Dirtmusic
BKO

Chris Eckman (Walkabouts), Chris Brokaw (Codeine, Come) und Hugo Race (ex-Bad Seeds) sind drei Multiinstrumentalisten mit gänzlich verschiedener musikalischer Herkunft. Sie haben sich unter dem Bandnamen “Dirtmusic” zusammen getan, um gemeinsam auf die Suche nach dem “echten” Blues zu gehen. Dabei liefern sie aber keineswegs klassischen Blues ab. Für ihr neues Album “BKO” sind sie nach Mali gefahren (“BKO” ist die internationale Abkürzung für den Flugplatz von Bamako, der Hauptstadt Malis). In dem von Ali Farka Touré erbauten Bogolan Studio in Bamako wurde aufgenommen.

Der Hintergrund: Dirtmusic spielten 2008 auf dem jährlich in Mali stattfindenden Festival Au Desert, wo sie die junge Tuareg-Band Tamikrest kennenlernten. Man verstand sich sofort, vor allem in musikalischen Dingen. Wie selbstverständlich gingen die Sessions von der Hand und so entstand nur ein Jahr später das Album “BKO”.

Tamikrest, deren Debütalbum “Adagh” Eckman 2009 produzierte, waren natürlich im Studio dabei und dabei wurde traditionelle Musik der Tuareg mit Dirtmusic- und Tamikrest-Kompositionen verschmolzen. Doch dabei beließ man es nicht: Fadimata Walet Oumar (Tartit), zwei Musiker von Toumani Diabates Symmetric Orchestra sowie die Gitarrenlegende Lobi Traoré mischten ebenfalls mit. So entstand ein multikultureller Mix, der genau auf der Grenzlinie zwischen Dirtmusics Alternative-Folk-Blues-Rock und Tamikrests Desert-Blues-Rock entlangläuft.

“BKO” ist eines der spannendsten Alben der letzten Zeit. Das Zusammenspiel der Musiker wirkt trotz aller kultureller Verschiedenheit sehr homogen. Es ist kein “verkopftes” Multikultiprojekt entstanden, sondern eine echte musikalische Verständigung wie selten gelungen. Bei vielen Stücken tut man sich schwer, festzustellen, wer hier den größeren Einfluss bei der Komposition ausübte. Wenn auch Dirtmusic die Urheber der meisten Stücke sind, sind Tamikrest und die weiteren Musiker gleichberechtigte Partner beim Entstehen der Musik.

Es ist schön mitzuverfolgen, wie weltweit neue Generationen von Musikern versuchen, ihre Musik neu zu definieren – dabei die Traditionen zwar respektieren, sich ihnen aber nicht unterwerfen. Die multikulturellen Musikprojekte wirken zudem überzeugender als so manch politischer Versuch der Völkerverständigung.

Das Album sollte man gehört haben: Unsere CD des Monats April 2010.

CD und Vinyl erscheinen jeweils mit einer Bonus-DVD, die eine Dokumentation, drei Musikvideos und vier Bonus-Songs enthält.

Tracks:
1. Black gravity (6:07)
2. All tomorrows parties (5:39)
3. Ready for the sign (4:16)
4. Desert wind (4:34)
5. Lives we did not live (4:40)
6. Unknowable (4:14)
7. Smokin bowl (5:13)
8. Collisions (5:41)
9. Niger sundown (4:19)
10. Bring it home (4:46)

DVD:
1 Documentary
2 Black gravity
3 All tomorrow’s parties
4 Desert wind
5 If we run (Audio)
6 Ain’t no grave (Audio)
7 Bogolon blue (Audio)
8 The angel’s message to me (Audio)

Orientierungshilfe

BKO

Chris Eckman (Walkabouts), Chris Brokaw (Codeine, Come) und Hugo Race (ex-Bad Seeds) sind drei Multiinstrumentalisten mit gänzlich verschiedener musikalischer Herkunft. Sie haben sich unter dem Bandnamen “Dirtmusic” zusammen getan, um gemeinsam auf die Suche nach dem “echten” Blues zu gehen. Dabei liefern sie aber keineswegs klassischen Blues ab. Für ihr neues Album “BKO” sind sie nach Mali gefahren (“BKO” ist die internationale Abkürzung für den Flugplatz von Bamako, der Hauptstadt Malis). In dem von Ali Farka Touré erbauten Bogolan Studio in Bamako wurde aufgenommen.

Der Hintergrund: Dirtmusic spielten 2008 auf dem jährlich in Mali stattfindenden Festival Au Desert, wo sie die junge Tuareg-Band Tamikrest kennenlernten. Man verstand sich sofort, vor allem in musikalischen Dingen. Wie selbstverständlich gingen die Sessions von der Hand und so entstand nur ein Jahr später das Album “BKO”.

Tamikrest, deren Debütalbum “Adagh” Eckman 2009 produzierte, waren natürlich im Studio dabei und dabei wurde traditionelle Musik der Tuareg mit Dirtmusic- und Tamikrest-Kompositionen verschmolzen. Doch dabei beließ man es nicht: Fadimata Walet Oumar (Tartit), zwei Musiker von Toumani Diabates Symmetric Orchestra sowie die Gitarrenlegende Lobi Traoré mischten ebenfalls mit. So entstand ein multikultureller Mix, der genau auf der Grenzlinie zwischen Dirtmusics Alternative-Folk-Blues-Rock und Tamikrests Desert-Blues-Rock entlangläuft.

“BKO” ist eines der spannendsten Alben der letzten Zeit. Das Zusammenspiel der Musiker wirkt trotz aller kultureller Verschiedenheit sehr homogen. Es ist kein “verkopftes” Multikultiprojekt entstanden, sondern eine echte musikalische Verständigung wie selten gelungen. Bei vielen Stücken tut man sich schwer, festzustellen, wer hier den größeren Einfluss bei der Komposition ausübte. Wenn auch Dirtmusic die Urheber der meisten Stücke sind, sind Tamikrest und die weiteren Musiker gleichberechtigte Partner beim Entstehen der Musik.

Es ist schön mitzuverfolgen, wie weltweit neue Generationen von Musikern versuchen, ihre Musik neu zu definieren – dabei die Traditionen zwar respektieren, sich ihnen aber nicht unterwerfen. Die multikulturellen Musikprojekte wirken zudem überzeugender als so manch politischer Versuch der Völkerverständigung.

Das Album sollte man gehört haben: Unsere CD des Monats April 2010.

CD und Vinyl erscheinen jeweils mit einer Bonus-DVD, die eine Dokumentation, drei Musikvideos und vier Bonus-Songs enthält.

Tracks:
1. Black gravity (6:07)
2. All tomorrows parties (5:39)
3. Ready for the sign (4:16)
4. Desert wind (4:34)
5. Lives we did not live (4:40)
6. Unknowable (4:14)
7. Smokin bowl (5:13)
8. Collisions (5:41)
9. Niger sundown (4:19)
10. Bring it home (4:46)

DVD:
1 Documentary
2 Black gravity
3 All tomorrow’s parties
4 Desert wind
5 If we run (Audio)
6 Ain’t no grave (Audio)
7 Bogolon blue (Audio)
8 The angel’s message to me (Audio)

Textdatum: 2010-04-12  
Textrechte:
© Global Music Magazine  
Tracks: 10 + 4
Format: CD + DVD
Ident-Code: 3538/1382/1


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