Fvzz Popvli
Fvzz Dei

Einen irren und wunderbar eigenwilligen Sound kreiert das Italo-Trio von Fvzz Popvli auf ihrem neuen Album “Fvzz Dei”. Was sie als “Verzerrer Gottes” (oder so ähnlich) bezeichnen, klingt so, als hätte sich eine Metalband das Equipment von Amon Düül II ausgeliehen um deren Musik zu neuem Leben zu verhelfen.

Das in Rom gegründete Trio existiert erst seit kurzem. Die Mitglieder haben davor allerdings schon manche musikalische Erfahrung sammeln können. Sei es aus der Proto-Doom-, der Proto-Punk-, der Palm-Desert- oder der Heavy-Psych-Ecke.

Damit der einleitende Bezug zu Amon Düül II nicht missverstanden wird: Fvzz Popvli covern keineswegs unsere altbekannten Krautrocker. Sie schreiben eigenes Material. Doch auch wenn Fvzz Popvli sich nicht ausdrücklich auf Krautrock beziehen, ist eine Verwandtschaft erkennbar. Diese Komponente ist aber nur eine unter vielen. Genausogut könnte man die frühen Black Sabbath oder Iggy Pop nennen. Ihren Stil kann man ohnehin nur vage umschreiben.

Prägendes Stilmittel von Fvzz Popvli ist ein fetter, matschiger Fuzz-Verzerrer-Sound. Der typische Sound einer mit Hilfe von Transistoren nachgeahmten Röhrenverzerrung, wie man ihn aus den Sechziger- und frühen Siebziger-Jahre kennt. Und eben von den Krautrock-Bands.

Doch Fvzz Popvli stehen nicht nur im Bezug auf die Verzerrung auf alt. Das Album wurde aufgenommen und gemastert in den Murduck Productions Studios in Rom. Dort fand man sowohl einen richtig analogen Mixer aus den Achtziger-Jahren, wie auch eine analoge Bandmaschine. Alleine, die hierfür passenden Bänder aufzutreiben, dürfte einiges gekostet haben. Bei der Entstehung ihrer Lieder wird sowohl konventionell vorgegangen, also traditionelles Songwriting, wie auch die Inspiration aus der Improvisation hinzugenommen. Eine Tatsache, die auch ihre Live-Konzerte interessant machen dürfte.

Vor kurzem erst war das Trio mit ihrer Promotion-Tour für ihre Debüt-EP fertig geworden, schon stehen sie abermals in den Startlöchern, um ihr Full-Length-Debüt bekannt zu machen. “Fvzz Dei” ist keine leichte Kost, auch wenn wir finden, dass es recht leicht zu hören ist. Doch der ungewöhnliche Sound dürfe Ungeübten den Zugang erschweren. Uns gefällt, was Fvzz Popvli machen und es wird bestimmt auch so manch anderem aufgeschlossenen Liebhaber gewagter Ideen gefallen.




Orientierungshilfe

Fvzz Dei

Einen irren und wunderbar eigenwilligen Sound kreiert das Italo-Trio von Fvzz Popvli auf ihrem neuen Album “Fvzz Dei”. Was sie als “Verzerrer Gottes” (oder so ähnlich) bezeichnen, klingt so, als hätte sich eine Metalband das Equipment von Amon Düül II ausgeliehen um deren Musik zu neuem Leben zu verhelfen.

Das in Rom gegründete Trio existiert erst seit kurzem. Die Mitglieder haben davor allerdings schon manche musikalische Erfahrung sammeln können. Sei es aus der Proto-Doom-, der Proto-Punk-, der Palm-Desert- oder der Heavy-Psych-Ecke.

Damit der einleitende Bezug zu Amon Düül II nicht missverstanden wird: Fvzz Popvli covern keineswegs unsere altbekannten Krautrocker. Sie schreiben eigenes Material. Doch auch wenn Fvzz Popvli sich nicht ausdrücklich auf Krautrock beziehen, ist eine Verwandtschaft erkennbar. Diese Komponente ist aber nur eine unter vielen. Genausogut könnte man die frühen Black Sabbath oder Iggy Pop nennen. Ihren Stil kann man ohnehin nur vage umschreiben.

Prägendes Stilmittel von Fvzz Popvli ist ein fetter, matschiger Fuzz-Verzerrer-Sound. Der typische Sound einer mit Hilfe von Transistoren nachgeahmten Röhrenverzerrung, wie man ihn aus den Sechziger- und frühen Siebziger-Jahre kennt. Und eben von den Krautrock-Bands.

Doch Fvzz Popvli stehen nicht nur im Bezug auf die Verzerrung auf alt. Das Album wurde aufgenommen und gemastert in den Murduck Productions Studios in Rom. Dort fand man sowohl einen richtig analogen Mixer aus den Achtziger-Jahren, wie auch eine analoge Bandmaschine. Alleine, die hierfür passenden Bänder aufzutreiben, dürfte einiges gekostet haben. Bei der Entstehung ihrer Lieder wird sowohl konventionell vorgegangen, also traditionelles Songwriting, wie auch die Inspiration aus der Improvisation hinzugenommen. Eine Tatsache, die auch ihre Live-Konzerte interessant machen dürfte.

Vor kurzem erst war das Trio mit ihrer Promotion-Tour für ihre Debüt-EP fertig geworden, schon stehen sie abermals in den Startlöchern, um ihr Full-Length-Debüt bekannt zu machen. “Fvzz Dei” ist keine leichte Kost, auch wenn wir finden, dass es recht leicht zu hören ist. Doch der ungewöhnliche Sound dürfe Ungeübten den Zugang erschweren. Uns gefällt, was Fvzz Popvli machen und es wird bestimmt auch so manch anderem aufgeschlossenen Liebhaber gewagter Ideen gefallen.




Textdatum: 2017-09-22  
Textrechte:
© Global Music Magazine  
Artikelfoto/s: © Heavy Psych
Label: Heavy Psych / Cargo
Labelcode: 53115
Spieldauer: 42:20
Tracks: 8
Ident-Code: 12068/786/1


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