Erja Lyytinen
Dreamland Blues

Auf die Frage, ob es nicht etwas ungewöhnlich sei, dass Kanadier Blues spielen, antwortete Jeff Healey einmal, dass der Interviewer ihn doch mal im Winter in Kanada besuchen solle. So ähnlich stelle ich es mir in Finnland vor. Lange kalte Winter – wenn man da nicht den Blues kriegen soll, wann dann? Erja Lyytinen hat ihn drauf, den Blues. “Dreamland Blues” ist ihr erstes auch international vertriebenes Album. In Finnland veröffentlicht sie bereits seit vielen Jahren.

“Bonnie Raitt des Nordens” wird sie genannt und irgendwie passt das schon. Lässig und ausdrucksstark spielt sie Slide, eben wie Bonnie Raitt oder auch Elmore James. Dazu eine gute Stimme mit Soul und Ausdruck. Das Album beginnt mit einem Instrumental, bei dem sie zeigt, was sie an der Slide-Gitarre drauf hat. Eine richtig gute Uptempo-Nummer. Danach folgt eine Erklärung “Why a woman plays the blues” in Form eines groovigen Mississippi-Blues. Ihre kompositorische Vielseitigkeit beweist sie mit der poppigen Country-Soul-Pop-Nummer (irgendwas in der Art) “Best for you”, die gleich ins Ohr geht und man auf einer Bluesscheibe nicht erwartet hätte, aber trotzdem gut ins Programm passt. In dieser Qualität geht es durch das ganze Album. Erwähnenswert noch “Good lovin man”, eine Hommage an Elmore James’ “Dust my broom” und das geniale Titelstück, bei dem sie Jimmy Page und Robert Plant zitiert (Absicht?). Auch der Bonustrack beeindruckt.

Ihr Gitarrenspiel, stets sehr reduziert auf die wichtigsten Noten, wirkt nie aufgesetzt. Es gibt nicht viele Frauen, die so spielen können. Leider! Der Sound der Aufnahmen ist sehr roh und ungekünstelt, was sehr gut zur Musik passt. Allerdings sind die gelegentlichen Störgeräusche etwas zu viel “Authentizität”.

Man kann Ruf Records absolut dazu gratulieren, die sympathische Musikerin Erja Lyytinen unter Vertrag genommen zu haben.

Tracks:
1. Skinny Girl – Lyytinen, Erja 3:08
2. Why A Woman Plays The Blues – Lyytinen, Erja 3:12
3. Best For You – Lyytinen, Erja 3:58
4. It Hurts Me Too – James, Elmore 3:41
5. Mississippi Callin’ – Parker, Ian 3:24
6. I Need Love (To Get Over You) – Parker, Ian/Lyytinen, Erja/Floreno, Davide 3:26
7. Good Lovin’ Man – Lyytinen, Erja 3:46
8. Dreamland Blues – Lyytinen, Erja 4:08
9. Nasty Weather – Lyytinen, Erja 4:08
10. Join Everyone – Lyytinen, Erja/Floreno, Davide 4:12
11. Voyager’s Rest – Lyytinen, Erja 1:26
12. Lady (Bonus Track) – Lyytinen, Erja 4:35

Besetzung:
Erja Lyytinen: Vocals, Slide Guitar, Guitar, Rhythm Guitar & National Steel Guitar
Davide Floreno: Rhythm Guitar, 1st Guitar Solo (It Hurts Me Too), Bass (3,5,6,9 & 10)
Kinney Kimbrough: Drums, Vocals (Voyager’s Rest)
David Kimbrough: Bass (1,2,4 & 7)
Justin Showah: Bass (Lady)
Ian Parker: Background Vocals (3,5 & 10)
Lee: Drums (Dreamland Blues)
Steve Malcolm: Bass (Dreamland Blues)
Produzent: Ian Parker

2007
Dreamland Blues

Auf die Frage, ob es nicht etwas ungewöhnlich sei, dass Kanadier Blues spielen, antwortete Jeff Healey einmal, dass der Interviewer ihn doch mal im Winter in Kanada besuchen solle. So ähnlich stelle ich es mir in Finnland vor. Lange kalte Winter – wenn man da nicht den Blues kriegen soll, wann dann? Erja Lyytinen hat ihn drauf, den Blues. “Dreamland Blues” ist ihr erstes auch international vertriebenes Album. In Finnland veröffentlicht sie bereits seit vielen Jahren.

“Bonnie Raitt des Nordens” wird sie genannt und irgendwie passt das schon. Lässig und ausdrucksstark spielt sie Slide, eben wie Bonnie Raitt oder auch Elmore James. Dazu eine gute Stimme mit Soul und Ausdruck. Das Album beginnt mit einem Instrumental, bei dem sie zeigt, was sie an der Slide-Gitarre drauf hat. Eine richtig gute Uptempo-Nummer. Danach folgt eine Erklärung “Why a woman plays the blues” in Form eines groovigen Mississippi-Blues. Ihre kompositorische Vielseitigkeit beweist sie mit der poppigen Country-Soul-Pop-Nummer (irgendwas in der Art) “Best for you”, die gleich ins Ohr geht und man auf einer Bluesscheibe nicht erwartet hätte, aber trotzdem gut ins Programm passt. In dieser Qualität geht es durch das ganze Album. Erwähnenswert noch “Good lovin man”, eine Hommage an Elmore James’ “Dust my broom” und das geniale Titelstück, bei dem sie Jimmy Page und Robert Plant zitiert (Absicht?). Auch der Bonustrack beeindruckt.

Ihr Gitarrenspiel, stets sehr reduziert auf die wichtigsten Noten, wirkt nie aufgesetzt. Es gibt nicht viele Frauen, die so spielen können. Leider! Der Sound der Aufnahmen ist sehr roh und ungekünstelt, was sehr gut zur Musik passt. Allerdings sind die gelegentlichen Störgeräusche etwas zu viel “Authentizität”.

Man kann Ruf Records absolut dazu gratulieren, die sympathische Musikerin Erja Lyytinen unter Vertrag genommen zu haben.

Tracks:
1. Skinny Girl – Lyytinen, Erja 3:08
2. Why A Woman Plays The Blues – Lyytinen, Erja 3:12
3. Best For You – Lyytinen, Erja 3:58
4. It Hurts Me Too – James, Elmore 3:41
5. Mississippi Callin’ – Parker, Ian 3:24
6. I Need Love (To Get Over You) – Parker, Ian/Lyytinen, Erja/Floreno, Davide 3:26
7. Good Lovin’ Man – Lyytinen, Erja 3:46
8. Dreamland Blues – Lyytinen, Erja 4:08
9. Nasty Weather – Lyytinen, Erja 4:08
10. Join Everyone – Lyytinen, Erja/Floreno, Davide 4:12
11. Voyager’s Rest – Lyytinen, Erja 1:26
12. Lady (Bonus Track) – Lyytinen, Erja 4:35

Besetzung:
Erja Lyytinen: Vocals, Slide Guitar, Guitar, Rhythm Guitar & National Steel Guitar
Davide Floreno: Rhythm Guitar, 1st Guitar Solo (It Hurts Me Too), Bass (3,5,6,9 & 10)
Kinney Kimbrough: Drums, Vocals (Voyager’s Rest)
David Kimbrough: Bass (1,2,4 & 7)
Justin Showah: Bass (Lady)
Ian Parker: Background Vocals (3,5 & 10)
Lee: Drums (Dreamland Blues)
Steve Malcolm: Bass (Dreamland Blues)
Produzent: Ian Parker

Textdatum: 2007-11-18  
Textrechte:
© Global Music | Weltmusik-Magazin  
Vertrieb: in-akustik GmbH & Co.KG
Ident-Code: 1095/1082/1


Alben


Stolen Hearts

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