Days of Grace
Logos

Mit gnadenloser Härte kommen die deutschen Metal-Rocker Days Of Grace daher. Seit 1993 knüppeln sie sich rücksichtslos durch die Metal-Szene. Nach langer Pause haben sie nun ein neues Werk eingespielt.

Das aus Halle stammende Quartett hat 2007 sein letztes Album veröffentlicht: “Painter”. Elf durchweg brachiale Titel. Nun, zehn Jahre später, folgt “Logos”.

Der Härtegrad ist abermals enorm hoch. Stilistisch haben sie sich nur unwesentlich verändert. Naja, die Metal-Szene hat sich in dem Jahrzehnt auch nicht bewegt. Dennoch kämpfen immer wieder Bands darum, eine eigene musikalische Sprache zu finden. Und da können wir Days Of Grace ein Lob verpassen.

Es ist zwar nicht so, dass sie das Genre wesentlich neu interpretieren, trotzdem ist deutlich zu erkennen, dass sie sich auf die Suche begeben haben nach einem neuen, eigenen Sound. Leider überwiegt auch bei Days of Grace dieser grauenvolle an Grunzen erinnernde Gesangsersatz, auch Growls genannt. Aber sie wagen es, die Konventionen immer wieder zu ignorieren und variieren ihren Gesangsstil.

Genau in diesen Momenten erlebt man als Hörer die schönsten Augenblicke. Der Gesang entwickelt dann sogar Melodik. Auch die Gitarrenarbeit ist innovativ, die Riffs sind sehr einfallsreich und überraschend. Bass und Schlagzeug arbeiten ständig am Limit. Der Sound ist druckvoll und der Lautstärkepegel ständig im roten Bereich. Auch hier könnte man durchaus etwas mehr Abwechslung einbringen und den gesamten Dynamikbereich ausnützen. Nur ewig am oberen Limit, wird auf die Dauer langweilig.

Rein musikalisch betrachtet, finden wir “Logos” außerordentlich gut. Wir würden uns nur noch etwas mehr Auflehnung gegenüber den anscheinend übermächtigen Metalmoden wünschen. Days Of Grace haben auf alle Fälle das Zeug dazu, sich zu einer emanzipierten Metal-Band zu entwickeln.

Metal kann so viel Spaß machen, wenn nur nicht die meisten Bands so einfallslos wären und sich nicht nur gegenseitig kopieren würden. Days of Grace beweisen mit “Logos”, dass es auch anders geht. Für das nächste Album wünschen wir uns noch etwas mehr Selbstbewusstsein. Auch wenn viele Metalfans Neuerungen hassen, wie der Teufel das Weihwasser, wir bevorzugen Fortschritt und Abwechslung. In diesem Sinne können wir “Logos” glattweg empfehlen.


Orientierungshilfe

Logos

Mit gnadenloser Härte kommen die deutschen Metal-Rocker Days Of Grace daher. Seit 1993 knüppeln sie sich rücksichtslos durch die Metal-Szene. Nach langer Pause haben sie nun ein neues Werk eingespielt.

Das aus Halle stammende Quartett hat 2007 sein letztes Album veröffentlicht: “Painter”. Elf durchweg brachiale Titel. Nun, zehn Jahre später, folgt “Logos”.

Der Härtegrad ist abermals enorm hoch. Stilistisch haben sie sich nur unwesentlich verändert. Naja, die Metal-Szene hat sich in dem Jahrzehnt auch nicht bewegt. Dennoch kämpfen immer wieder Bands darum, eine eigene musikalische Sprache zu finden. Und da können wir Days Of Grace ein Lob verpassen.

Es ist zwar nicht so, dass sie das Genre wesentlich neu interpretieren, trotzdem ist deutlich zu erkennen, dass sie sich auf die Suche begeben haben nach einem neuen, eigenen Sound. Leider überwiegt auch bei Days of Grace dieser grauenvolle an Grunzen erinnernde Gesangsersatz, auch Growls genannt. Aber sie wagen es, die Konventionen immer wieder zu ignorieren und variieren ihren Gesangsstil.

Genau in diesen Momenten erlebt man als Hörer die schönsten Augenblicke. Der Gesang entwickelt dann sogar Melodik. Auch die Gitarrenarbeit ist innovativ, die Riffs sind sehr einfallsreich und überraschend. Bass und Schlagzeug arbeiten ständig am Limit. Der Sound ist druckvoll und der Lautstärkepegel ständig im roten Bereich. Auch hier könnte man durchaus etwas mehr Abwechslung einbringen und den gesamten Dynamikbereich ausnützen. Nur ewig am oberen Limit, wird auf die Dauer langweilig.

Rein musikalisch betrachtet, finden wir “Logos” außerordentlich gut. Wir würden uns nur noch etwas mehr Auflehnung gegenüber den anscheinend übermächtigen Metalmoden wünschen. Days Of Grace haben auf alle Fälle das Zeug dazu, sich zu einer emanzipierten Metal-Band zu entwickeln.

Metal kann so viel Spaß machen, wenn nur nicht die meisten Bands so einfallslos wären und sich nicht nur gegenseitig kopieren würden. Days of Grace beweisen mit “Logos”, dass es auch anders geht. Für das nächste Album wünschen wir uns noch etwas mehr Selbstbewusstsein. Auch wenn viele Metalfans Neuerungen hassen, wie der Teufel das Weihwasser, wir bevorzugen Fortschritt und Abwechslung. In diesem Sinne können wir “Logos” glattweg empfehlen.


Textdatum: 2017-05-25  
Textrechte:
© Global Music Magazine  
Label: 7Hard
EAN: 4260437273378
Spieldauer: 58:06
Tracks: 13
Katalog Nr: 7H-245-2
Ident-Code: 11187/654/1


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