Bröselmaschine
Indian Camel

Wer bei uns in den Siebziger Jahren Gitarre lernen wollte, kam an “Peter Bursch’s Gitarrenbuch” nicht vorbei. Damit hatte das Krümelmonster vermutlich mehr Einfluss auf deutsche Gitarristen, als mit seinen Bröselmaschine-Veröffentlichungen.

Seit dem Albumdebüt “Bröselmaschine” von 1971 sind etliche Jahre vergangen. Die beiden ersten Alben der Band scheinen eher als Beleg für Peter Burschs Gitarrenkunst zu dienen. Allerdings war schon 1971 die Lust am Experimentieren erkennbar, genauso wie das Interesse an Orientalik. Denn auf beiden Alben war u.a. eine Sitar zu hören.

Doch die Band entwickelte sich weiter und veröffentlichte weitere Alben. Man schaffte es, im Laufe der Jahre einen speziellen Sound zu entwickeln, der sich mehr und mehr vom “Kleinkunst-Niveau” (sie waren trotzdem sehr erfolgreich damit!) der ersten Alben abhob und dennoch nicht nach reinem Krautrock klang. Es folgten u.a. “Peter Bursch und die Bröselmaschine” (1976), “I Feel Fine” (1978), “Graublau” (1985).

Die nimmermüden Altrocker sind nun mit einem Album zurück: “Indian Camel”. Da ist von “Kleinkunst” nichts mehr zu spüren. Vielmehr zeigen sie sich als gestandene Rock-Jazz-Blues-Funk-Musiker, die souverän und entspannt mit diversen Stilen jonglieren. Naürlich gibt es abermals eine Prise Exotik.

Ein Blick auf die aktuelle Besetzung der Band zeigt, dass nicht nur Altmeister Bursch (an Gitarre und Sitar) zu Werke war, sondern auch weitere große Namen aus der deutschen Musikszene aufgeboten werden, wie Schlagzeuger Manni von Bohr , den “German pope of drumming”, wie ihn das amerikanische Modern Drummer Magazine bezeichnete. Desweiteren sind Bassist Detlef Wiederhöft, Gitarrist Michael Dommers, Keyboarder Tom Plötzer, sowie Sängerin Liz Blue und als Gäste Helge Schneider (Saxofon), Perkussionist Nippy Noya und Gitarrist Lulo Reinhardt mit von der Partie.

Das gesamte Album spielte die Band live im Studio ein, was allerdings für die Bröselmaschine, ein Haschisch-Zerkleinerungsapparat der Hippie-Zeit, der Normalfall ist. Bursch:

“„Indian Camel“ ist unser wichtigstes Stück der Platte. Wir haben es im Studio nur einmal gespielt. Ich hatte diese Sitar-Melodie und den Rhythmus im Kopf, die habe ich den anderen Mitgliedern vorgespielt. Sie stiegen ein, die Bandmaschine lief und nach zwölf Minuten war das Stück zu Ende. Das war der Hammer, wir hatten alle Gänsehaut!”

Diese Gelassenheit und Improvisationslust ist nicht nur im Titelstück zu spüren. So gerät “Indian Camel” zu einem entspannten und schillernden Musikmoment, der das Interesse an dieser faszinierenden Band sicher neu entfachen wird. Die beste Nachricht zum Schluss: Ein Nachfolger ist bereits weitgehend im Kasten!



Orientierungshilfe

Indian Camel

Wer bei uns in den Siebziger Jahren Gitarre lernen wollte, kam an “Peter Bursch’s Gitarrenbuch” nicht vorbei. Damit hatte das Krümelmonster vermutlich mehr Einfluss auf deutsche Gitarristen, als mit seinen Bröselmaschine-Veröffentlichungen.

Seit dem Albumdebüt “Bröselmaschine” von 1971 sind etliche Jahre vergangen. Die beiden ersten Alben der Band scheinen eher als Beleg für Peter Burschs Gitarrenkunst zu dienen. Allerdings war schon 1971 die Lust am Experimentieren erkennbar, genauso wie das Interesse an Orientalik. Denn auf beiden Alben war u.a. eine Sitar zu hören.

Doch die Band entwickelte sich weiter und veröffentlichte weitere Alben. Man schaffte es, im Laufe der Jahre einen speziellen Sound zu entwickeln, der sich mehr und mehr vom “Kleinkunst-Niveau” (sie waren trotzdem sehr erfolgreich damit!) der ersten Alben abhob und dennoch nicht nach reinem Krautrock klang. Es folgten u.a. “Peter Bursch und die Bröselmaschine” (1976), “I Feel Fine” (1978), “Graublau” (1985).

Die nimmermüden Altrocker sind nun mit einem Album zurück: “Indian Camel”. Da ist von “Kleinkunst” nichts mehr zu spüren. Vielmehr zeigen sie sich als gestandene Rock-Jazz-Blues-Funk-Musiker, die souverän und entspannt mit diversen Stilen jonglieren. Naürlich gibt es abermals eine Prise Exotik.

Ein Blick auf die aktuelle Besetzung der Band zeigt, dass nicht nur Altmeister Bursch (an Gitarre und Sitar) zu Werke war, sondern auch weitere große Namen aus der deutschen Musikszene aufgeboten werden, wie Schlagzeuger Manni von Bohr , den “German pope of drumming”, wie ihn das amerikanische Modern Drummer Magazine bezeichnete. Desweiteren sind Bassist Detlef Wiederhöft, Gitarrist Michael Dommers, Keyboarder Tom Plötzer, sowie Sängerin Liz Blue und als Gäste Helge Schneider (Saxofon), Perkussionist Nippy Noya und Gitarrist Lulo Reinhardt mit von der Partie.

Das gesamte Album spielte die Band live im Studio ein, was allerdings für die Bröselmaschine, ein Haschisch-Zerkleinerungsapparat der Hippie-Zeit, der Normalfall ist. Bursch:

“„Indian Camel“ ist unser wichtigstes Stück der Platte. Wir haben es im Studio nur einmal gespielt. Ich hatte diese Sitar-Melodie und den Rhythmus im Kopf, die habe ich den anderen Mitgliedern vorgespielt. Sie stiegen ein, die Bandmaschine lief und nach zwölf Minuten war das Stück zu Ende. Das war der Hammer, wir hatten alle Gänsehaut!”

Diese Gelassenheit und Improvisationslust ist nicht nur im Titelstück zu spüren. So gerät “Indian Camel” zu einem entspannten und schillernden Musikmoment, der das Interesse an dieser faszinierenden Band sicher neu entfachen wird. Die beste Nachricht zum Schluss: Ein Nachfolger ist bereits weitgehend im Kasten!



Textdatum: 2017-05-25  
Textrechte:
© Global Music | Weltmusik-Magazin  
Artikelfoto/s: © Bröselmaschine
Label: MIG
Labelcode: LC 01922
Spieldauer: 41:31
Tracks: 8
Ident-Code: 11611/674/1


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