Dobacaracol
Soley

Dass Frauen seit Jahren auf dem Vormarsch im Pop-Bizz sind, ist keine neue Erkenntnis. Aber wenn zwei Frauen aus Quebec, mit klar erkennbaren Roots in der World-Music Szene, mit ihrem ersten offiziell veröffentlichten Album gleich in Kanada Gold-Status erreichen, ist dies schon außergewöhnlich. 2006 gehen die beiden dann mit Band und selbigem Album „Soley” auf Reise durch Frankreich und „Down under”. Diese wird nun 2007 in Deutschland fortgesetzt.
Einen Anfang nahm das Projekt bereits 1998, als sich Doba und Caracol (Dorianne Fabreg und Carole Facal) anlässlich eines Raves kennen lernen und beschließen, mal ein bisschen gemeinsam zu jammen – sprich vornehmlich „Traditionals” aus diversen Ländern zu trommeln und zu singen.
„Die Basis unserer Zusammenarbeit ist eine tiefe Freundschaft, die sich auf der gemeinsamen Begeisterung für Musik, Kunst, Reisen und das Erreichen von anderen Leuten gründet” so Dorianne. Diese Zusammenarbeit wird dann über Jahre hinweg fortgesetzt, perfektioniert und ausgebaut. So entstehen eigene Titel, und das Projekt wird um vier Musiker zur Band erweitert. „Die Band ist mit der Zeit immer mehr ein wesentlicher Teil unserer Musik geworden – vor allem Live, wo der Groove ein extrem wichtiger Bestandteil ist”, meint Carole.
DobacaracolAnsonsten bezeichnen die beiden ihre Mischung aus World-Music, Reggae und Pop gerne als „Global Village Music” – „Part Roots, Part Urban, but always Global”!!
Dass ihnen dies mit „Soley” gleich so erfolgreich gelungen ist, dass das Album es auf die aktuelle Auswahlliste von Paris Match für das beste Album 2006 geschafft hat und des Weiteren Awards für das beste World Music Album in Kanada und Platz 1 der Australien World Music Charts erreichte, ist sicher der Verdienst von Produzent Francois Lalonde (Lhasa, Jean Leloup). Ihm ist es gelungen aus einem live organisch funktionierenden Band-Projekt ein gelungenes und abwechslungsreiches Studio-Album herauszuarbeiten, das sich von der reinen Band-Performance absetzt, ohne nach Plastik-Pop zu klingen.
„Die Studioarbeit mit Francois war großartig, weil wir zu der Zeit gerade dabei waren unsere Richtung herauszufinden, und er uns dabei sehr geholfen hat”, erinnert sich Carole. Insgesamt wird der im Focus stehende, zumeist zweistimmige Gesang des Duos hier etwas dezenter, aber doch merklich von der individuellen Substanz der Band unterstützt. Bei drei Titeln erweitert zudem der in Senufo (Sprachfamilie des afrikanischen Nordwestens) singende Schlagzeuger Dobo das Duo zum Trio.
„Anfangs war uns der Erfolg sehr unheimlich, aber nach insgesamt 225 Shows in 4 verschiedenen Kontinenten wird so etwas nach und nach real”, sagt Dorianne mit einem leicht verschmitzten Lächeln. Als günstig dabei haben sich für beide neben den Gemeinsamkeiten auch die Unterschiede erwiesen. „Dorianne ist ganz besonders heiß aufs Live spielen, während ich doch auch sehr gerne im Studio und am Songwriting arbeite”, so Carol, „aber wie Tag und Nacht, kann eben keiner ohne den anderen.” Dass hier neben der langjährigen gemeinsamen Arbeit auch die besonderen multikulturellen Einflüsse ihrer Heimatstadt Montreal Pate gestanden haben, ist den beiden vollstens bewusst. („A city not to big but full of life, strong francophone presence with many multicultural influences, like our music!”)
Neben einer großen Portion Spaß sowie dem Wunsch, Sprachbarrieren überwinden und Menschen direkt über Körper und Seele ansprechen zu können, ist den beiden auch ihre Arbeit für verschiedene soziale Organisationen wie „Make Poverty History” wichtig. „Dies ist ein Teil von uns und im erweiterten Sinne auch unserer Musik”. Folgerichtig beteiligt sich DobaCaracol auch an dem Amnesty-Projekt „Make some Noise”. Hier bieten insgesamt vierzehn internationale renommierte Acts – darunter die Black Eyed Peas, The Cure, MIA und Maroon 5 – exklusive Cover-Versionen von John Lennon Titeln zum download an und fordern gleichzeitig ihr Publikum zu sozialen Engagement auf.
Dies alles wirkt so erfrischend natürlich und selbstverständlich wie das Album und die gesamte Band. Nichts erscheint hier aufgesetzt – selbst dann nicht, wenn die beiden Protagonisten von ihrem ersten Konzert in Deutschland erzählen. „Wir haben in Saarbrücken für eine Radio-Show gespielt und alles lief wunderbar! Die Leute und ihre Reaktion auf die Show waren fantastisch.” Und ihre weitere Erwartungshaltung beschreibt Carol wie folgt: „I IMAGINE GERMANS AS OPEN-MINDED, FORWARD-THINKING PEOPLE, I HOPE IT’S TRUE!”
Wenn man sich da an den letzten Sommer erinnert, könnten die beiden hiermit sogar Recht haben. Und wenn sich ihre Erfolgsgeschichte nun auch bei uns fortsetzt, könnte „Soley” genau den richtigen Groove und Sound für eine Fortsetzung dieses Spirits in 2007 liefern!!

Tracks:
1. Baiser Salé 3:32
2. _trange 3:35
3. Anda 4:24
4. Droit Devant 3:30
5. Fièvre 3:33
6. Maca E 3:29
7. Pris De Vertige 3:25
8. Nakilé 4:45
9. Brume 3:29
10. Rouge 2:51
11. Amazone 2:27
12. Love 15:24

Besetzung:
Vocals, Percussion: Doriane Fabreg
Vocals, Percussion: Carole Facal
Bass: Maxime Lepage
Keyboards: Martin Lizotte
Drums: Mohamed “Momo” Coulibaly
Guitar: Maxime Audet-Halde

2007
Soley

Dass Frauen seit Jahren auf dem Vormarsch im Pop-Bizz sind, ist keine neue Erkenntnis. Aber wenn zwei Frauen aus Quebec, mit klar erkennbaren Roots in der World-Music Szene, mit ihrem ersten offiziell veröffentlichten Album gleich in Kanada Gold-Status erreichen, ist dies schon außergewöhnlich. 2006 gehen die beiden dann mit Band und selbigem Album „Soley” auf Reise durch Frankreich und „Down under”. Diese wird nun 2007 in Deutschland fortgesetzt.
Einen Anfang nahm das Projekt bereits 1998, als sich Doba und Caracol (Dorianne Fabreg und Carole Facal) anlässlich eines Raves kennen lernen und beschließen, mal ein bisschen gemeinsam zu jammen – sprich vornehmlich „Traditionals” aus diversen Ländern zu trommeln und zu singen.
„Die Basis unserer Zusammenarbeit ist eine tiefe Freundschaft, die sich auf der gemeinsamen Begeisterung für Musik, Kunst, Reisen und das Erreichen von anderen Leuten gründet” so Dorianne. Diese Zusammenarbeit wird dann über Jahre hinweg fortgesetzt, perfektioniert und ausgebaut. So entstehen eigene Titel, und das Projekt wird um vier Musiker zur Band erweitert. „Die Band ist mit der Zeit immer mehr ein wesentlicher Teil unserer Musik geworden – vor allem Live, wo der Groove ein extrem wichtiger Bestandteil ist”, meint Carole.
DobacaracolAnsonsten bezeichnen die beiden ihre Mischung aus World-Music, Reggae und Pop gerne als „Global Village Music” – „Part Roots, Part Urban, but always Global”!!
Dass ihnen dies mit „Soley” gleich so erfolgreich gelungen ist, dass das Album es auf die aktuelle Auswahlliste von Paris Match für das beste Album 2006 geschafft hat und des Weiteren Awards für das beste World Music Album in Kanada und Platz 1 der Australien World Music Charts erreichte, ist sicher der Verdienst von Produzent Francois Lalonde (Lhasa, Jean Leloup). Ihm ist es gelungen aus einem live organisch funktionierenden Band-Projekt ein gelungenes und abwechslungsreiches Studio-Album herauszuarbeiten, das sich von der reinen Band-Performance absetzt, ohne nach Plastik-Pop zu klingen.
„Die Studioarbeit mit Francois war großartig, weil wir zu der Zeit gerade dabei waren unsere Richtung herauszufinden, und er uns dabei sehr geholfen hat”, erinnert sich Carole. Insgesamt wird der im Focus stehende, zumeist zweistimmige Gesang des Duos hier etwas dezenter, aber doch merklich von der individuellen Substanz der Band unterstützt. Bei drei Titeln erweitert zudem der in Senufo (Sprachfamilie des afrikanischen Nordwestens) singende Schlagzeuger Dobo das Duo zum Trio.
„Anfangs war uns der Erfolg sehr unheimlich, aber nach insgesamt 225 Shows in 4 verschiedenen Kontinenten wird so etwas nach und nach real”, sagt Dorianne mit einem leicht verschmitzten Lächeln. Als günstig dabei haben sich für beide neben den Gemeinsamkeiten auch die Unterschiede erwiesen. „Dorianne ist ganz besonders heiß aufs Live spielen, während ich doch auch sehr gerne im Studio und am Songwriting arbeite”, so Carol, „aber wie Tag und Nacht, kann eben keiner ohne den anderen.” Dass hier neben der langjährigen gemeinsamen Arbeit auch die besonderen multikulturellen Einflüsse ihrer Heimatstadt Montreal Pate gestanden haben, ist den beiden vollstens bewusst. („A city not to big but full of life, strong francophone presence with many multicultural influences, like our music!”)
Neben einer großen Portion Spaß sowie dem Wunsch, Sprachbarrieren überwinden und Menschen direkt über Körper und Seele ansprechen zu können, ist den beiden auch ihre Arbeit für verschiedene soziale Organisationen wie „Make Poverty History” wichtig. „Dies ist ein Teil von uns und im erweiterten Sinne auch unserer Musik”. Folgerichtig beteiligt sich DobaCaracol auch an dem Amnesty-Projekt „Make some Noise”. Hier bieten insgesamt vierzehn internationale renommierte Acts – darunter die Black Eyed Peas, The Cure, MIA und Maroon 5 – exklusive Cover-Versionen von John Lennon Titeln zum download an und fordern gleichzeitig ihr Publikum zu sozialen Engagement auf.
Dies alles wirkt so erfrischend natürlich und selbstverständlich wie das Album und die gesamte Band. Nichts erscheint hier aufgesetzt – selbst dann nicht, wenn die beiden Protagonisten von ihrem ersten Konzert in Deutschland erzählen. „Wir haben in Saarbrücken für eine Radio-Show gespielt und alles lief wunderbar! Die Leute und ihre Reaktion auf die Show waren fantastisch.” Und ihre weitere Erwartungshaltung beschreibt Carol wie folgt: „I IMAGINE GERMANS AS OPEN-MINDED, FORWARD-THINKING PEOPLE, I HOPE IT’S TRUE!”
Wenn man sich da an den letzten Sommer erinnert, könnten die beiden hiermit sogar Recht haben. Und wenn sich ihre Erfolgsgeschichte nun auch bei uns fortsetzt, könnte „Soley” genau den richtigen Groove und Sound für eine Fortsetzung dieses Spirits in 2007 liefern!!

Tracks:
1. Baiser Salé 3:32
2. _trange 3:35
3. Anda 4:24
4. Droit Devant 3:30
5. Fièvre 3:33
6. Maca E 3:29
7. Pris De Vertige 3:25
8. Nakilé 4:45
9. Brume 3:29
10. Rouge 2:51
11. Amazone 2:27
12. Love 15:24

Besetzung:
Vocals, Percussion: Doriane Fabreg
Vocals, Percussion: Carole Facal
Bass: Maxime Lepage
Keyboards: Martin Lizotte
Drums: Mohamed “Momo” Coulibaly
Guitar: Maxime Audet-Halde

Textdatum: 2007-04-06  
Textrechte:
© Silver Sonic Records  
Vertrieb: H'ART - Musik-Vertrieb GmbH
Ident-Code: 252/1120/1


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