auch wenn die Schwemme an Alben aus dem Balkanraum, die es bis vor einigen Jahren gab, längst abgeebbt ist, kommen immer wieder neue Alben mit Balkanbeat und artverwandten Sounds auf den Markt. Zuletzt stellte das finnische Ensemble Jargoslavia ihr selbstbetiteltes Debüt zur Diskussion.

Aus Turku und Helsinki stammen Jarkko Niemelä, Petri Kautto, Antti Kujanpää, Jori Huhtala und Tuomas Timonen. Die zündende Idee für Jargoslavia hatte Jarkko Niemelä. Seit 2012 arbeitet er mit seinen Mitstreitern an der Idee, Sounds aus dem Balkanraum und dem Mittleren Osten mit Jazz zu verheiraten. Genial ist nicht nur diese Idee, sondern auch die Umsetzung. In der Besetzung mit Sax, Trompete, Gitarre und Orgel klingt diese Musik, als dürfe sie gar nicht anders gespielt werden.

Die Musik des Jazz und des Orients scheinen verwandt zu sein. Die versetzte Rhythmik und die breiten Harmonien aus beiden Welten verschmelzen vollends. Der zusätzliche funkige Touch, den das Ensemble diesem Mix verleiht, ist das Sahnehäubchen. Anspruchsvolle jazzige Musik mit Bodenhaftung. Keine rein intellektuelle Angelegenheit also, sondern Musik, zu der man richtig tanzen kann.

Ein solches Debüt ist sehr beachtlich. Das zugrunde liegende Konzept von “Jargoslavia” ist absolut stimmig und wirkt so, als ließe es sich beliebig wandeln und weiter ausbauen. Von der Instrumentierung sind wir regelrecht begeistert.

Klar, wird hier auf Finnisch gesungen, allerdings handelt es sich meist um instrumentale Titel. Typisch finnisch ist ebenfalls der undogmatische und spielerische Umgang mit Musik. Die bestens ausgebildeten Musiker von Jargoslavia entfachen hier ein musikalisches Feuer, auch wenn Jazz oftmals als kühl empfunden wird. Doch sind hier das Temperament und die Glut des Balkans deutlich zu spüren.

Kein Wunder also, dass Jargoslavia mit diesem Sound bereits zahlreiche Hörer begeistern konnte. Ihre Auftritte auf Festivals und Clubbühnen in St Petersburg, Tallinn und ganz Finland hinterließen einen bleibenden Eindruck. Nicht nur Jazz-Fans zählen zu ihren Anhängern.

“Jargoslavia” ist wegen seiner Gradwanderung zwischen Jazz und Balkan und seiner mitreissenden Umsetzung, unbedingt hörenswert.




Orientierungshilfe

Jargoslavia

Auch wenn die Schwemme an Alben aus dem Balkanraum, die es bis vor einigen Jahren gab, längst abgeebbt ist, kommen immer wieder neue Alben mit Balkanbeat und artverwandten Sounds auf den Markt. Zuletzt stellte das finnische Ensemble Jargoslavia ihr selbstbetiteltes Debüt zur Diskussion.

Aus Turku und Helsinki stammen Jarkko Niemelä, Petri Kautto, Antti Kujanpää, Jori Huhtala und Tuomas Timonen. Die zündende Idee für Jargoslavia hatte Jarkko Niemelä. Seit 2012 arbeitet er mit seinen Mitstreitern an der Idee, Sounds aus dem Balkanraum und dem Mittleren Osten mit Jazz zu verheiraten. Genial ist nicht nur diese Idee, sondern auch die Umsetzung. In der Besetzung mit Sax, Trompete, Gitarre und Orgel klingt diese Musik, als dürfe sie gar nicht anders gespielt werden.

Die Musik des Jazz und des Orients scheinen verwandt zu sein. Die versetzte Rhythmik und die breiten Harmonien aus beiden Welten verschmelzen vollends. Der zusätzliche funkige Touch, den das Ensemble diesem Mix verleiht, ist das Sahnehäubchen. Anspruchsvolle jazzige Musik mit Bodenhaftung. Keine rein intellektuelle Angelegenheit also, sondern Musik, zu der man richtig tanzen kann.

Ein solches Debüt ist sehr beachtlich. Das zugrunde liegende Konzept von “Jargoslavia” ist absolut stimmig und wirkt so, als ließe es sich beliebig wandeln und weiter ausbauen. Von der Instrumentierung sind wir regelrecht begeistert.

Klar, wird hier auf Finnisch gesungen, allerdings handelt es sich meist um instrumentale Titel. Typisch finnisch ist ebenfalls der undogmatische und spielerische Umgang mit Musik. Die bestens ausgebildeten Musiker von Jargoslavia entfachen hier ein musikalisches Feuer, auch wenn Jazz oftmals als kühl empfunden wird. Doch sind hier das Temperament und die Glut des Balkans deutlich zu spüren.

Kein Wunder also, dass Jargoslavia mit diesem Sound bereits zahlreiche Hörer begeistern konnte. Ihre Auftritte auf Festivals und Clubbühnen in St Petersburg, Tallinn und ganz Finland hinterließen einen bleibenden Eindruck. Nicht nur Jazz-Fans zählen zu ihren Anhängern.

“Jargoslavia” ist wegen seiner Gradwanderung zwischen Jazz und Balkan und seiner mitreissenden Umsetzung, unbedingt hörenswert.




Textdatum: 2017-07-19  
Textrechte:
© Global Music | Weltmusik-Magazin  
Artikelfoto/s: © Tuomas Timonen and Tara Hunt, editing Jori Huhtala
EAN: 6417138649652
Spieldauer: 43:56
Tracks: 9
Ident-Code: 11795/754/1


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