Doggerland
No Sadness of Farewell

Eine durch und durch ungewöhnliche Folkmusik spielt das Duo Doggerland, bestehend aus dem in Norwegen lebenden Engländer Richard Burgess und dem Schweden Anders Ådin. Ihr neues Album “No Sadness of Farewell” erscheint heute via Westpark Music / Indigo.

Bis vor 6000-8000 Jahren war Doggerland eine Landmasse, die Skandinavien, Dänemark, Niederlande und Deutschland mit den Britischen Inseln verband. Von “Ärmelkanal” keine Spur; der Meeresspiegel lag 120 Meter tiefer, es ging zu Fuß rüber zum heutigen Großbritannien. Die Eisschmelze nach Ende der Eiszeit hat die Verbindung gekappt, doch das Duo Doggerland erschafft nun eine musikalische Brücke.

Allerdings war das Unternehmen, englischen und skandinavischen Folk zu kombinieren, sehr gewagt, da beide Richtungen sehr eigenständig sind und einen speziellen Sound haben. Eine Verschmelzung scheint nur möglich, wenn man tief eingreift. Das haben wohl auch die beiden Musiker eingesehen und versuchen diese Verschmelzung erst gar nicht. Sie stellen beide Traditionen nebeneinander und lassen sie koexistieren.

Engstirnigen Dogmatikern dürfte dieses Vorgehen nicht gefallen, doch “No Sadness of Farewell” zeigt, dass dies sehr gut möglich ist. Der Wechsel zwischen den Stilen ist sehr reizvoll. Natürlich ist keine Seite frei von den Einflüssen der jeweils anderen. Dadurch kommt es also durchaus zu einer gewissen Verschmelzung. Trotzdem überzeugt uns das Konzept von Doggerland, denn der Charakter der Stile scheint sich durch die Gegenüberstellung zu verstärken und konturenreicher darzustellen.

“No Sadness of Farewell” wurde vom Swedish Arts Council gefördert und wartet mit bekannten Musikern als Gäste auf: Kevin Henderson und Jenny Gustafsson (Geige), Mats Edén (Viola d’amore) und Fredrik Bengtsson (Kontrabass, Mandola und Geige). Das Album bietet sowohl Eigenkompositionen wie auch Traditionals.

Richard Burgess und Anders Ådin sind höchst erfahrene und vielseitige Musiker, die sich in verschiedenen Combos engagieren. Auch was die Stile anbelangt, zeigen sie sich variabel. So hat Anders Ådin bereits live bei der norwegischen Black-Metal-Band Satyricon gespielt.



Orientierungshilfe

No Sadness of Farewell

Eine durch und durch ungewöhnliche Folkmusik spielt das Duo Doggerland, bestehend aus dem in Norwegen lebenden Engländer Richard Burgess und dem Schweden Anders Ådin. Ihr neues Album “No Sadness of Farewell” erscheint heute via Westpark Music / Indigo.

Bis vor 6000-8000 Jahren war Doggerland eine Landmasse, die Skandinavien, Dänemark, Niederlande und Deutschland mit den Britischen Inseln verband. Von “Ärmelkanal” keine Spur; der Meeresspiegel lag 120 Meter tiefer, es ging zu Fuß rüber zum heutigen Großbritannien. Die Eisschmelze nach Ende der Eiszeit hat die Verbindung gekappt, doch das Duo Doggerland erschafft nun eine musikalische Brücke.

Allerdings war das Unternehmen, englischen und skandinavischen Folk zu kombinieren, sehr gewagt, da beide Richtungen sehr eigenständig sind und einen speziellen Sound haben. Eine Verschmelzung scheint nur möglich, wenn man tief eingreift. Das haben wohl auch die beiden Musiker eingesehen und versuchen diese Verschmelzung erst gar nicht. Sie stellen beide Traditionen nebeneinander und lassen sie koexistieren.

Engstirnigen Dogmatikern dürfte dieses Vorgehen nicht gefallen, doch “No Sadness of Farewell” zeigt, dass dies sehr gut möglich ist. Der Wechsel zwischen den Stilen ist sehr reizvoll. Natürlich ist keine Seite frei von den Einflüssen der jeweils anderen. Dadurch kommt es also durchaus zu einer gewissen Verschmelzung. Trotzdem überzeugt uns das Konzept von Doggerland, denn der Charakter der Stile scheint sich durch die Gegenüberstellung zu verstärken und konturenreicher darzustellen.

“No Sadness of Farewell” wurde vom Swedish Arts Council gefördert und wartet mit bekannten Musikern als Gäste auf: Kevin Henderson und Jenny Gustafsson (Geige), Mats Edén (Viola d’amore) und Fredrik Bengtsson (Kontrabass, Mandola und Geige). Das Album bietet sowohl Eigenkompositionen wie auch Traditionals.

Richard Burgess und Anders Ådin sind höchst erfahrene und vielseitige Musiker, die sich in verschiedenen Combos engagieren. Auch was die Stile anbelangt, zeigen sie sich variabel. So hat Anders Ådin bereits live bei der norwegischen Black-Metal-Band Satyricon gespielt.



Textdatum: 2017-05-25  
Textrechte:
© Global Music | Weltmusik-Magazin  
Artikelfoto/s: © Karin Björk
Label: Westpark Music
Labelcode: LC 07535
Vertrieb: Indigo
EAN: 4015698011210
Spieldauer: 41:32
Tracks: 11
Katalog Nr: CD 87337
Ident-Code: 11602/542/1


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