Heischneida
Heischneida

Musik aus Bayern, die das Lebensgefühl auf dem Land wiedergibt, stellt man sich im Allgemeinen anders vor, als das, was die Bergener Band Heischneida auf ihrem gleichnamigen Debütalbum bietet. Dieses Album eignet sich hervorragend für eine Ein-Wort-Rezension: “Saugut”. Mehr muss man nicht sagen.

Heischneidas Musik und Texte, die sehr viel mehr von Bayern erzählen, als das Gesülze so manch anderer Bayern-Stars, sind eine Wohltat. Denn das Sextett mit dem hervorragenden Sänger Wenzel Karger braucht keine Alpenland-Klischees, um “bayerische” Musik zu machen. Genausowenig nimmt man musikalische Modeerscheinungen zur Kenntnis. Die Band macht einfach ihr Ding und kopiert nicht. Erfreulich auch, dass jegliche Volksmusik-, Weltmusik- und Balkanbeat-Zitate unterbleiben. Ebenso wartet man auf Jodler vergebens.

Die Texte sind durchgängig in Bayrisch, und zwar in echtem Bayrisch und nicht in dem häufig für den Originaldialekt gehaltenen Fernseh-Kauderwelsch. Das heißt natürlich auch, dass so mancher Hörer oberhalb des Weißwurscht-Äquators seine Verständnisprobleme haben dürfte. Selbst wenn der nichtbayerische Hörer die Bedeutung der Wörter erkennen sollte, bleibt ihm ein Großteil des Inhalts bzw. der Aussage verborgen, wenn er das Wesen der Bayern nicht kennt. Die Texte sind so echt und nah dran am Menschen, wie man es kaum gehört hat. Hans Söllner , Georg Ringsgwandl oder Sigi Zimmerschied könnten Vorbilder gewesen sein, wobei Heischneida die Wortgewalt vom Sigi allerdings nicht erreichen.

“Heischneida” ist ein glänzendes Album. Wunderbar unintellektuell, sowohl textlich wie auch musikalisch, trotzdem sehr schlau, teils deftig und immer wieder sehr humorvoll, wie z.B. “InDiana” (“Wos reimt se scho auf Nicki?”).

“bloß dass a Russin an Rodwein ned vadrogd, des hod eam moi wieda koana gsogd”

“weil a endlich schnaxln mächt und des gähd ohne Madl schlecht”

Guad gmacht, Buam!



Orientierungshilfe

Heischneida

Musik aus Bayern, die das Lebensgefühl auf dem Land wiedergibt, stellt man sich im Allgemeinen anders vor, als das, was die Bergener Band Heischneida auf ihrem gleichnamigen Debütalbum bietet. Dieses Album eignet sich hervorragend für eine Ein-Wort-Rezension: “Saugut”. Mehr muss man nicht sagen.

Heischneidas Musik und Texte, die sehr viel mehr von Bayern erzählen, als das Gesülze so manch anderer Bayern-Stars, sind eine Wohltat. Denn das Sextett mit dem hervorragenden Sänger Wenzel Karger braucht keine Alpenland-Klischees, um “bayerische” Musik zu machen. Genausowenig nimmt man musikalische Modeerscheinungen zur Kenntnis. Die Band macht einfach ihr Ding und kopiert nicht. Erfreulich auch, dass jegliche Volksmusik-, Weltmusik- und Balkanbeat-Zitate unterbleiben. Ebenso wartet man auf Jodler vergebens.

Die Texte sind durchgängig in Bayrisch, und zwar in echtem Bayrisch und nicht in dem häufig für den Originaldialekt gehaltenen Fernseh-Kauderwelsch. Das heißt natürlich auch, dass so mancher Hörer oberhalb des Weißwurscht-Äquators seine Verständnisprobleme haben dürfte. Selbst wenn der nichtbayerische Hörer die Bedeutung der Wörter erkennen sollte, bleibt ihm ein Großteil des Inhalts bzw. der Aussage verborgen, wenn er das Wesen der Bayern nicht kennt. Die Texte sind so echt und nah dran am Menschen, wie man es kaum gehört hat. Hans Söllner , Georg Ringsgwandl oder Sigi Zimmerschied könnten Vorbilder gewesen sein, wobei Heischneida die Wortgewalt vom Sigi allerdings nicht erreichen.

“Heischneida” ist ein glänzendes Album. Wunderbar unintellektuell, sowohl textlich wie auch musikalisch, trotzdem sehr schlau, teils deftig und immer wieder sehr humorvoll, wie z.B. “InDiana” (“Wos reimt se scho auf Nicki?”).

“bloß dass a Russin an Rodwein ned vadrogd, des hod eam moi wieda koana gsogd”

“weil a endlich schnaxln mächt und des gähd ohne Madl schlecht”

Guad gmacht, Buam!



Textdatum: 2017-05-01  
Textrechte:
© Global Music Magazine  
Artikelfoto/s: © Robert Herbe
Label: Hire-Parc Studios
Vertrieb: Broken Silence
EAN: 742832813501
Spieldauer: 13
Tracks: 49:27
Ident-Code: 11444/1004/1


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