Good Omens
All the moving parts

Einen großen Aufwand hat die finnische Band Good Omens bei der Aufnahme ihres neuen Albums “All the moving parts” betrieben. Vier verschiedene Tonstudios mussten es sein. Hat sich der Aufwand gelohnt?

Die Spuren von Schlagzeug und akustischer Gitarre wurden im legendären Finnvox-Studio aufgezeichnet. Um Klavier, das Fender Rhodes und den Bass aufzunehmen, wechselte man ins Studio Kekkonen. Die Atomic Spa Studios suchte man auf, um das Violoncello auf Band (bzw. Festplatte) zu bannen. Gesangsstimmen, E-Gitarre und Perkussion nahm man im MD-Studio auf. Für letztere Aufnahmen war Kia Sofia verantwortlich, ansonsten Eemu Ranta. Alle Aufnahmen fanden 2016 statt.

Solch einen Aufwand können sich “kleinere” Bands oftmals nicht leisten. Dass sich Good Omens, als eher “kleine” Band, diesen dennoch geleistet haben, spricht für ihre Detailverliebtheit und ihren Qualitätsanspruch. Diesen Eindruck erhält man nämlich beim Hören von “All the moving parts”.

Die Combo hat sich 2012 nach einer Reihe spontaner Jam-Sessions in den schönen Parks ihrer Heimatstadt Helsinki gegründet. Das Debüt “By Open Plain” erschien 2014 beim deutschen Label Beste! Unterhaltung. Schon damals war klar, Good Omens will nicht sofort als finnische Band identifiziert werden. Ihr musikalischer Ansatz ist universeller und orientiert sich deutlich mehr an einem internationalen Indie-Pop-Publikum, als dies die Finnen für gewöhnlich tun.

Beim aktuellen Album “All the moving parts” ist dieser Ansatz noch deutlicher zu hören als beim Debüt. Dennoch klingt die Musik nicht nach Massenware und der geleistete Aufwand resultiert nicht in einer übertriebenen Produktion. Auch wenn die Lieder nicht nach spontanen Sessions klingen, ist ihr Charakter doch eher ein ungezwungener und verspielter.

Die eingangs angesprochene Detailverliebtheit zeigt sich in fein ausgearbeiteten Arrangements. Mit dem perfekt ausbalancierten Sound kommt die Musik kristallklar und durchsichtig. Selbst kleinste Feinheiten bleiben hörbar, z.B. beim wunderbar ausgearbeiteten mehrstimmingen Gesang. Allgemein lässt sich in Sachen Gesang festhalten, dass die weiblichen Stimmen individueller und ganz einfach schöner klingen. Die Männerstimmen hingegen wirken etwas aufgesetzt und klingen nach bereits Bekanntem.

Die allesamt selbst verfassten Kompositionen gehen in Richtung Kammer-Indie-Pop. Lebhafte und ruhige Titel halten sich in etwa die Waage. Darunter sind auch richtige Pop-Perlen, wie “Reminising Eyes” oder “Silent Spring” mit herrlichen Melodien, die sofort gefallen.

Hat sich der Aufwand bei den Aufnahmen nun gelohnt? Ein ganz klares Ja! “All the moving parts” ist ein wunderschönes Album. Leichte, fließende Musik mit abwechslungsreichen Arrangements, wohldosiertem produktionstechnischen Aufwand und teils mit Ohrwurm-Melodien.




Orientierungshilfe

All the moving parts

Einen großen Aufwand hat die finnische Band Good Omens bei der Aufnahme ihres neuen Albums “All the moving parts” betrieben. Vier verschiedene Tonstudios mussten es sein. Hat sich der Aufwand gelohnt?

Die Spuren von Schlagzeug und akustischer Gitarre wurden im legendären Finnvox-Studio aufgezeichnet. Um Klavier, das Fender Rhodes und den Bass aufzunehmen, wechselte man ins Studio Kekkonen. Die Atomic Spa Studios suchte man auf, um das Violoncello auf Band (bzw. Festplatte) zu bannen. Gesangsstimmen, E-Gitarre und Perkussion nahm man im MD-Studio auf. Für letztere Aufnahmen war Kia Sofia verantwortlich, ansonsten Eemu Ranta. Alle Aufnahmen fanden 2016 statt.

Solch einen Aufwand können sich “kleinere” Bands oftmals nicht leisten. Dass sich Good Omens, als eher “kleine” Band, diesen dennoch geleistet haben, spricht für ihre Detailverliebtheit und ihren Qualitätsanspruch. Diesen Eindruck erhält man nämlich beim Hören von “All the moving parts”.

Die Combo hat sich 2012 nach einer Reihe spontaner Jam-Sessions in den schönen Parks ihrer Heimatstadt Helsinki gegründet. Das Debüt “By Open Plain” erschien 2014 beim deutschen Label Beste! Unterhaltung. Schon damals war klar, Good Omens will nicht sofort als finnische Band identifiziert werden. Ihr musikalischer Ansatz ist universeller und orientiert sich deutlich mehr an einem internationalen Indie-Pop-Publikum, als dies die Finnen für gewöhnlich tun.

Beim aktuellen Album “All the moving parts” ist dieser Ansatz noch deutlicher zu hören als beim Debüt. Dennoch klingt die Musik nicht nach Massenware und der geleistete Aufwand resultiert nicht in einer übertriebenen Produktion. Auch wenn die Lieder nicht nach spontanen Sessions klingen, ist ihr Charakter doch eher ein ungezwungener und verspielter.

Die eingangs angesprochene Detailverliebtheit zeigt sich in fein ausgearbeiteten Arrangements. Mit dem perfekt ausbalancierten Sound kommt die Musik kristallklar und durchsichtig. Selbst kleinste Feinheiten bleiben hörbar, z.B. beim wunderbar ausgearbeiteten mehrstimmingen Gesang. Allgemein lässt sich in Sachen Gesang festhalten, dass die weiblichen Stimmen individueller und ganz einfach schöner klingen. Die Männerstimmen hingegen wirken etwas aufgesetzt und klingen nach bereits Bekanntem.

Die allesamt selbst verfassten Kompositionen gehen in Richtung Kammer-Indie-Pop. Lebhafte und ruhige Titel halten sich in etwa die Waage. Darunter sind auch richtige Pop-Perlen, wie “Reminising Eyes” oder “Silent Spring” mit herrlichen Melodien, die sofort gefallen.

Hat sich der Aufwand bei den Aufnahmen nun gelohnt? Ein ganz klares Ja! “All the moving parts” ist ein wunderschönes Album. Leichte, fließende Musik mit abwechslungsreichen Arrangements, wohldosiertem produktionstechnischen Aufwand und teils mit Ohrwurm-Melodien.




Textdatum: 2017-09-22  
Textrechte:
© Global Music Magazine  
Artikelfoto/s: © Ice Will Melt
Label: Ice Will Melt Records
Labelcode: 50878
Spieldauer: 41:08
Tracks: 10
Katalog Nr: IWM004
Ident-Code: 11964/984/1


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