Duquende
Mi Forma De Vivir

Juan Cortés “DUQUENDE” (sprich “Dukende”) stammt aus einer musikalischen Gitano-Familie und wuchs in Sabadell, einer Industrievorstadt Barcelonas auf. Schon als Kind nahm er Tuchfühlung zu einer Legende auf: Zu den Gitarrenklängen des späten Camarón De La Isla debütierte der gerade mal achtjährige Knabe auf der Bühne. Camarón sah ihn – so berichten Zeitzeugen – damals schon als potentiellen Nachfolger an. Seine Performance muss ab er auch tiefen Eindruck auf Promoter und Plattenfirmen gemacht haben, die ihn vom Fleck engagieren wollten. Allein, die besorgten Eltern schoben da erst mal einen Riegel vor.

Aber die Liebe zur Musik sprengt natürlich die Fesseln der Fürsorg er. DUQUENDES Weg führt wie bei vielen Flamenco-Sängern über die kleinen Freundeskreise und intimen Bars, in denen er beständig an seiner Vokaltechnik feilt. 1992 dann der Sprung aufs öffentliche Parkett, und darunter sind auch gleich die besten Adressen: Der Gitano singt im Palau de la Música in Barcelona und Valencia, ebenso im Auditorio Nacional de Música von Madrid . Selbst das kritische Flamenco-Publikum im andalusischen Granada empfängt den Katalanen mit offenen Armen und Herzen. Aus dieser Zeit datiert sein legendäres Album Duquende Con La Guitarra De Tomatito , ein Meilenstein zweier Koryphäen der Flamenco-Kunst. Die Kollaboration der beiden hat Carlos Saura 1995 in seinem Flamenco-Film mit zwei Bulerías verewigt. Der Ruf des Auslands verhallt in der Zwischenzeit nicht ungehört: 1996 ist DUQUENDE der erste Cantaor, der im Thêatre des Champs Elysées zu Paris gastiert.

Ein Jahr später sein Aufstieg in den Flamenco-Olymp: Paco De Lucía holt ihn als Nachfolger seines älteren Bruders Pepe in sein Septett. Mit dieser Formation tourt DUQUENDE und sein Gesangsstil reift merklich. Frankreich, Finnland und Dänemark stehen auf dem Tourneeplan, in Santa Fé erschallt sein Cante genauso wie im New Yorker Central Park. Pac o de Lucía kollaboriert mit ihm auch auf dem Album Samaruco (2000), ein weiterer herausragender Eckpfeiler der Karriere DUQUENDES, der des weiteren mit Manzanita, Juan Carmona, Juan Manuel Cañizares, Juan Habichuela, Moraíto Chico und Vicente Amigo eine beachtliche Palette von Kombattanten auf seiner creditlist hat. Der vorläufig e Höhepunkt seiner erstaunlichen Laufbahn ist zweifelsohne im Qawwali-Flamenco-Projekt erreicht: Mit dem pakistanischen Sufi-Sänger Faiz Ali Faiz , der von vielen als Erbe Nusrat Fateh Ali Khans gesehen wird, schlägt DUQUENDE zusammen mit seinem Gesangeskollegen Miguel Poveda und dem Gitarristen Chicuelo eine ekstatische Brücke zwischen Mittelmeer und Asien.

Mit seinem sechsten Album Mi Forma De Vivir hat DUQUENDE einen weiteren Schritt in der Auslotung eines persönlichen Stils unternommen. Klar den gesanglichen Vorbildern Camarón De La Isla und Borrico verpflichtet, konnte er in einem zweijährigen Produktionsprozess in Barcelona eine eigene Sprache austüfteln, die sich nicht mit den populären Flamenco-Genres Bulería und Tango zufrieden gibt. Seine Behandlung der verschiedenen Cantes ist eine umfassende: Soleá, Rumba, Fandango und auch die eher seltener gehörte Martinete beherrscht der Mann aus Sabadell gleichermaßen. Von breit angelegten Arrangements mit sanguinischem Chor, über tänzerische Rumba-Interludien bis hin zu schmerzerfülltem, nur durch Handperkussion unterstütztem A-Cappella und intimen Dialogen zwischen DUQUENDE und Chicuelo reicht das Spektrum.

Begleitet wird DUQUENDE von Instrumentalisten der ersten Liga: Gitarrist Juan Gomez, genannt CHICUELO, hat seine Spieltechnik noch aus den berühmten Händen von Manolo Sanlúcar und Sabicas vermittelt bekommen. Er arbeitet für alle bekannten Theater Spaniens und ist auf den Einspielungen der Großen des Flamenco zu hören, u.a. b ei Tomatito und Enrique Morente. Zusammen mit Duquende ist er der künstlerische Leiter von Mi Forma De Vivir. Der zweite Gitarrist in DUQUENDES Truppe ist der 1974 geborene NINO JOSELE, der in seiner jungen Karriere mit Diego El Cigala und Enrique Morente gearbeitet hat, für sein Solo-Debüt gar das Orchestre National De Barbès ins Studio zitieren konnte. Ausgefeilte Perkussionsakzente trägt EL PIRANA bei, als Kollaborateur von Tomatito und Dieg o El Cigala eine sichere Referenzgröße. Verbindendes zwischen Jazz und Flamenco findet wie kein anderer E-Bassist CARLES BENAVENT: Mit Quincy Jones, Chick Corea und Miles Davis stand er ebenso auf der Bühne wie mit dem Saxophonisten Jo rge Pardo, wurde als Partizipant am Jazzpaña -Projekt für den Grammy nominiert. Hervorzuheben ist außerdem der Jazztrompeter RAYNALD COLOM, Schüler von Wynton Marsalis, Roy Hargrove und Kenny Barron, und auch Mitglied der Band von Manu Chao, mit der er durch Südamerika und die USA tourte. ROGER BLAVIA komplettiert als weiterer Perkussionist und Drummer das Line-Up: Er zählt Carles Benavent sowie die Sänger Manolo García und Miguel Poveda zu seinen Teamworkern.

Tracks:
1. Tu Camisita De Flores 4:53
2. Andar Y Andar 5:03
3. Suena 3:54
4. Al Son Del Viento 5:05
5. De Contrabando 5:51
6. Mi Forma De Vivir 6:15
7. Sombras 4:16
8. Cantandote 4:48
9. El Calor De La Fragüa 4:25
10. Buleria Del Limon 3:47
11. Cuando Los Montes Se Allanen 3:36

2006
Mi Forma De Vivir

Juan Cortés “DUQUENDE” (sprich “Dukende”) stammt aus einer musikalischen Gitano-Familie und wuchs in Sabadell, einer Industrievorstadt Barcelonas auf. Schon als Kind nahm er Tuchfühlung zu einer Legende auf: Zu den Gitarrenklängen des späten Camarón De La Isla debütierte der gerade mal achtjährige Knabe auf der Bühne. Camarón sah ihn – so berichten Zeitzeugen – damals schon als potentiellen Nachfolger an. Seine Performance muss ab er auch tiefen Eindruck auf Promoter und Plattenfirmen gemacht haben, die ihn vom Fleck engagieren wollten. Allein, die besorgten Eltern schoben da erst mal einen Riegel vor.

Aber die Liebe zur Musik sprengt natürlich die Fesseln der Fürsorg er. DUQUENDES Weg führt wie bei vielen Flamenco-Sängern über die kleinen Freundeskreise und intimen Bars, in denen er beständig an seiner Vokaltechnik feilt. 1992 dann der Sprung aufs öffentliche Parkett, und darunter sind auch gleich die besten Adressen: Der Gitano singt im Palau de la Música in Barcelona und Valencia, ebenso im Auditorio Nacional de Música von Madrid . Selbst das kritische Flamenco-Publikum im andalusischen Granada empfängt den Katalanen mit offenen Armen und Herzen. Aus dieser Zeit datiert sein legendäres Album Duquende Con La Guitarra De Tomatito , ein Meilenstein zweier Koryphäen der Flamenco-Kunst. Die Kollaboration der beiden hat Carlos Saura 1995 in seinem Flamenco-Film mit zwei Bulerías verewigt. Der Ruf des Auslands verhallt in der Zwischenzeit nicht ungehört: 1996 ist DUQUENDE der erste Cantaor, der im Thêatre des Champs Elysées zu Paris gastiert.

Ein Jahr später sein Aufstieg in den Flamenco-Olymp: Paco De Lucía holt ihn als Nachfolger seines älteren Bruders Pepe in sein Septett. Mit dieser Formation tourt DUQUENDE und sein Gesangsstil reift merklich. Frankreich, Finnland und Dänemark stehen auf dem Tourneeplan, in Santa Fé erschallt sein Cante genauso wie im New Yorker Central Park. Pac o de Lucía kollaboriert mit ihm auch auf dem Album Samaruco (2000), ein weiterer herausragender Eckpfeiler der Karriere DUQUENDES, der des weiteren mit Manzanita, Juan Carmona, Juan Manuel Cañizares, Juan Habichuela, Moraíto Chico und Vicente Amigo eine beachtliche Palette von Kombattanten auf seiner creditlist hat. Der vorläufig e Höhepunkt seiner erstaunlichen Laufbahn ist zweifelsohne im Qawwali-Flamenco-Projekt erreicht: Mit dem pakistanischen Sufi-Sänger Faiz Ali Faiz , der von vielen als Erbe Nusrat Fateh Ali Khans gesehen wird, schlägt DUQUENDE zusammen mit seinem Gesangeskollegen Miguel Poveda und dem Gitarristen Chicuelo eine ekstatische Brücke zwischen Mittelmeer und Asien.

Mit seinem sechsten Album Mi Forma De Vivir hat DUQUENDE einen weiteren Schritt in der Auslotung eines persönlichen Stils unternommen. Klar den gesanglichen Vorbildern Camarón De La Isla und Borrico verpflichtet, konnte er in einem zweijährigen Produktionsprozess in Barcelona eine eigene Sprache austüfteln, die sich nicht mit den populären Flamenco-Genres Bulería und Tango zufrieden gibt. Seine Behandlung der verschiedenen Cantes ist eine umfassende: Soleá, Rumba, Fandango und auch die eher seltener gehörte Martinete beherrscht der Mann aus Sabadell gleichermaßen. Von breit angelegten Arrangements mit sanguinischem Chor, über tänzerische Rumba-Interludien bis hin zu schmerzerfülltem, nur durch Handperkussion unterstütztem A-Cappella und intimen Dialogen zwischen DUQUENDE und Chicuelo reicht das Spektrum.

Begleitet wird DUQUENDE von Instrumentalisten der ersten Liga: Gitarrist Juan Gomez, genannt CHICUELO, hat seine Spieltechnik noch aus den berühmten Händen von Manolo Sanlúcar und Sabicas vermittelt bekommen. Er arbeitet für alle bekannten Theater Spaniens und ist auf den Einspielungen der Großen des Flamenco zu hören, u.a. b ei Tomatito und Enrique Morente. Zusammen mit Duquende ist er der künstlerische Leiter von Mi Forma De Vivir. Der zweite Gitarrist in DUQUENDES Truppe ist der 1974 geborene NINO JOSELE, der in seiner jungen Karriere mit Diego El Cigala und Enrique Morente gearbeitet hat, für sein Solo-Debüt gar das Orchestre National De Barbès ins Studio zitieren konnte. Ausgefeilte Perkussionsakzente trägt EL PIRANA bei, als Kollaborateur von Tomatito und Dieg o El Cigala eine sichere Referenzgröße. Verbindendes zwischen Jazz und Flamenco findet wie kein anderer E-Bassist CARLES BENAVENT: Mit Quincy Jones, Chick Corea und Miles Davis stand er ebenso auf der Bühne wie mit dem Saxophonisten Jo rge Pardo, wurde als Partizipant am Jazzpaña -Projekt für den Grammy nominiert. Hervorzuheben ist außerdem der Jazztrompeter RAYNALD COLOM, Schüler von Wynton Marsalis, Roy Hargrove und Kenny Barron, und auch Mitglied der Band von Manu Chao, mit der er durch Südamerika und die USA tourte. ROGER BLAVIA komplettiert als weiterer Perkussionist und Drummer das Line-Up: Er zählt Carles Benavent sowie die Sänger Manolo García und Miguel Poveda zu seinen Teamworkern.

Tracks:
1. Tu Camisita De Flores 4:53
2. Andar Y Andar 5:03
3. Suena 3:54
4. Al Son Del Viento 5:05
5. De Contrabando 5:51
6. Mi Forma De Vivir 6:15
7. Sombras 4:16
8. Cantandote 4:48
9. El Calor De La Fragüa 4:25
10. Buleria Del Limon 3:47
11. Cuando Los Montes Se Allanen 3:36

Textdatum: 2006-04-24  
Textrechte:
© Exil  
Vertrieb: INDIGO Musikproduktion + Vertriebs GmbH
Ident-Code: 557/878/1


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